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Wie das Kreuz auf den Chörblispitz kam

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

140 Kilogramm schwer der Längsbalken, 100 Kilogramm der Querbalken: Es war ein wuchtiges Kreuz, das 1978 eine Gruppe junger Sensler auf den Chörblispitz hoch über Jaun und dem Breccaschlund schleppten. «Ich war in jenem Sommer wahrscheinlich zehn- oder zwölfmal auf dem Chörblispitz», erzählt Charles Folly. Es galt, einen geeigneten Standort für das Kreuz auszusuchen, dann das Fundament zu legen. «Wir buckelten Sand den Berg hinauf und schlugen oben Steine.» Diese vermischten sie direkt vor Ort mit Wasser zu Beton. Mit einer speziellen Konstruktion fingen sie Regenwasser auf. «Das reichte jedoch nicht, ich musste noch Schnee von einem Schneefeld in der Nähe holen», erzählt Folly. «Damals gab es da oben im August noch Schneefelder.»

Kein leichter Transport

Am 9. September 1978 war es so weit: Eine Gruppe von rund vierzig jungen Frauen und Männern trugen die beiden Balken auf den Gipfel. Das Eichenkreuz wurde von Norbert Riedo aus Eisenbahnschwellen gezimmert. Für den Transport wurden Querhölzer daran befestigt, um die Balken besser tragen zu können. Das letzte Stück unter dem Gipfel war aber zu steil zum Tragen. «Wir hängten Seile daran. Eine Gruppe hob das Kreuz von unten an, eine andere zog von oben.»

Auf dem Gipfel angekommen, feierten die jungen Leute das neue Kreuz mit einem Gottesdienst. Entstanden war die Initiative denn auch im Umfeld der Kirche. Eine Gruppe ehemaliger Jubla-Leiter rund um die damaligen Tafersner Vikare Niklaus Kessler und Guido Burri feierte regelmässig Jugendgottesdienste, auch unter freiem Himmel. Aus der Gruppe heraus entstand die Idee, das alte Kreuz auf dem Chörblispitz zu ersetzen. Dieses hatte die Jungmannschaft von Jaun 1958 auf den Gipfel getragen. Rund zwanzig Jahre später sah es aber ziemlich mitgenommen aus, ein Blitzschlag hatte die Spitze gespalten. Das alte Kreuz wurde nicht zerstört: Die Jubla-Gruppe brachte das Holz zu Tal und liess daraus kleine Kreuze fertigen, die sie an alle Beteiligten verteilte.

Aufstieg zum Jubiläum

Das Eichenkreuz von 1978 steht noch heute auf der Chörb­lifluh und ist in einem guten Zustand, wie Folly sagt. Auf der Spitze schützt es ein Blech vor Wasser und ein Blitzableiter vor Gewittern. Sechs der Kreuzträger von 1978 – neben Charles Folly waren das Niklaus Kessler, Roman Schwaller, Gallus Riedo, Ludwig Oberson und Walter Vonlanthen – stiegen kürzlich auf den Chörblispitz, um das Jubiläum zu feiern. Folly schätzt, dass das Kreuz noch lange hält. «Ob wir es zum 50-jährigen Jubiläum nochmals auf den Gipfel schaffen, ist eine andere Frage», sagt er und schmunzelt.

«Ich war in jenem Sommer wahrscheinlich zehn- oder zwölfmal auf dem Chörblispitz.»

Charles Folly

Ehemaliges Jubla-Mitglied

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