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Wie wertvoll ist der Schwarzsee?

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«Pro Natura erhebt Beschwerde gegen Kiesentnahme aus dem Schwarzsee» – FN vom 14. März

 Ich habe bemerkt, dass der Schwarzsee-Tourismusverband unter die Geschichtenerzähler gegangen ist: Der Schwarzsee sei in Gefahr, mit Kies gefüllt zu werden, das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer würde die Möglichkeiten der Kiesentnahme einschränken. Die Rettungsaktion war schlau geplant: Kies würde beim Bootssteg am Seeweidbach ausgebeutet und für gutes Geld verkauft, so wie das früher auch geschah. Aber jetzt wird der Volkszorn mobilisiert. Wie die Umfrage bei Touristen «Wie wertvoll ist der Schwarzsee?», die noch bis zum 31. August läuft, zeigt: Ich wurde kürzlich tatsächlich durch eine Praktikantin in einem Restaurant in Schwarzsee befragt, ob ich den Schwarzsee noch wolle, ob ich dem kiesgefüllten Wiesengrund oder dem wassergefüllten See den Vorzug gebe. Ich sollte meine Antwort gewichten mittels einer Skala von 1 bis 10. Die aufwühlende Frage brachte meine Seele zum Kochen. Ich entschied mich eiligst für die wässrige Lösung mit vollen 10 Punkten. Denn wo bleibt sonst der plätschernde See, bestehend aus ein bis zwei Millionen Kubikmetern Wasser? Wo können sich dann die Windturbinen, die der Schwarzsee-Tourismusverband befürwortet, noch spiegeln, wenn nicht im Schwarzsee? Her mit den Maschinen, baggert wie geplant die 3500 Kubikmeter Kies aus der Bachmündung, das wird den See an der Verlandung hindern–und das entspräche sagenhaften 0,18 Prozent des Seevolumens …

Es ist hilfreich, auf Gesetzgebern und Pro Natura herumzuhacken, diesen Anwälten der Natur. Aber eine Frage stellt sich mir noch: Warum ist eigentlich der Seegrund vomSchwarzseebad bis zum Abfluss der Warmen Sense ohne Kies, nur mit Sediment bedeckt? Da hat sich im Seebecken seit den 7000 Jahren seiner Entstehung offenbar wenig getan. Ah, ich habs, die Verlandung braucht eben sehr viel Zeit, Tausende von Jahren.

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