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Wie viel Natur darf es denn sein?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als direkter Anwohner der mittlerweile abgewanderten Saatkrähenkolonie im Erlenweg möchte ich mich doch auch dazu äussern.

Ich empfinde es als Privileg, in einem Haus wohnen zu dürfen, in dessen unmittelbarer Nähe ein Grünstreifen in Form einer Aufforstung existiert. Aufgrund dieses Sachverhaltes muss ich auch damit rechnen, dass in dieser Umgebung ab Frühling analog der Balz und Paarungszeit diverse Tierarten aktiver werden, was meist mit einer stärkeren Geräuschkulisse einhergeht. Da quaken Frösche, gurren Tauben, zirpen Grillen und krähen eben diverse Rabenvögel. Viel mehr lässt sich leider nicht mehr in dieser Umgebung hören oder entdecken, da in unserem Quartier freilaufende Katzen praktisch alle Kleintiere wie Finkenvögel, Reptilien, Amphibien ausgelöscht haben.

Eine Kolonie der noch vor einigen Jahren vom Aussterben bedrohten Saatkrähe hat sich nun bei uns, zum ersten Mal, zur Fortpflanzungszeit kurzfristig angesiedelt und dies ist ein völlig natürlicher Prozess, den man so hinnehmen sollte. Vergrämungsversuche sind durchs Band gesehen erfolglos, denn die Saatkrähe ist in der Fortpflanzungszeit ein Kulturfolger und wird immer in unmittelbarer Nähe des Menschen nisten, da ihnen hier Raubvögel nicht gefährlich werden können. Das Problem wird somit nur verlagert oder vermehrt, wenn sich eine Kolonie aufspaltet. Stattdessen wäre es doch viel sinnvoller, sich mit dem Verhalten dieses interessanten Rabenvogels mit Interesse auseinanderzusetzen, der sich oft auch als Nützling betreffend Agrar- und Forstschädlingen ausweist.

Wer sich damit nicht arrangieren kann oder will, sollte sich eben gute Ohrenstöpsel besorgen und auf weitere menschliche Errungenschaften zurückgreifen, oder dort wohnen, wo keine natürlichen Prozesse mehr ablaufen, sondern nur noch menschengemachte Lärmbelästigungen wie Verkehrslärm, Partylärm und Motorengeräusche diverser Gartenmaschinen existieren. Die von der Gemeinde Bösingen und dem Wildhüter installierten Ballone haben ausserdem nicht viel bewirkt, weil die meisten Saatkrähen als überwiegende Zugvögel bereits abgezogen waren, die Geräuschkulisse mehrheitlich somit von Rabenkrähen stammte und die Ballone bereits am selben Tag von Kindern der Anwohner gekappt wurden.

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