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Wir haben hier ein Bijou einer Anlage, und der gan

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: walter buchs

Wir haben hier ein Bijou einer Anlage, und der ganze Kanton Freiburg kann stolz darauf sein.» Dies sagt Geschäftsführer Gabriel Nussbaumer im Gespräch mit den FN vor den imposanten Installationen der Kehricht- und Klärschlammverbrennungsanlage (Saidef AG) in Châtillon bei Posieux. Hier wird der Haushaltabfall aus allen Freiburger Gemeinden verwertet (siehe Kasten).

Technisch aufgerüstet

Grund seines Stolzes ist die Umsetzung einiger Projekte. Beim Bau des zweiten Ofens im Jahr 2006 wurde entschieden, das Rauchgas in den bestehenden Filter zu leiten und dort zu behandeln. So wurden Investitionen in der Höhe von rund drei Millionen Franken gespart.

Dies hatte aber dazu geführt, dass die Produktionskapazität beider Öfen reduziert werden musste. Die laufend durchgeführten Analysen haben zudem gezeigt, dass Umweltauflagen nicht eingehalten werden konnten. «Der Verzicht auf die Investition in einen zweiten Filter und einen zweiten Kamin hatte zur Konsequenz, dass weniger Dampf und damit weniger Strom produziert wurde. Damit entgingen dem Betrieb mögliche zusätzliche Einnahmen», gibt Gabriel Nussbaumer zu bedenken.

Nun sind die Produktionslinien «Haushaltabfall» (KVA) und «Klärschlammverbrennung» (SVA) technisch vollständig getrennt worden, und es sind über fünf Millionen Franken in einen neuen Filter und einen neuen, optisch kleineren Kamin investiert worden. Mit grosser Genugtuung gibt der Geschäftsführer bekannt, dass die neuen Anlagen seit diesem Monat in Betrieb sind.

Dies hat es erlaubt, die Produktion auf die Kapazität der Öfen hochzufahren. «Damit kann nicht nur mehr Abfall verwertet werden. Wir können die Stromproduktion bedeutend steigern, was auch spürbar mehr Einnahmen bringt», sagt Gabriel Nussbaumer. Wie ein Blick im Kommandoraum zeigte, gibt die vom erzeugten Dampf betriebene Turbine eine Leistung von über neun Megawatt (MW) ab gegenüber gut sieben MW vorher.

Abfall: ein wertvoller Rohstoff

«Werk für Thermische Verwertung der Abfälle» (WTVA) nennt sich der Betrieb der Saidef gemäss Jahresbericht. Diese Bezeichnung drückt auch die Philosophie von Geschäftsführer Nussbaumer aus: «Abfälle sind für uns Rohstoff, Produkte am Ende ihres Lebenszyklus.» Aus der Not (die Abfälle verbrennen zu müssen) werde eine Tugend (d. h. Energieproduktion in Form von Fernwärme und Strom) und so werde der Lebenszyklus der verwerteten Produkte geschlossen. Die Sparkultur, die in unserer Wohlstandsgesellschaft noch vermehrt zu einem sorgsameren Umgang mit den Rohstoffen führen müsse, komme hier zum Tragen.

Gabriel Nussbaumer ergänzt, dass die leistungsfähigeren Anlagen heute auch ökologischer seien. So konnte der Staub aus der Schlacke, der sich früher auf dem ganzen Betriebsgelände niedersetzte, eliminiert werden. Der Einsatz von Containern und Förderanlagen hat das möglich gemacht. Während das Abwasser aus der Rauchgaswaschung in den vergangenen Jahren einen viel zu hohen Ammoniumgehalt hatte, sei dies heute nicht mehr der Fall. Dies habe einen weiteren positiven Effekt: Das im SVA-Filter gewonnene Ammoniak könne im KVA-Filter zur Rauchgaswaschung benützt werden und führe so zu einer Einsparung beim Ammoniakzukauf.

Noch Potenzial vorhanden

«Wir werden mit den Abfällen noch mehr machen können. Hier liegt für die Zukunft noch etwas drin; man muss nur daran glauben,» gibt sich Gabriel Nussbaumer überzeugt. So könne beispielsweise die Abwärme noch besser genutzt werden. Ein Zukunftsprojekt ist dabei die Einrichtung eines Tropenhauses auf dem Dach des Gebäudes, in dem sich die Filteranlagen befinden, welche viel, grösstenteils noch ungenutzte Wärme abgeben.

«Der nächste Schritt wird sein, noch etwas aus der Schlacke herauszuholen», verrät der Geschäftsführer weiter. Heute wird die Schlacke, das Endprodukt nach dem Verbrennungsprozess, in einer Deponie bei Châtillon entsorgt. Man will prüfen, ob eine (Teil-)Verwendung, beispielsweise als Schotter im Strassenbau, möglich ist, wie das andere Länder bereits tun. Zudem hat sich gezeigt, so Nussbaumer, dass die Schlacke phosphorhaltig ist. Diesen Phosphor möchte man gewinnen und dann als Dünger wiederverwerten.

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