Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wie sicher liegt das Geld bei meiner Bank?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: REgula Saner

In diesen Tagen mag sich manch einer fragen, ob es nicht doch besser wäre, das Ersparte unters Kopfkissen zu legen. Die Finanzkrise ist zur Vertrauensfrage geworden. Der Bankleiter der Clientis Sparkasse Sense mit Hauptsitz in Tafers, Peter Rotzetter, weilt derzeit zwar in den Ferien. Da es aber um «den grössten Wert einer Bank gehe», wie er sagt, nämlich das Vertrauen, ruft Rotzetter persönlich zurück, als die FN bei der Bank Informationen einholen wollen.

«Kennen unsere Schuldner»

Die Sicherheit des Geldes, erklärt Rotzetter, hänge in erster Linie von der guten Qualität der Schuldner einer Bank ab. Und die sei bei der Sparkasse Sense gegeben. Denn die Tätigkeit der Bank bestehe zu 90 Prozent im Hypothekengeschäft. «Mit den Spareinlagen finanzieren wir den Bau von Eigenheimen im Bezirk. Das heisst, dass wir unsere Schuldner persönlich kennen – und auch die finanzierten Objekte.» Laut Rotzetter weist die Sparkasse Sense derzeit keine ausstehenden Zinsen und Amortisationen aus, was nichts anderes heisst, als dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nachkommen. Die Sparkasse Sense habe zudem keinerlei Auslandaktiven.

Solide Eigenmittelsituation

Neben der Schuldnerqualität sei für die Sicherheit einer Bank zudem die Eigenmittel- und Reservesituation relevant, meint der Bankchef weiter. «Bei der Sparkasse Sense sind über neun Prozent der Bilanzsumme Eigenmittel, das sind 27 Millionen Franken.»

Rotzetter weist zudem darauf hin, dass die in der Clientis vereinte Gruppe von Schweizer Regionalbanken ein besonderes Einlageschutzsystem hat. Erstens bilden sie zusammen ein sogenanntes Solidaritätsnetz mit einer Eigenmittelsumme von 1,6 Milliarden Franken. Zweitens besteht innerhalb der Regionalbanken RBA ein Hilfsfonds von 100 Millionen Franken. Hinzu komme subsidiär der vielzitierte Einlageschutz von 30 000 Franken pro Kunde und Bank, welchen alle Schweizer Banken zusammen garantieren.

Bezug zur realen Wirtschaft

Gemäss Peter Rotzetter kann die Glaubwürdigkeit einer Bank ganz allgemein auch an deren Wachstum gemessen werden. «Wenn das Wirtschaftswachstum in einer Region zum Beispiel 3 Prozent beträgt, die Bank aber um 10 Prozent wächst, dann muss man sich fragen: Was läuft falsch?»

Dass der Bezug zur hiesigen realen Wirtschaft ein Garant für Sicherheit ist, sieht auch der CEO der Valiant Holding AG, Kurt Streit, so. Das Kerngeschäft der Valiant besteht ebenfalls in der Kreditvergabe, sprich in der Gewährung von Hypotheken in der Region. Streit sieht in der Tatsache, dass der Schuldner dafür über mindestens 20 Prozent Eigenmittel verfügen muss, ein weiteres wichtiges Element. «Das heisst, selbst wenn die Immobilienpreise fallen sollten, sind zwanzig Prozent bereits durch das Eigenkapital des Schuldners gesichert.» Gemäss Streit betrug der Wertrückgang während der Schweizer Immobilienkrise Ende Achtziger- Anfang Neunzigerjahre keine zehn Prozent.

Das Gesagte gilt auch für die Raiffeisenbank Wünnewil-Flamatt, der grössten Raiffeisengenossenschaft im Kanton. Die regional tätige Bank vergibt keine Kredite ins Ausland und erfüllt die strengen Eigenmittelvorschrifen des Bankengesetzes zu über 140 Prozent, wie Bankleiter Jürg Stähli erklärt. Sollten zudem alle Stricke reissen, so haften alle Raiffeisenbanken untereinander solidarisch. Ein weiteres Auffangnetz ist zudem der Raiffeisen-Solidaritätsfonds, der gemäss Stähli mehrere hundert Millionen Franken betrage.

Staatshaftung bei der FKB

Gar keinen Grund zur Sorge bestehe auch für die Kunden der Freiburger Kantonalbank (FKB), ist Bankdirektor Albert Michel überzeugt. «Wir haben eine hundertprozentige Staatsgarantie. Alle Einlagen sind im Fall eines Konkurses vom Kanton gedeckt.» Zudem verfüge die FKB über eine solide Finanzsituation (15 Jahre mit Gewinn, Eigenmittelvorschriften zu 240 Prozent erfüllt), betont Michel weiter. Im übrigen investiere die FKB vor allem in der Schweiz (über 97 Prozent). Auslandgeschäfte hätten einen marginalen Stellenwert. So wurden laut Edgar Jeitziner, Direktor Niederlassungen der FKB, für Kunden mit Verwaltungsmandat auch keine Produkte, welche von Lehman Brothers ausgegeben wurden, verkauft. Dies entspreche der FKB-Anlagepolitik. 15 Kunden hätten jedoch stukturierte Produkte von Lehman Brothers entweder auf eigenen Entscheid, aufgrund eines Auftrages eines externen Vermögensverwalters oder aufgrund einer Bankberatung gekauft. Bis heute seien diesbezüglich aber keine Reklamationen bei der FKB eingegangen, so Jeitziner.

Mehr zum Thema