Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wie gross ist die süsse Versuchung in den Freiburger Schulgebäuden?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Arthur Zurkinden

Freiburg«Ich möchte nicht, dass unsere Bevölkerung derjenigen in den USA gleicht, wo 65 Prozent der Einwohner stark übergewichtig sind», hielt Grossrat Guy-Noël Jelk in seiner Anfrage an den Staatsrat fest. Einen Grund für das Übergewicht sieht er im Verkauf von Süssgetränken in den Schulen des Kantons Freiburg. So gibt er zu bedenken, dass ein anthrazitfarbenes, kohlensäurehaltiges Getränk (5 dl) 50 g Kohlenhydrate enthält. «Folglich nimmt ein Jugendlicher in einer Viertelstunde 15 Stück Würfelzucker zu sich.» So wollte der SP-Grossrat u. a. wissen, ob der Staatsrat bereit sei, den «Selecta»-Automaten in den Schulen ein Ende zu bereiten.

Um angemessen auf die Anfrage zu antworten, hat der Staat bei Schulen verschiedener Stufen eine Umfrage durchgeführt. Diese hat ergeben, dass von den acht OS-Zentren in Deutschfreiburg vier Schulen keinen Selecta-Automaten haben. Zwei Schulen haben einen «Cola-Automaten». Laut Staatsrat werden in den Automaten zwar ungezuckerte Getränke angeboten, aber auch die gängigen zuckerhaltigen Süssgetränke und Fruchtsäfte sowie andere gezuckerte Produkte wie Bonbons, Kuchen, Schokolade, Riegel und Kaugummis. Automaten befinden sich auch in den Kollegien und Berufsschulen.

Zugang zu anderen Süssigkeiten

Der Antwort ist auch zu entnehmen, dass es in Deutschfreiburg lediglich in einer OS einen Pausenverkauf ohne Süsswaren gibt. In den andern OS-Zentren werden verschiedene Süsswaren, meist Kuchen oder Süssgebäck, verkauft. «Das Angebot erfolgt in drei Schulen durch eine Bäckerei und in einer durch das Restaurant der Schule. In zwei Schulen wird selbstgebackener Kuchen angeboten», schreibt der Staatsrat. Auch in den Cafeterias oder Mensen der Kollegien und Berufsschulen können Süssigkeiten gekauft werden.

Süssigkeiten werden bevorzugt

Auch wenn es keine Statistik gibt, so gaben die befragten Schulen an, dass die Schüler Süssigkeiten oft bevorzugen. «Selbst wenn man diese in der Schule aus dem Angebot entfernt, werden einige Schüler sie ausserhalb der Schule kaufen», ist der Staatsrat überzeugt. Diese Feststellung werde bestätigt, wenn man die Schülerinnen und Schüler beobachtet, die zu Beginn eines Halbtages zur Schule kommen oder die nach dem Unterricht nach Hause gehen. «Die Tatsache, dass ihnen im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände Süssigkeiten angeboten werden, hat keinen entscheidenden Einfluss auf das alltägliche Verhalten», lässt der Staatsrat verlauten.

Der Antwort ist weiter zu entnehmen, dass die Ernährung in der Schule sehr wohl thematisiert wird. Im Rahmen von Gesundheitsprojekten würden zahlreiche Aktionen durchgeführt. «Das Thema wird in allen acht OS-Zentren Deutschfreiburgs vor allem in den Fächern Hauswirtschaft, Lebenskunde und Naturlehre behandelt.» Zusätzlich würden diverse Aktionen durchgeführt: Gesundheitswochen, Ernährungstage, Pausenaktionen usw.

In vier französischsprachigen OS-Zentren gibt es ein Totalverbot für Süssgetränke. In den übrigen neun Zentren werde die Frage eines Verbotes zwar diskutiert, doch seien die Meinungen geteilt. So werde befürchtet, dass ein Verbot das Problem nur verlagere. Deshalb werde die Aufklärung vorgezogen. In Deutschfreiburg bieten zwei OS-Zentren keine Süssgetränke an. In den andern besteht laut Staatsrat kein Verbot, doch werde das Thema öfters diskutiert. An die Eigenverantwortung werde an den Kollegien und Berufsschulen appelliert.

Mehr zum Thema