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Wie den sozialen Zusammenhalt stärken?

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Autor: arthur Zurkinden

«Partizipation: Eine Voraussetzung für den sozialen Zusammenhalt», lautet das Thema der diesjährigen Konferenz, die alle zwei Jahre von der Gesundheitsdirektion und der Uni Freiburg durchgeführt wird. Rund 150 Personen dachten dabei in Grangeneuve über das Mitmachen am gesellschaftlichen und politischen Leben nach.

«Arm sein bedeutet, ein Fremder in seinem eigenen Land zu sein und an einer ganz anderen Kultur teilzuhaben als an jener, welche in der Gesellschaft vorherrscht», sagte Staatsrätin Anne-Claude Demierre einleitend und gab so zu verstehen, dass auch Armut zu einem Ausschluss von der Gesellschaft führen kann.

Armut kann aber auch ein Grund sein, dass sich viele nicht gross für die Probleme der Gesellschaft interessieren. «Ja, wer hart und viel arbeitet und am Ende des Monats gleichwohl nichts mehr im Portemonnaie hat, hat wohl keine Lust, sich noch für das Gemeinwohl zu engagieren und über die Zukunft nachzudenken», meinte etwa Ständerat Alain Berset.

Partizipation will gelernt sein

Sorgen bereiten Staatsratspräsident Beat Vonlanthen und anderen, dass heute noch 11 Prozent der Jugendlichen ohne abgeschlossene Ausbildung ins Berufsleben eintreten. Eine gute Ausbildung ist auch eine Voraussetzung, um mitreden zu können. Nach Ansicht des Gewerkschafters Bernard Fragnière müssen die jungen Menschen auch lernen, sich vor Publikum auszudrücken. Mitbestimmung im Unternehmen bedeutet für ihn auch Motivation der Mitarbeiter.

Am Beispiel des Elternrates der OS Region Murten

Einen ganz anderen Aspekt des Mitmachens griff Willy Marti, Direktor der OS Region Murten, mit dem Thema «Partizipation in der Schule – Betroffene werden Beteiligte» auf. Er berichtete über die sehr positiven Erfahrungen, die er mit dem Elternrat dieser Schule gemacht habe. «Es ist entscheidend, dass Partizipation nicht dem Zufall überlassen, sondern grundlegend und vorausschauend organisiert wird», betonte er. So ist es für ihn wichtig, dass die Eltern organisiert auftreten, z. B. in einem Elternrat oder Elternforum, und dass eine Kontaktgruppe den Informationsaustausch mit der Schule gewährleistet. Von Bedeutung sei auch, dass der Elternrat Eltern in verschiedene Arbeitsgruppen delegiert, wo sie beratend mitwirken können, und dass der Elternrat in der Bevölkerung stark verankert ist.

Es sei nicht immer leicht, genügend Eltern für den Elternrat zu finden. Marti stellte aber fest, dass ein Elternrat hilft, Berührungsängste zwischen Schule und Elternhaus abzubauen. «Auch Querkontakte zwischen den Eltern werden gefördert», sagte er. Weiter würden Zuzüger, besonders fremdsprachige, bei der Integration unterstützt. «Eltern sind motiviert, bei Schulanlässen mitzumachen. Sie kennen die Bedürfnisse der Schule besser und lernen folglich auch, die Schule in der Bevölkerung besser zu vertreten», fuhr er fort. «Eltern setzen sich mit neuen Lehr- und Lernformen auseinander und erkennen, dass sich der Lebensraum Schule seit ihrer Schulzeit grundlegend verändert hat», nannte er einen weiteren Vorteil des Elternrates. «Gut informierte Eltern garantieren eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit», lautete sein Fazit.

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