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«Wir appellieren an die Vernunft der Leute»

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Nur selten dürften sich die Bürgerinnen und Bürger von Rechthalten und St. Ursen den Regen so sehr herbeigesehnt haben wie in diesen Tagen. Infolge der anhaltenden Trockenperiode richteten sich die Gemeinderäte von Rechthalten und St. Ursen am Mittwoch in einem Flugblatt an ihre Bevölkerung. Darin rufen sie zum Sparen von Trinkwasser auf. «Der Grundwasserspiegel ist auf ein sehr tiefes Niveau gesunken und die Ergiebigkeit der Quellen ist bereits stark zurückgegangen», schreiben die Gemeinderäte. 

«Wir stellen fest, dass im Moment extrem viel Wasser verbraucht wird», erklärt Walter Schafer auf Anfrage. «Grössere Mengen dürften derzeit gerade für das Giessen von Blumen und Gärten verwendet werden», vermutet der Gemeindeschreiber von Recht-halten. Der grosse Verbrauch führe dazu, dass sich das Wasserreservoir über Nacht nur mit Mühe auffüllen lässt. Walter Schafer rechnet damit, dass die Ergiebigkeit der Quellen noch weiter sinke, falls die Trockenperiode über längere Zeit anhalten sollte. «Dann müsste man das Wasser wohl rationieren», sagt der Gemeindeschreiber. «Ich hoffe wirklich, dass kein solches Szenario eintrifft. Selbst im Hitzesommer 2003 hat der Regen schliesslich doch noch eingesetzt.» Bis die prekäre Situation überwunden ist, haben die Gemeinderäte von Rechthalten und St. Ursen–gestützt auf ihre Wasserreglemente–Einschränkungen und Verbote erlassen. Diese gelte es «unbedingt einzuhalten», heisst es im Flugblatt. Neben dem Waschen von Fahrzeugen, dem Rasensprengen, dem Auffüllen von Schwimmbecken und dem Füllen von Güllefässern und Jauchgruben ist auch das Bewässern von Feldern verboten. Darüber hinaus müsse das Giessen von Gärten und Blumen ebenso wie der Gebrauch von Wasser auf Baustellen eingeschränkt werden. «Jede Wasserverschwendung im Allgemeinen ist zu vermeiden.»

Ob jemand, der sich den Verboten widersetzt, tatsächlich gebüsst werden könnte, kann Walter Schafer nicht mit abschliessender Gewissheit sagen: «Ich stelle mir das eher schwierig vor. Wir möchten mit dem Schreiben an die Vernunft der Leute appellieren.»

Kein Einzelfall

Die beiden Sensler Gemeinden sind nicht die einzigen im Kanton, die ihre Bevölkerung darauf aufmerksam machen, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen. Am Dienstag hat schon der Gemeinderat von Gurmels dahin gehend informiert. Und vor knapp zwei Wochen haben bereits die Gemeinderäte von Giffers und Tentlingen einen entsprechenden Aufruf gestartet. «Wir haben diesen Aufruf im Hinblick auf die anhaltende Trockenperiode als Vorsichtsmassnahme getroffen», erklärt Daniel Wyder auf Anfrage. Der für die Wasserversorgung zuständige Gemeinderat von Giffers sagt, dass der Wasserbezug seither spürbar zurückgegangen sei: «Der Grossteil der Bevölkerung hat sich den Aufruf zu Herzen genommen. Im Moment können wir den Bedarf deshalb gut abdecken.»

Keine besonderen Massnahmen müsse derweil die Stadt Freiburg treffen, wie Gemeinderat Thierry Steiert erklärt: «Mit den beiden Quellen Hofmatt und Tuffière können wir den Trinkwasserbedarf selbst bei längeren Trockenperioden decken. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden unseres Kantons hat die Stadt zudem kaum landwirtschaftliche Betriebe, die grosse Wassermengen verbrauchen.»

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