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Windenergie im Konflikt mit Vogelschutz

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Autor: karin aebischer

Das Baugesuch für die neun Windturbinen auf dem Schwyberg liegt seit dem 26. Juni 2009 öffentlich auf (siehe FN vom 27. Juni). Nun melden sich die Umweltverbände zu Wort. «Die Groupe E zwingt uns zur Einsprache», schreiben Pro Natura Freiburg, Mountain Wilderness, der ornithologische Verein Freiburg, der Schweizer Vogelschutz sowie die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz in einem Communiqué.

«Vorschnelles Vorgehen»

Der Windpark auf dem Schwyberg tangiere womöglich eine wichtige Vogelzugroute. Das Baugesuch der Groupe E liege jedoch ohne ornithologische Abklärungen auf. «Dies obwohl die Vogelschutzorganisationen die Initianten rechtzeitig informierten. Das vorschnelle Vorgehen und das Fehlen jeglicher Garantie, Optimierungs- und Ersatzmassnahmen zwingen die Verbände zur Einsprache wider Willen», betonen die Umweltorganisationen.

«Wider Willen, weil wir die Initiativen zur Senkung der CO2-Belastung, wie etwa die Förderung der erneuerbaren Energien, begrüssen», erklärte Elsbeth Flüeler, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness, am Donnerstag gegenüber den FN. Die Entwicklung dürfe jedoch nicht mangels ungenügender Abklärungen auf Kosten von Natur und Landschaft erfolgen.

Der Umweltverträglichkeitsbericht sei ansonsten umfassend und ausführlich, schreiben die Verbände. «Dennoch schleicht er sich am wichtigen Aspekt vorbei, dass dieser Voralpenregion aus ornithologischer Sicht eine grosse Bedeutung zukommt: Der Schwyberg liegt zwischen zwei Gebieten, die für einen starken Vogelzug bekannt sind», schreiben die Verbände. Der ornithologische Verein Freiburg habe die Initianten bereits vor zwei Jahren auf die möglichen Konsequenzen des Projekts auf die Vogelwelt aufmerksam gemacht. «Die Groupe E hat die Forderungen der Verbände nicht ernst genommen», sagt Michel Beaud, Vizepräsident des Vereins.

Über Einsprache erstaunt

Die Trägergesellschaft des Windparks, die Schwyberg Energie AG, zeigt sich erstaunt ob der Einsprache der Umweltverbände. «Der Schwyberg ist im Kantonalen Richtplan als prioritärer Standort für Windenergieanlagen vorgesehen. Ein minimaler Eingriff in die Umwelt erlaubt dort das Errichten von Windanlagen», erklärt Laurent Widmer, Pressesprecher der Groupe E, im Namen der Trägergesellschaft.

Dass man die Forderungen der Verbände nicht ernst genommen habe, treffe nicht zu. «Wir haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Umweltverbände und waren schon mehrmals mit ihnen in Kontakt», so Widmer. Im Umweltverträglichkeitsbericht werde auch vorgeschlagen, dass ab Herbst 2009 die Vogelwarte Sempach die Vogelzüge beobachte, um den Einfluss der Windräder auf das Zugverhalten der Vögel zu eruieren.

Studie kommt zu spät

Den Umweltverbänden reicht dies jedoch nicht. «Die Ergebnisse der Studie werden frühestens in einem Jahr vorliegen. Zu spät für eine Umsetzung, falls der Bau bereits aufgenommen ist», so Beaud.

«Projekte für erneuerbare Energien zu lancieren, scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein», meint Laurent Widmer dazu. Die Schwyberg Energie AG sei jedoch zuversichtlich, dass das Projekt realisiert wird. «Es ist ein Projekt von allgemeinem Interesse. Pro Jahr werden 9000 Haushalte mit grünem Strom versorgt».

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