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«Wir dürfen nicht alles infrage stellen»

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Gut gespielt, aber doch verloren–so lässt sich der Auftritt des SC Düdingen vom letzten Samstag im Schweizer Cup gegen Cham in wenigen Worten zusammenfassen. Obwohl die Sensler den Zugern während des ganzen Spiels ebenbürtig waren und sich in der Schlussphase des Spiels gar ein Chancenplus erarbeitet hatten, mussten sie nach 90 Minuten mit einer 1:2-Niederlage vom Platz. Die Partie in Cham offenbarte wie schon in den beiden Meisterschaftspartien davor, in denen der SCD einmal verlor und einmal unentschieden spielte, warum die Sensler trotz an sich guten Leistungen am Ende doch mit praktisch leeren Händen dastehen.

Zu viele Eigenfehler

«Wenn man in der Verteidigung so viele Geschenke macht, wie wir momentan, dann kann man noch so gut spielen, ein Sieg ist so unmöglich», ärgert sich Trainer Martin Lengen. Zweimal hatten seine Mannen im Cupfight nach Flankenbällen im Strafraum die Herrschaft über den Ball verloren, beide Male nutzte Cham die Unzulänglichkeiten in der Sensler Hintermannschaft zu Toren. «Die sechs Gegentreffer, die wir bisher erhalten haben, kamen allesamt nach Eigenfehlern zustande», sagt Lengen.

Von der Souveränität, mit der Düdingens Verteidigung in der letzten Saison ihre Gegner zur Verzweiflung gebracht hatte–nur drei Teams hatten weniger Gegentore kassiert als der SCD–ist momentan wenig zu sehen. «Fehler passieren, das ist normal. Würde niemand Fehler machen, würden keine Tore fallen. Die Häufigkeit der Fehler gibt mir allerdings zu denken.» Eine Erklärung, warum die Fehlerquote seines Teams momentan so hoch ist, hat Martin Lengen nicht. «Im letzten Jahr haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können. Warum nun plötzlich Spieler den Ball unterlaufen, ist mir ein Rätsel. Als Trainer kann ich während eines Spiels nur bedingt Einfluss darauf nehmen. Jeder Spieler muss sich selber an der Nase nehmen und dafür sorgen, dass er keine Schnitzer mehr produziert. Sehr oft ist es eine Frage der Konzentration. Diese Fehler müssen wir unverzüglich stoppen.»

Wer schiesst die Tore?

Nach der grandiosen Saison 2013/14 und dem haarscharf verpassten Aufstieg sind vor allem die Erwartungen an die Düdinger Offensive hoch. 46 Tore in 24 Spielen, keine andere Mannschaft war letzte Saison so torgefährlich wie jene vom Birchhölzli. Die bisherige Bilanz von vier Toren in drei Partien ist zwar nicht so schlecht, aber auch nicht gut genug, um in der vorderen Tabellenhälfte mitzumischen. Den Abgang von Abdoulaye Koné–dem erfolgreichsten Sensler Torschützen der vergangenen Spielzeit–hat der SCD (noch) nicht kompensieren können. Im Gegenteil: Durch den Abgang von Ermin Gigic (die FN berichteten), auf dem die Sensler Hoffnungen in der Offensive ruhten, hat das Team von Martin Lengen auch seinen zweitgefährlichsten Stürmer verloren. «Natürlich ist es etwas unglücklich, wenn man seine zwei Goalgetter aufs Mal verliert. Nun liegt es an den anderen Spielern, in die Bresche zu springen. Jetzt haben sie die Möglichkeit, zu zeigen, was sie drauf haben. Es sind aber nicht bloss die Stürmer gefordert, das ganze Team muss sich in der offensiven Bewegung verbessern.»

Mit der Verpflichtung von Gentjan Zuta–der Flamatter spielte zuletzt als Profi beim SC Pfullendorf in der Deutschen Oberliga, hofft Düdingen seine offensiven Probleme in den Griff zu bekommen. Der 22-jährige offensive Mittelfeldspieler ist aber zumindest diese Woche noch nicht für den SC Düdingen spielberechtigt.

Heute gegen Stade-Lausanne-Ouchy

Der Saisonstart ist den Düdingern zwar misslungen, Martin Lengen ist aber optimistisch. «Wir dürfen jetzt nicht alles infrage stellen. Gegen Cham haben wir einen klaren Aufwärtstrend gezeigt. Wenn wir so weiterfahren und unsere Eigenfehler ausmerzen, geht es rasch bergauf.»

Die nächste Möglichkeit, den Aufschwung einzuleiten, bietet sich dem SCD heute Abend (20.30 Uhr) auf dem Birchhölzli gegen Stade-Lausanne-Ouchy. Die Waadtländer, auf diese Saison hin von der 2. Liga interregional in die 1. Liga aufgestiegen, haben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Nach zwei Partien weisen sie zwei Siege auf und haben als einziges Team der Liga noch keinen Gegentreffer erhalten. «Die Mannschaften aus der Region Waadt und Genf rüsten erfahrungsgemäss mächtig auf, wenn sie aufsteigen. Das konnte man auch letztes Jahr bei Azzurri 90 Lausanne beobachten. Unser Gegner wird nach dem Aufstieg und dem gelungenen Saisonstart mit viel Euphorie antreten, da gilt es für uns, bereit zu sein.»

«Jeder Spieler muss sich selber an der Nase nehmen.»

Martin Lengen

Trainer SC Düdingen

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