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Winzerfest versucht einen Neuanfang

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Auch nächstes Jahr gibt es ein Winzerfest im Vully; und zwar am Wochenende des 23. und 24. September 2017. Das hat eine ausserordentliche Versammlung der Beteiligten letzte Woche in Praz beschlossen. Der Präsident des Organisationskomitees (OK), Fabrice Eichenberger, bestätigte auf Anfrage einen Artikel der Zeitung La Liberté. Es wäre die 37. Ausgabe des herbstlichen Anlasses, der traditionell in Praz stattfindet. Und wie Eichenberger festhält, hat sich das Konzept des Anlasses seit seiner Lancierung vor bald 40 Jahren nicht geändert.

Nach der letzten Ausgabe in diesem Herbst hatte es für das Fest schlecht ausgesehen. Laut Eichenberger brach der Umsatz der Stände gegenüber den Vorjahren um etwa 30 Prozent ein. Überhaupt sei ein stetiger Rückgang der Verkäufe und der Konsumationen festzustellen; auch die Zahl der Besucher sinke seit einigen Jahren, weiss der Unternehmer aus Sugiez. Selbst in Jahren mit gutem Wetter könne das Fest die Rekordwerte von früher nicht mehr erreichen. «So können wir nicht weitermachen», stellt Eichenberger klar. Von den rund 90 000 Franken im Budget des Anlasses seien etwa ein Drittel Fixkosten – etwa für Parkplätze, die Sicherheit und den Strom. «Diese Kosten fallen an, und wir müssen sie tragen, unabhängig von den Verkäufen.»

Rotstift ansetzen

Hier müsse das OK nun den Rotstift ansetzen, um die Ausgaben senken zu können. Es sei unumgänglich, diese festen Ausgaben im Budget schon nächstes Jahr um 10 000 bis 15 000 Franken zu senken. Andernfalls sehe es für die Zukunft des Festes nicht gut aus. «Das Ziel muss sein, dass wir weitermachen können.»

Dafür müsse man wesentliche Veränderungen am Konzept und an den Strukturen des Anlasses vornehmen, ist Eichenberger überzeugt. Deshalb nimmt das OK die Vereine in die Pflicht. Sie sollen unter anderem mithelfen, das Defizit zu decken. So schossen sie zusammen mit den Winzern schon dieses Jahr 13 000 Franken ein, damit die Rechnung des Anlasses ausgeglichen schliessen konnte. Das schlechte Wetter hatte sich laut Eichenberger verheerend auf die Einnahmen ausgewirkt (die FN berichteten). Statt wie in den Vorjahren 5000 und mehr kamen nur 2000 Besucher.

Die Vereine sollen sich noch stärker als bisher bei der Organisation von Veranstaltungen wie Konzerten engagieren, damit sich das OK schon nächstes Jahr aus diesem Bereich zurückziehen kann, so Eichenberger. «Sie müssen ihren Auftritt attraktiver gestalten und an ihren Ständen mehr anbieten.» Die Dorfvereine seien sich des Problems und ihrer Aufgaben durchaus bewusst, betont Eichenberger.

Termin vorverschoben

Während es nicht mehr möglich sei, das Fest von 2017 schon gänzlich auf den Kopf zu stellen, müsse es für 2018 von Grund auf neu überdacht werden. So betrachtet bleibe die zukünftige Gestaltung des Festes unklar. Nur indirekt mit den finanziellen Sorgen der Veranstaltung hängt die Verschiebung des Datums um eine Woche zusammen: Laut Eichenberger wollte das OK nicht mit der Murtner Gewerbeausstellung GAM konkurrenzieren, welche Mitte September stattfindet. Sollte das Fest tatsächlich ein neues Konzept erhalten, würde Eichenberger sich nach sechs Jahren an der Spitze des Organisationskomitees zurückziehen, um einen vollständigen Neuanfang zu ermöglichen.

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