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«Wir haben noch ein Polster»

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Anders als viele andere Gemeinden, allen voran Freiburg, kann die Gemeinde Marly nicht von steigenden Steuereinnahmen profitieren. Im Gegenteil: Gegenüber 2017 sanken sie sogar leicht. An der Generalratssitzung vom Mittwochabend zeigte Finanzvorsteher Jean-Pierre Oertig (FDP) anhand von Grafiken die Negativentwicklung der Steuereinnahmen in der Gemeinde auf. Demnach stagnieren die Erträge bei den Einkommens- und Vermögenssteuern von natürlichen Personen seit 2014, die Gewinnsteuern von Unternehmen liegen gegenüber 2014 ebenfalls tiefer, das Gleiche gilt für die Kapitalsteuern. Dieser Umstand, zusammen mit einer höheren Belastung bei den gebundenen Ausgaben, führte dazu, dass die Rechnung 2018 ein Defizit von 880 000 Franken aufweist. Dies bei Einnahmen von gut 38,5 Millionen Franken. Damit fällt der Verlust zwar weniger hoch aus als erwartet – das Budget 2018 sah ein Minus von 1,4 Millionen Franken vor. «Dennoch ist es unerfreulich», bemerkte Oertig. Marly gehöre damit beim Finanzausgleich mehr denn je zu den Nehmergemeinden.

Trotz dieser Situation zieht Oertig noch nicht die Alarmglocken. «Eine Steuererhöhung ist nicht angezeigt.» Zuversichtlich stimmen den Gemeinderat verschiedene Faktoren: Zum einen wird noch in diesem Jahr ein Bankdarlehen über 540 000 Franken fällig, sodass es die Gemeindekasse künftig nicht mehr belasten wird. Im weiteren werden verschiedene Investitionen, die im Budget 2019 vorgesehen sind, im laufenden Jahr nicht voll ausgeschöpft werden, etwa Ausgaben für den Bau eines dritten Schulzentrums. «Wir haben also noch ein Polster», sagte Oertig. Nicht zu vergessen sei die Ankunft neuer Steuerzahler im Wohnquartier Moraty, wo noch in diesem Jahr 18 Wohnungen bezugsbereit werden, weitere 18 folgen. Neue Einwohner gibt es auch an der Pfaffenwilstrasse.

Oertig hofft zudem, dass Marly dank den Ausgleichszahlungen, die es wegen der zu erwartenden Mindereinnahmen aufgrund der Steuerreform bekommen wird, genügend Zeit hat, um selber wieder auf die Beine zu kommen. Denn mit den neuen Quartieren beim MIC und auf dem ehe­maligen Industriegelände Winck­ler werden ebenfalls neue Steuerquellen erschlossen. Der Generalrat hiess die Rechnung 2018 einstimmig gut.

Die Parlamentarier genehmigten im weiteren 933 000 Franken zur Fertigstellung der Kita-Räume im Gebäude Pré Zurthanen. Würde nämlich die Pensionskasse als Bauherrin der dortigen Seniorenwohnungen dafür aufkommen, fielen die Mietkosten ungleich höher aus.

Schliesslich wählte der Generalrat von Marly Sylvain Grandjean (SP) zum neuen Rats­präsidenten und Séverine Lago (CVP) zur Vizepräsidentin. Grandjean folgt auf Vincent Adamo von der FDP.

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