Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wie das Leben so spielt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben», sagte einst der irische Schriftsteller und Dramatiker Oscar Wilde. Lebensgeschichten auf der Theaterbühne: Das könnte auch das Motto der bevorstehenden Spielzeit von «Theater in Freiburg» sein, die am 5. Oktober beginnt. «Die sechs Stücke im Abonnementsprogramm erzählen sechs verschiedene Lebensgeschichten», sagt Präsident Franz Baeriswyl, «und fast bei allen geht es um eine Person, die im Mittelpunkt steht.»

Den Auftakt macht das Schauspiel «Martinus Luther – Anfang und Ende eines Mythos», das aus Anlass des Reformationsjahrs 2017 500 Jahre nach der Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen das Leben und Wirken des Reformators auf die Bühne bringt. Höhen und Tiefen gibt es auch im Leben von «Liliom», der Titelfigur aus der «Vorstadtlegende» des ungarischen Dramatikers Ferenc Molnár aus dem Jahr 1909. Das Theater Marie aus Aarau zeigt das Stück in einer neuen deutschen Übersetzung, mit Musik und Verfremdungselementen. Im Dezember öffnet «Theater in Freiburg» seine Türen für das Freiburger Talman Ensemble und den Musiker Gustav. Die Truppe zeigt noch einmal ihre im vergangenen Jahr uraufgeführte Inszenierung des Schauspiels «Für die Nacht» der Schweizer Autorin Laura de Weck.

Mit einem Klassiker startet «Theater in Freiburg» dann ins Jahr 2018: Das Theater Orchester Biel Solothurn zeigt Max Frischs «Biedermann und die Brandstifter». Wie in den vergangenen Jahren darf auch dieses Jahr ein Musikstück nicht fehlen: Die Wahl fiel auf «A Tribute to the Blues Brothers» rund um die Kultband um John Belushi und Dan Aykroyd. Gut gelaunt endet die Saison schliesslich mit der Komödie «Monsieur Claude und seine Töchter» nach dem gleichnamigen französischen Erfolgsfilm aus dem Jahr 2014.

Qualität und Vielfalt

Franz Baeriswyl ist überzeugt, dass der neunköpfige Vorstand von «Theater in Freiburg» ein qualitativ hochwertiges Programm zusammengestellt habe. Die Qualität der Produktionen sei stets das wichtigste Kriterium. Um sie zu gewährleisten, schauen sich die Vorstandsmitglieder die Stücke wenn immer möglich im Voraus an, lesen Kritiken und arbeiten mit Anbietern zusammen, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben. Nebst der Qualität lege die Gruppe auch Wert auf Abwechslung und Ausgewogenheit, um für jeden Geschmack etwas zu bieten, sagt Rudolf Ebneter, der für die Kontakte zu den verschiedenen Bühnen verantwortlich ist. So gebe es in der Regel in jedem Programm einen Klassiker, eine Komödie und ein Musiktheater. Vorstandsmitglied Irmgard Lehmann sagt dazu: «Es ist wichtig, dass wir beim Programmieren immer das Publikum im Blick haben. Wir können nicht einfach nach unserem persönlichen Geschmack entscheiden, sondern müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer ins Theater bringen.»

Dass dies klappt, beweisen die Zahlen der letzten Jahre: «Theater in Freiburg» hat rund 300 Abonnentinnen und Abonnenten und zählt rund 4000 Eintritte pro Saison. Die Zahlen seien erfreulich stabil, so Präsident Franz Baeriswyl. Zur Stabilität trägt auch die kürzlich erfolgte Vereinsgründung bei: Seit März ist «Theater in Freiburg» ein eigenständiger Verein. Davor hatte es zur Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft gehört, die im März mit dem Heimatkundeverein Deutschfreiburg fusionierte (die FN berichteten).

Tipps

«Martinus Luther», «Liliom» und die «Blues Brothers»

Franz Baeriswyl, Irmgard Lehmann und Rudolf Ebneter haben das Programm von «Theater in Freiburg» als Vorstandsmitglieder mitgestaltet. Doch worauf freuen sie sich persönlich am meisten?

Irmgard Lehmann: «Ich bin gespannt auf ‹Martinus Luther›, weil dieses Jahr schon so viel über Martin Luther geschrieben wurde und ich neugierig bin, wie man diese vielschichtige Persönlichkeit, den Charakter und die Thesen in zwei Stunden auf die Theaterbühne bringen kann.»

Franz Baeriswyl: «Ich freue mich besonders auf ‹Liliom›, weil die neue Übersetzung von Joël László überzeugt und weil das Theater Marie die Geschichte gekonnt auf die Bühne bringt. Und ich finde den Inhalt selbst spannend, die zeitlose Geschichte einer Unbesonnenheit, die im Suizid endet.»

Rudolf Ebneter: «Mein Highlight ist das Musikstück über die Blues Brothers, weil es aus dem Angebot an Musiktheatern wirklich herausstach und ausgezeichnete Kritiken erhalten hat. Es passt zu uns und zu unserem Publikum – und es gibt uns die Gelegenheit, erstmals das Kammertheater Karlsruhe zu präsentieren.»

cs

Programm

Die Spielzeit 2017/2018 im Überblick

Do., 5. Oktober: «Martinus Luther – Anfang und Ende eines Mythos» (Schauspiel von John von Düffel mit Livemusik). Theaterlust München.

Mi., 15. November: «Liliom» (Vorstadtlegende von Ferenc Molnár mit Liedern von Pascal Nater). Theater Marie, Aarau.

Do., 14. Dezember: «Für die Nacht» (Schauspiel von Laura de Weck). Talman Ensemble und Gustav.

Di., 23. Januar: «Biedermann und die Brandstifter» (Theaterstück von Max Frisch). Theater-Orchester Biel-Solothurn.

Di., 27. März: «A Tribute to the Blues Brothers» (Musikshow von Ingmar Otto). Kammertheater Karlsruhe/ Euro-Studio Landgraf.

Fr., 20. April: «Monsieur Claude und seine Töchter» (Komödie von Stefan Zimmermann nach dem gleichnamigen Film von Philippe de Chauveron und Guy Laurent). a-gon Theaterproduktion München.

Familienaufführung ausser Abonnement: Fr., 26. Januar: «Dornröschen» (Märchenspiel in Dialekt nach den Gebrüdern Grimm, für Kinder ab vier Jahren). Märli-Theater Zürich.

cs

Alle Aufführungen finden um 19.30 Uhr im Equilibre in Freiburg statt, das Märchenspiel «Dornröschen» um 14 und 19 Uhr. Vorverkauf bei Freiburg Tourismus (026 350 11 00) oder auf www.theaterinfreiburg.ch

Mehr zum Thema