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Wie der gezähmte Chris DiDomenico Gottéron besser macht

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Seit Chris DiDomenico in der Schweiz spielt, scheiden sich am Heisssporn die Geister. Unbestritten sind die spielerischen Qualitäten des Kanadiers. Mit genau diesen besticht er nun bei Gottéron.

Gottéron und Chris DiDomenico – kann das funktionieren? So lautete die grosse Frage, als der Transfer von den SCL Tigers, die er im Unfrieden verliess, zu den Freiburgern im Januar letzten Jahres publik wurde. Nach zwei Dritteln der Regular Season hat sich gezeigt: Ja, es kann – und wie sogar. Der kanadische Stürmer hat seine Kritiker Lügen gestraft und trägt am Freitag in Lugano erstmals in dieser Saison das Trikot des Freiburger Topskorers. Dass der am Samstag in einer Woche 32 Jahre alte DiDomenico ein Skorer ist, hat er während seinen Jahren bei den SCL Tigers zu Genüge unter Beweis gestellt. Die bisher 10 Tore und 25 Assists stellen insofern keine grosse Überraschung dar. Bemerkenswerter ist da schon die Tatsache, dass «DiDo» – bekannt für seine kurze Zündschnur – seine Nerven im Zaum halten konnte. Nur gerade sieben kleine Bankstrafen musste er bisher absetzen. Seine gefürchteten Ausraster blieben bislang aus. Eine Szene aus dem Dienstagsspiel gegen den SCB illustrierte sinnbildlich, wie sehr der Kanadier seine Emotionen unter Kontrolle hat. Als ihn Tristan Scherwey gefährlich in Bandennähe checkte, beliess es DiDomenico gegen sein Berner Heisssporn-Pendant bei einem kurzen Trash-Talk. Kein subtiler Stockschlag, keine kleine Handgreiflichkeit, nichts von alledem. Vielmehr schien er in der Folge nur noch motivierter und drückte so der Partie vollends seinen Stempel auf.

Dubés Ansage

«Bevor Chris bei uns unterschrieben hat, habe ich mit ihm über seine Aussetzer diskutiert», sagt Trainer Christian Dubé. «Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn auf dem Eis und nicht auf der Strafbank brauche. Ich denke, dass er diese Ansage verstanden hat.» Und Dubé scheut sich auch nicht, bei einem gestandenen Profi wie dem Kanadier erzieherische Massnahmen einzusetzen. Als DiDomenico in einem Spiel kurz vor Ende genervt eine dumme Strafe produzierte, war er in der folgenden Partie überzählig. «Er weiss genau, woran er bei mir ist», erklärt Dubé und fügt an, dass die leeren Zuschauertribünen auch ihren Teil dazu beitragen würden, damit die Emotionen bei DiDomenico nicht zu sehr hochgehen. Auch wenn der Kanadier sagt, dass die fehlenden Fans nichts an seiner Spielweise ändern würden, so ist sicherlich etwas dran an der Feststellung des Trainers.

11 Punkte in 5 Spielen

Die Präsenz DiDomenicos auf dem Eis ist jedenfalls beeindruckend. Praktisch in jedem Shift gelingt es ihm, eine gefährliche Aktion zu kreieren. Das liegt nicht nur an seinen überdurchschnittlichen technischen Fähigkeiten und an seiner überragenden Spielübersicht, sondern auch an seinem unermüdlichen Einsatz entlang der Banden und an seiner bemerkenswerten Hartnäckigkeit. All das zahlt sich aus. 22 Tore erzielten die Freiburger in den letzten fünf Partien. Bei der Hälfte der Treffer hatte DiDomenico seinen Stock im Spiel – notabene im Powerplay. Dass Gottéron in dieser Übung der Klassenprimus ist, liegt nicht zuletzt am Kanadier. Nach Verteidiger Ryan Gunderson hat Freiburgs neue Nummer 88 die meiste Eiszeit im Überzahlspiel und zieht die Fäden im Spiel mit einem Mann mehr auf dem Eis vorzüglich.

Der Dank an die Teamkollegen

Dank den drei Skorerpunkten gegen den SC Bern wird DiDomenico am Freitag in Lugano erstmals im Topskorer-Dress der Freiburger auflaufen. «Es ist egal, ob du dieses Trikot trägst. Du spielst immer für das Team und das Logo, das vorne auf dem Shirt prangt», sagt DiDomenico demütig. Er werde auch als Topskorer tun, was er zu tun habe. «Eishockey ist eine Mannschaftssportart. Ich bin kein Einzelsportler. Deshalb ist es auch ein grosses Verdienst meiner Teamkollegen, dass ich momentan einen Lauf habe.» Die Chemie mit seinen Linienkollegen Julien Sprunger und Sandro Schmid sei ausgezeichnet. «Es geht darum, die anderen zu unterstützen. Und als guter Spieler muss man die Spieler um sich herum besser machen. Das versuche ich zu tun.»

Hier um zu siegen

Keine Frage, Chris DiDomenico ist in Freiburg angekommen. «Wenn du sechs Jahre für ein Team gespielt hast, dann ist es nie einfach, zu wechseln. Aber hier ist alles perfekt», sagt der im Gespräch schon fast schüchtern wirkende Stürmer, der auf dem Eis und in der Kabine so ganz anders ist und seine Mitspieler lautstark pusht. Der Erfolg der Freiburger hat ihm den Einstieg zweifelsohne erleichtert. «Natürlich fühlst du dich besser, wenn du gewinnst. Jeder, der Sport betreibt, will siegen. Deshalb habe ich mich auch für Gottéron entschieden.» In Freiburg seien die Voraussetzungen gegeben, etwas Spezielles zu erreichen, ist DiDomenico überzeugt.

Dass Gottéron dazu bereit ist, Grosses zu schaffen, kann es am Freitag in Lugano gegen ein Team zeigen, dass zuletzt sieben Mal in Serie gewinnen konnte. «Kürzlich haben uns die Tessiner zu Hause bezwungen. Nun ist es an uns, in Lugano das Gleiche zu tun. Unser Gameplan ist klar: hart arbeiten, einfach spielen und die Chancen nutzen.» DiDomenico wird mit gutem Beispiel vorangehen.

Yannick Herren wieder einsatzbereit

Im Vergleich zum 4:1-Sieg vom Dienstag gegen den SC Bern kehrt am Freitag in Lugano Stürmer Yannick Herren nach seiner Rückenblessur wieder in die Freiburger Aufstellung zurück. Weiterhin fehlen werden Matthias Rossi sowie Viktor Stalberg und Daniel Brodin. Die beiden Schweden fallen mit Gehirnerschütterungen bis auf Weiteres aus. «Bei Kopfverletzungen ist es immer schwierig zu sagen, wie lange die Absenz dauern wird», sagt Trainer Christian Dubé. Auch wenn damit nur drei Ausländer zur Verfügung stehen, ist ausgeschlossen, dass Gottéron auf dem Transfermarkt nochmals aktiv wird. Ob der jungen Verteidiger David Aebischer im Tessin wieder einmal zum Einsatz kommen wird, entscheidet sich laut Dubé erst am Spieltag. Um in Lugano erfolgreich sein zu können, sei eine intelligente Spielweise erforderlich. «Die Tessiner haben eine Siegesserie und sind heiss. Es wird eine enge Partie. Wir dürfen nicht ins Verderben rennen.»

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