Ski alpin 15.02.2018

Mehr Eventcharakter und ein Olympiasieger beim Europacup in Jaun

Drei Jahre nach der Premiere finden am Wochenende in Jaun wieder Europacup-Slaloms der Männer statt.

Die absoluten Top-Ski-Cracks messen sich derzeit in Pyeongchang. «The Best of the Rest» trifft sich am Freitag und Samstag in Jaun, wo zwei Europacup-Slaloms stattfinden. Mit dabei ist der Olympiasieger von 2010.

Die Skiwelt schaut dieser Tage nach Pyeongchang, wo die Olympischen Winterspiele stattfinden. In der Region Freiburg darf man den Blick morgen und übermorgen aber durchaus auch nach Jaun richten. Zum zweiten Mal nach 2015 finden dort zwei Europacup-Slaloms statt. Es ist gleichzeitig das zweite Mal überhaupt, dass im Kanton Freiburg Rennen der zweithöchsten internationalen Stufe stattfinden.

Razzoli bekanntester Name

Ein Nachteil, dass die Rennen ausgerechnet während Olympia stattfinden? «Ja und nein», sagt OK-Präsident Steve Pasquier. «Einerseits sind weniger Nationen dabei, da bei kleineren Ländern fast alle für Olympia selektioniert sind. Dafür haben wir von den grossen Nationen die besten Fahrer bei uns, die es nicht nach Pyeongchang geschafft haben.» Dazu gehören etwa die regelmässigen Weltcup-Fahrer Robin Buffet (Fra), Dominik Stehle (De) und Marc Digruber (Ö). Am Start sind auch 19 Schweizer Fahrer, unter anderem Marc Rochat, der ebenfalls bereits Weltcup-Rennen absolviert hat. Grösster Name auf der Startliste ist allerdings derjenige von Giuliano Razzoli. Zwar liegen die besten Tage des 33-jährigen Italieners schon ein paar Jahre zurück, dennoch ist sein Name im Skizirkus bekannt, holte Razzoli doch 2010 bei den Olympischen Spielen in Vancouver die Goldmedaille. Hinzu kommen zwei Weltcup-Siege und acht weitere Weltcup-Podestplätze.

Insgesamt starten im Greyerz über 80 Fahrer aus 13 Ländern.

Ohne Freiburger Fahrer

Während vor drei Jahren bei der Premiere in Jaun noch Fahrer wie Daniel Yule und Luca Aerni am Start waren, fehlen dieses Jahr indes die grossen Schweizer Namen. «Die Schweizer Topfahrer sind natürlich in Pyeongchang. In diesem Bereich ist es dann halt doch ein Nachteil, dass unsere Rennen während Olympia stattfinden», so Pasquier.

Freiburger Athleten sind ebenfalls keine mit dabei. Das Niveau der regionalen Slalom-Fahrer ist schlicht nicht gut genug, als dass sie von Swiss Ski selektioniert würden.

Trotzdem wollen die Veranstalter den Freiburger Skifans ein schönes Fest bieten. Das Team um Pasquier hat Wert darauf gelegt, dem Wettkampf mehr Eventcharakter zu verleihen. «Die Infrastruktur ist diesmal deutlich besser. Im Zielraum haben wir eine geheizte Kantine, es gibt eine grosse Bar und einen Grossbildschirm. Wir werden mehr Animation und so den Zuschauern ein schönes Erlebnis bieten.»

1000 bis 2000 Zuschauer pro Tag

2015 fanden an den beiden Renntagen insgesamt gut 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Weg auf die Piste «Schattenhalb», die übrigens die einzige Piste im Kanton ist, die für Europacup-Rennen zugelassen ist. Auf wie viele Zuschauer hoffen die Organisatoren dieses Mal? «Bei schönem oder schlechten Wetter?», fragt Pasquier zurück. Bisher sind die Aussichten für das Wochenende durchzogen. Sagen wir also bei durchzogenem Wetter. «Wir hoffen auf 1000 bis 2000 Personen pro Tag. Aber wie gesagt: Das einzige, das wir nicht beeinflussen können, ist das Wetter. Und das wird von entscheidender Bedeutung sein.» Der Eintritt zu den Rennen ist übrigens frei.

Rund 130 freiwillige Helfer werden am Wochenende pro Tag im Einsatz stehen. Es sei nicht allzu schwierig gewesen, diese zu finden. «Es gibt viele Skiclubs in der Region, die sich hilfsbereit zeigten.» Schliesslich ist es die Idee des Vereins «Ski-Europacup Freiburg», dem Skisport in der Region durch die Organisation der Events einen Schub zu verleihen – auch mit einer finanziellen Unterstützung. Das Budget in der Höhe von 180 000 Franken ist gedeckt, der resultierende Gewinn soll dem Skinachwuchs aus der Region zugutekommen.

Europacup in Jaun

Der Zeitplan

Das Programm von Freitag und Samstag (an beiden Tagen dasselbe Programm):

9.45: Abfahrt mit den «Flaggen der Nationen»

10.00: Erster Lauf

13.30: Zweiter Lauf (die 60 Bestklassierten des ersten Laufs)

14.30: Gleitschirm-Demonstration

14.45: Preisverleihung