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Wieder verloren – aber mit Anstand

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Autor: Kurt Ming

Bei Gottéron herrscht nach vier Pleiten in Folge Krise pur. Ein punkteloses Wochenende hat das Team der immer ratloser werdenden Coachs Serge Pelletier unter den Playoff-Strich gespült. Wer hätte dies nach der Playoff-Euphorie in der letzten Saison und dem mehr oder weniger gelungenen Saisonstart schon gedacht? Klar, der Mannschaft fehlten zuletzt fast ein halbes Dutzend verletzte Stammspieler, das kann kein Team der Liga einfach so wegstecken. Aber ein Grossteil der Mannschaft blieb in der dunklen «Oktoberphase» weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Und statt mit einem Punktepolster auf die letzten vier in die Zeit bis zur Natipause zu kommen, muss der HCF jetzt sogar wieder um einen Playoff-Platz zittern.

Hoffen auf die Rückkehrer

In den letzten Jahren waren die Drachen meistens dann am stärksten, wenn ihnen das Wasser bis zum Halse stand. Auch diesmal? Trainer Pelletier hofft zudem mit der Rückkehr des Trios Bykow/Seydoux/ Wirz am kommenden Weekend gegen Davos (a) und die SCL Tigers im St. Leonhard auf den Turnaround. Nötig wäre es, denn das Selbstvertrauen von Sprunger und Co. sinkt mit jeder weiteren Niederlage. Caryl Neuenschwanders Aussage nach dem Match: «Wir müssen einfach weiter an uns arbeiten» – er gehörte übrigens gegen Zürich zu den besten Freiburgern – tönt in dieser tristen Zeit schon wie eine Durchhalteparole.

Von Müdigkeit eingeholt

Nach einer Druckperiode der Zürcher und dem frühen Führungstor von Jan Alston in Überzahl fingen sich die Saanestädter zu Beginn des zweiten Drittels auf und konnten innert gut zehn Minuten mit drei Treffern den Match scheinbar drehen.

Alle drei Tore gingen übrigens auf das Konto von Schweizer Spielern, was gleichzeitig schon viel über die erneut ungenügende Leistung des Sturmduos Meunier/Ulmer aussagt. Als dann aber der wie Seydoux vom SCB umworbene Verteidiger Blindenbacher in der 36. Minute im Powerplay zum 2:3 traf, schöpften die Zürcher, die am Vorabend spielfrei waren, neuen Mut. Für Coach Pelletier war dieser Treffer der Anfang vom Ende: «Statt mit zwei Toren Vorsprung ins letzte Drittel zu gehen, mussten wir plötzlich wieder zittern. Und in den letzten 20 Minuten wurde mein Team von der Müdigkeit eingeholt.» Dies nützte der ZSC, der nun ebenfalls nur noch mit drei Blöcken spielte, rigoros aus. Besonders Trudel und Monnet drehten nun mächtig auf und versetzten den Drachen mit ihren zwei Toren den Gnadenstoss. Das Anschlusstor von Montandon 44 Sekunden vor Spielende, als Caron einem zusätzlichen Feldspieler Platz gemacht hatte, war so gesehen nur noch Resultatkosmetik. Am Ende schaute für den Heimklub so eine weitere Niederlage heraus; im Gegensatz zu jener am Dienstag gegen Biel kam sie wenigstens mit Anstand zustande. Punkte und Moral gibts dafür aber auch keine.

Vorne besser, hinten schlechter

In Rapperswil am Freitag stand die Abwehr mit nur zwei Gegentoren relativ sicher, am Samstag gegen den Meister schoss man nach langem wieder einmal vier Tore, diesmal aber gabs hinten zu viele Löcher. Man müsse in den nächsten Spielen die optimale Balance zwischen Abwehrarbeit und Offensivrisiko finden, war der Tenor bei Sprunger und Pelletier. 42 Schüsse aufs eigene Tor sind in einem Heimspiel ganz einfach zu viel. Zum Glück hält Sébastien Caron im Moment zwischendurch auch ein paar «heisse» Dinger. Ein leichter Aufwärtstrend war auch im Überzahlspiel zu Beginn der Partie zu erkennen. In den entscheidenden Spielphasen ergeben sich dann aber diese Powerplaychancen nicht mehr. Im Gegenteil, Schiri Stalder unterschlug dem HCF sogar einen Penalty, als der durchgelaufene Meunier nur noch mit einem Foul von den Beinen geholt werden konnte. Aber meistens, wenns nicht läuft, kommt eben auch noch eine Prise Pech hinzu.

Musste man nach den Niederlagen gegen Biel und Rappi verlorenen Punkten nachtrauern, so kann man den Verlustgang gegen den ZSC in eine andere Sparte einordnen. Die Zürcher werden mit ihrem spielerischen Potenzial auch in dieser Spielzeit Ende Saison um den Titel kämpfen. Ob dies auch Gottéron zumindest im Playoff-Geschäft auch tun kann, steht im Moment auf einem anderen Blatt geschrieben. Eines ist sicher: Mit einem Defensivcenter wie Marc Chouinard hätte der HCF diesen Vorsprung im eigenen Stadion wohl nicht aus den Händen gegeben. Aber der lange Kanadier kehrt im Gegensatz zu anderen Spielern noch lange nicht aufs Eis zurück, und vielleicht auch deshalb muss Oldie Gil Montandon Sonderschichten und sogar Boxplay spielen. Und dass er dies weniger gut kann als Chouinard, hat das erste Gegentor leider zur Genüge bewiesen.

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