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«Wir haben uns vom Volk entfernt»

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Untertitel: Grossratspräsident Charly Haenni zieht nicht nur eine positive Bilanz

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

«Ich musste feststellen, dass sich nur wenige Leute für unsere Arbeit interessieren. Wir haben uns vom Volk entfernt», gab er in seiner Ansprache am Schluss der Dezember-Session zu bedenken. «Mehr als einmal musste ich die Existenzberechtigung des Kantonsparlamentes verteidigen», fuhr er fort.

Die Macht gehört dem Staatsrat

Zweifel hegte er auch bezüglich Zukunft der parlamentarischen Arbeit. «Ich bestätigte, und das ist gut so, dass die Macht fast ausschliesslich in den Händen der Regierung liegt. Aber ich ergänze sogleich: Wir haben einen effizienten Staatsrat», meinte er und kam zur Überzeugung, dass die Politik immer mehr von der Exekutive gemacht wird. «Wir müssen uns als Grosser Rat nicht mehr die Frage nach dem Warum stellen, wir prüfen nur noch das Wie», hielt er fest und gab zu verstehen, dass die Rolle des Parlaments neu definiert werden müsse.

Druck nicht nachgeben

Laut Charly Haenni muss das Amt des Grossrats an Glaubwürdigkeit und Bedeutung gewinnen. «Es ist unabdingbar, dass jeder Grossrat sein Amt in voller Freiheit ausüben kann, ohne unter Druck zu stehen, weder vom Arbeitgeber noch von Verbänden oder Gruppen», betonte er.

Nach dem Besuch von 199 Anlässen und nach seinen 68 Reden als Grossratspräsident werden aber viele positive Erinnerungen bleiben. «Heute liebe ich meinen Kanton noch mehr als vorher, denn seine Einwohner sind von reicher Natur. Ich konnte tausend Kontakte und Freundschaften knüpfen.» Wie er sagte, traf er Leute an, die im Dorfleben gut verankert, traditionsverbunden, aber auch offen sind für das Moderne, für die Fusionen z.B., sofern sie gut vorbereitet wurden. «Es wird an uns Grossräten sein, eine neue Verbindung mit diesen grösseren Gemeinden zu schaffen», freute er sich auf die künftigen Aufgaben des Parlaments.

Ein Präsident mit grossem Stil

Die anwesenden Grossrätinnen und Grossräte verlangten mit ihrem nicht enden wollenden Applaus fast eine Zugabe, als Charly Haenni seine Rede schloss. Sie dankten ihm so für seine immense Arbeit, die er während des Präsidialjahres geleistet hat. Er leitete aber auch die Sitzungen im Grossen Rat bestens, wie dies sein Nachfolger Rudolf Vonlanthen hervorzuheben wusste. «Er fand immer den richtigen Ton», hielt er fest und würdigte ihn als Präsident mit viel Charisma, Stil und Würde, der aber den Humor nie vergass.

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