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«Wir haben es in den eigenen Füssen»

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«Ich kann mich nicht erinnern, wann der Abstiegskampf zum letzten Mal so spannend war wie jetzt», sagt Frédéric Piller, Captain des SC Düdingen. Sein Team und sechs andere Mannschaften müssen in den verbleibenden drei Meisterschaftsrunden noch um den Klassenerhalt zittern. Selbst das achtplatzierte Etoile Carouge, das sieben Punkte vor dem Tabellenletzten Freiburg liegt, kann sich noch nicht in Sicherheit wähnen. Und da in den ausstehenden Runden noch zahlreiche Direktbegegnungen zwischen den Abstiegskandidaten auf dem Programm stehen, deutet alles darauf hin, dass die Entscheidung am 1.Liga-Strich erst in der 26. und letzten Meisterschaftsrunde fallen wird.

Zahlreiche Trainerwechsel

Am Montag hatte der SC Düdingen nach der fünften Niederlage in Folge (0:2 in Naters) seinen Trainer Martin Lengen «beurlaubt». Der SCD ist indes nicht der einzige Verein, bei dem die Nerven angespannt sind: Von den Mannschaften auf den Plätzen acht bis zwölf hat einzig das Team Waadt seinen Coach noch nicht ausgewechselt. Auch Christian Zermatten musste beim FC Freiburg seine Sachen am Montag packen, so wie wenige Tage zuvor Jean-Philippe Karlen beim FC La Sarraz-Eclépens. Bei Vevey Sports wurde der Trainer Mitte April vor die Türe gesetzt, in Naters zum Rückrundenstart. Und Etoile Carouge hatte bereits Ende September die Handbremse gezogen. Zumindest bei den Genfern hat sich der Trainerwechsel ausbezahlt: Carouge hat sich unter Claudio Morelli vom letzten Platz auf Rang acht vorgearbeitet.

Gleiches erhofft man sich nun auch beim SC Düdingen, wo Joël Durret und Cédric Liechti als Trainergespann die Kohlen aus dem Feuer holen sollen. «Ich war sehr überrascht, als ich von der Beurlaubung von Martin Lengen erfahren habe», gibt «Freddy» Piller zu. «Dass wir uns momentan in einer misslichen Situation befinden, ist nicht seine Schuld. Diesen Mist haben wir Spieler uns eingebrockt.»

Kämpfertypen sind gefragt

Verschuldet hat Düdingen seine Abstiegssorgen in erster Linie mit dem fehlenden Kämpferherzen. Einsatz, Wille, Fleiss, Hartnäckigkeit – alle die Tugenden, die den SCD in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hatten – suchte man zuletzt bei mehreren Spielern vergebens. Und bei einigen auswärtigen Leistungsträgern wurde man den Eindruck nicht los, dass sie sich nicht (mehr) mit dem Verein identifizieren und entsprechend auch nicht bereit waren, sich für das Team aufzuopfern – anders lassen sich die teils lustlosen Auftritte nicht erklären. «Es betrifft alle, die Jungen und die Alten, die Auswärtigen sowie die Einheimischen», sagt Captain Piller. «Der fehlende Einsatz ist ein Thema, dass wir mit ‹Tinu› (Martin Lengen) x-mal diskutiert haben, auch schon in der Vorrunde. Es darf einfach nicht passieren, dass wir erneut an diesen Punkt gelangen und einige den Willen vermissen lassen.»

Gefragt sind in Düdingen ab sofort Kämpfertypen – so wie Frédéric Piller einer ist. Der 27-Jährige bestreitet beim Birchhölzli-Team seine fünfte 1.Liga-Saison und ist hinter Elvis Corovic der dienstälteste Spieler. Allerdings konnte auch Piller seinem Team in der Rückrunde nicht die nötigen Impulse verleihen. Wegen eines Innenbandrisses im rechten Knie verpasste er die komplette Rückrunden-Vorbereitung und war lange zum Zuschauen verdammt. «Es war für mich ungewohnt, nicht spielen zu können», blickt Piller zurück. «Ich hatte vorher nie länger als eine Woche verletzungshalber gefehlt. Nun musste ich alleine im Fitnessraum schwitzen und wochenlang von oben zusehen, wie die anderen unten auf dem Rasen trainierten und es zusammen lustig hatten. Das war eine schwierige Situation.»

Nach seinem Comeback musste sich der quirlige Spielmacher vorerst mit Teileinsätzen zufriedengeben. «Ich hatte gehofft, früher wieder durchspielen zu können. Ich will nach einem Match kaputt sein, nicht bloss erschöpft. Wer in der Stammformation steht, das entscheidet allerdings der Trainer.»

«Ein Ruck ging durchs Team»

Das beste Team auf den Platz zu stellen, das ist seit Anfang Woche die Aufgabe der Interim-Coaches Joël Durret und Cédric Liechti. Dass die beiden in den verbleibenden drei Wochen nicht die ganze Mannschaft umkrempeln und die Taktik von Grund auf ändern können, liegt auf der Hand. Für Experimente bleibt keine Zeit – Siege müssen her, und zwar sofort. «Nach dem Trainerwechsel ist ein Ruck durch das ganze Team gegangen», sagt Piller. «‹Tinu› ist ein super Typ, und er hat immer gute Trainings vorbereitet. Dennoch hat sich bei einigen Spielern eine gewisse Sättigung eingestellt, was durchaus vorkommen kann, wenn man viermal pro Woche miteinander trainiert. Die neuen Trainer haben frische Impulse reingebracht.»

Besonders bei den jungen Spielern habe der Trainerwechsel einiges bewirkt, findet Frédéric Piller. «Aber nicht nur die Jungen geben richtig Gas. Alle, insbesondere jene, die unter dem bisherigen Trainer weniger zum Zuge gekommen sind, wollen ihre Chance wahrnehmen und sich für einen Einsatz aufdrängen.» Das habe den Konkurrenzkampf wieder belebt, was sich positiv auf die Trainingsqualität auswirke.

«Spannung liegt in der Luft»

«Diese Woche hat an den Trainings eine ganz besondere Atmosphäre geherrscht,» sagt Frédéric Piller. «Alle waren sehr fokussiert, konzentriert und voller Tatendrang. Es lag die ganze Zeit eine Spannung in der Luft, so wie damals, als wir die Aufstiegsspiele zur Promotion League bestritten.»

Ob das ein gutes Omen ist? Im entscheidenden Duell um den Aufstieg mussten die Düdinger seinerzeit als Verlierer vom Platz. Frédéric Piller ist überzeugt, dass sein Team diesmal jubeln wird. «Der Druck auf unseren Schultern ist gross. Dennoch werden wir all unseren Kritikern zeigen, dass wir noch leben, und wir werden als Team den Ligaerhalt schaffen.» Man habe den Vorteil, dass man über dem Strich klassiert sei und den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen könne: «Wir haben es in den eigenen Füssen. Zudem treten wir zweimal zu Hause an.»

Freier Eintritt gegen Carouge

Damit der Heimvorteil im heutigen Spiel gegen Etoile Carouge (17.30 Uhr, Birch­hölzli) auch wirklich zum Tragen kommt, offeriert der SCD allen Zuschauern freien Eintritt. «Wir hoffen, dass möglichst viele Leute ins Stadion kommen, um unsere Mannschaft anzufeuern», sagt Beat Hirschi, Co-Präsident des SCD.

FC Freiburg

Schwierige Feuertaufe für Trainer Ismaël Djelid

Wie der SC Düdingen steckt auch der FC Freiburg in der 1. Liga voll im Abstiegskampf. Das Team aus der Saanestadt liegt auf dem letzten Platz und weist drei Runden vor Schluss zwei Punkte Rückstand auf den Strich aus. Während der Kantonsrivale vom Birchhölzli den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen kann, sind die Pinguine auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

Schwerer Gang zum Leader

Angesichts dieser wenig berauschenden Aussichten hat man am vergangenen Montag beim Tabellenschlusslicht Trainer Christian Zermatten entlassen. Als Interim-Trainer für die verbleibenden drei Spiele hat der FC Freiburg Ismaël Djelid engagiert. Der 49-Jährige erlebt seine Feuertaufe heute Samstag (17.30 Uhr) ausgerechnet beim unangefochtenen Leader Yverdon Sport. «Ich habe seit Tagen nur diesen Match im Kopf», sagt der Freiburger Hoffnungsträger. «In dieser Woche habe ich vor allem versucht, bei den Spielern den mentalen Knopf zu lösen. Und ich habe der Mannschaft klargemacht, dass jeder Einzelne Verantwortung trägt und dass sich jeder dieser stellen muss. Eine ganze Stadt und ein grosser Teil des Kantons zählt auf die Jungs.»

Das Hinspiel gegen Yverdon hat der FC Freiburg zu Hause nur knapp mit 0:1 verloren.ms

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