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Wie kann ich meinen arbeitslosen Mann unterstützen?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mein Mann ist seit drei Monaten arbeitslos. Am Anfang war es nicht so schlimm, er hat neben dem Schreiben von Bewerbungen die Zeit für sich genutzt und viel Arbeit im Haushalt übernommen. Jetzt beginnt er aber, sich im Kreise zu drehen, ist entweder nervös oder niedergeschlagen und hegt Selbstzweifel. Wie kann ich ihn in dieser schwierigen Zeit unterstützen?B. A.

Wenn bei jemandem ein kritisches Lebensereignis wie Arbeitslosigkeit oder schwere Krankheit auftreten, wird der Partner mit grosser Wahrscheinlichkeit zur ersten Unterstützungsquelle. Die Auswirkungen der Belastung aber trifft beide Partner, beide brauchen Unterstützung, und beide können etwas tun, um mit der neuen Situation so gut wie möglich zurechtzukommen.

Reden Sie miteinander darüber, was das Ereignis für Ihren Partner, für Sie selbst, aber auch für Sie gemeinsam als Paar bedeutet. Das genaue Zuhören und Respekt sind wichtig. Versuchen Sie, sich in den anderen hineinzuversetzen. Es geht nicht darum, Fehler aufzudecken, sondern zu verstehen, was genau belastend für beide ist.

Machen Sie miteinander ab, wie lange Sie sich austauschen möchten. Es ist besser, ein Thema mehrmals aufzunehmen, wenige Aspekte pro Gespräch zu diskutieren, als den ganzen Abend lang mit einer Problematik zu verbringen. Manchmal muss sich das Gehörte oder neu Erfahrene setzen können, damit etwas Neues entsteht.

Überlegen Sie sich, wie man die Arbeitssuche verbessern oder erleichtern kann. Oder wie Ihr Mann die viele freie Zeit sinnvoll nützen kann. Gibt es passive Ressourcen, die reaktiviert werden können? Die nähere Betrachtung der Umstände kann neue Aspekte, neue Wege aufdecken. Was hilft Ihrem Partner in den Momenten des Zweifelns? Was können Sie beide füreinander tun, um nicht in eine negative Spirale zu kommen.

Schwierige Zeiten können ein Paar zusammenschweissen, das Wir-Gefühl festigen. Gemeinsam sind Sie stark!

Nadia Dupont ist Psychologin FSP und arbeitet für das Familieninstitut für Forschung und Beratung an der Universität Freiburg. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt im Broyetal. nadia.dupont@psychologie.ch

«Es geht nicht darum, Fehler aufzudecken, sondern zu verstehen, was genau belastend für beide ist.»

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