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«Wir holen den zweiten Sitz»

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Die SVP des Kantons Freiburg geht zuversichtlich in die eidgenössischen Wahlen. «Wir holen den zweiten Nationalratssitz», sagt Roland Mesot, Präsident der Kantonalpartei. Ob das nun auf Kosten der SP oder auf Kosten der CVP gehe, sei egal: «An sich erobern wir lieber den Sitz der Linken, aber wir nehmen auch den Sitz der CVP.» Seine Partei hätte gerne eine rechte Allianz für die eidgenössischen Wahlen am 18. Oktober geschmiedet. «Aber die CVP sträubte sich dagegen.» Für die Ständeratswahl spanne diese sogar mit einer linken Partei, der GLP, zusammen. «Darum haben wir keinerlei Skrupel, sollten wir der CVP den zweiten Sitz abspenstig machen.»

Bei den eidgenössischen Wahlen 2011 habe seine Partei besser abgeschnitten als die CVP, sagt Mesot. «Die CVP konnte damals ihren zweiten Nationalratssitz nur mit Stimmen aus Listenverbindungen halten.» Die SVP sei seither noch stärker geworden–daher sei er sehr optimistisch, sagt Mesot.

In der Tat hat die SVP bei den letzten Wahlen die CVP auf den dritten Rang verdrängt: Mit 21,4 Prozent Wähleranteil war die Schweizerische Volkspartei 2011 hinter der SP die zweitstärkste Partei im Kanton Freiburg. Bei beiden vorherigen Wahlen hatte die SVP jeweils den dritten Platz erreicht.

Die einzige Frau auf der SVP-Liste ist Strahlefrau Katharina Thalmann. Als Grossratspräsidentin hat die Murtnerin ihrer Partei im vergangenen Jahr ein sympathisches Gesicht verliehen. Sonst aber hapert es mit Frauen bei der SVP. «Ich weiss auch nicht, woran das liegt», sagt Mesot. «Vielleicht ist es schwierig für die Frauen, sich in unserer relativ jungen Partei einen Platz zu erkämpfen.» Er tröstet sich damit, dass es anderen bürgerlichen Parteien nicht besser geht und viele Listen nur eine Frau präsentieren.

Die SVP stellt auch einen Ständeratskandidaten–nicht etwa den langjährigen Nationalrat Jean-François Rime, sondern Emanuel Waeber. Der Sensler Grossrat hat bereits vor vier Jahren für den Nationalrat kandidiert. Damals landete er auf dem vierten Listenplatz. Nun erhält er durch seine Kandidatur für den Ständerat mehr Aufmerksamkeit. «Wir geben alles für die Ständeratswahl», sagt Mesot. Er räumt aber ein, dass es für die SVP sehr schwierig wird, einen Sitz in der kleinen Kammer zu holen.

«Wir wollen im Nationalrat zu einer bürgerlichen Mehrheit beitragen», sagt Roland Mesot zu den Zielen der Freiburger SVP-Delegation im Bundeshaus–«und wir wollen eine rechte Mehrheit im Bundesrat erreichen, mit einem zweiten SVP-Bundesrat.» Mesot ist es auch wichtig, dass die Freiburger SVPler unter der Bundeshauskuppel die Freiburger Interessen verteidigen, «auch wenn dies einmal gegen die Parteimeinung geht».

Die SVP Schweiz stellt die Asylfrage ins Zentrum ihrer Wahlkampagne. Sie fordert Gemeinderäte auf, sich gegen die Eröffnung neuer Asylzentren in ihren Gemeinden zu wehren. Die SVP Freiburg folgt diesem Aufruf nicht systematisch. «Wir haben uns nicht gegen die geplanten Zentren in der Guglera in Giffers oder in Grolley gestellt.» Hingegen hätten Grossräte dem Staatsrat Fragen dazu gestellt. «Wir entscheiden von Fall zu Fall, ob wir intervenieren oder nicht.»

Die SVP hatte Erfolg mit der Masseneinwanderungsinitiative, welche die Zuwanderung mithilfe von Kontingenten begrenzen will. Die Verhandlungen mit der EU sind zäh. «Ich stehe hinter den Bilateralen Verträgen mit der EU», sagt Mesot. Die Initiative müsse aber umgesetzt werden: «Wenn wir keine Einigung mit der EU finden, ist die Initiative wichtiger als die Bilateralen.» Mesot zeigt sich überzeugt, dass die Bilateralen nicht nur der Schweiz dienen, sondern auch den EU-Staaten. «Darum haben alle ein Interesse daran, eine Lösung zu finden.»

Ein wichtiges Thema in Bern ist auch die Energiewende. «Ein rascher Atomausstieg ist nicht möglich», sagt Mesot. «Das wäre ein Fehler und total verlogen.» Die Gesellschaft verbrauche immer mehr Energie; würden die Atomkraftwerke abgestellt, würde die Schweiz Energie aus dem Ausland beziehen, sagt Mesot. «Nur mit erneuerbaren Energien können wir unseren Bedarf nicht decken.» Ihm sei es lieber, die Schweizer Atomkraftwerke laufen zu lassen, anstatt Atomstrom aus Frankreich oder gar Strom aus umweltverschmutzenden Kohlekraftwerken in Osteuropa zu importieren.

Die FN präsentieren die Ausgangslagen der Listen für dieNationalratswahlen.Bisher erschienen: CSP (9.9.), CVP (12.9.), FDP (14.9.), Grüne (16.9.), GLP (19.9.) und SP (21.9.).

Bisher

Jean-François Rime

Der 65-jährige Jean-François Rime sass von Juni 1989 bis Februar 1991 im Gemeinderat von Bulle–damals noch der Familientradition entsprechend als Freisinniger. 2002 wechselte er von der FDP zur SVP, für die er bei den Parlamentswahlen 2003 in den Nationalrat gewählt wurde. Er beendet diesen Herbst seine dritte Legislatur als Nationalrat. Im September 2010 und im Dezember 2011 war er Bundesratskandidat. Der Greyerzer ist Unternehmer in der Holzindustrie; er besitzt die Firmen Despond SA, die Sagérime AG und die Architecture Paysagère SA. Von 2008 bis Mai 2015 war Rime Präsident des Verbands Holzindustrie Schweiz (HIS); seit Mai 2012 ist er Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv). Rime lebt in Bulle, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Als Hobbys gibt der Romand Reiten, Jagen, Skifahren und Reisen an.njb/Bild zvg

Neu

Emanuel Waeber

Der 57-jährige Emanuel Waeber aus St.Antoni sitzt seit 2006 im Grossen Rat–allerdings erst seit 2011 für die SVP. Zuvor gehörte er der CVP an und war gar deren Kantonalpräsident, bevor er die Partei wechselte. Seit dem Parteiwechsel ist er Fraktionspräsident der SVP. Der Sensler tritt sowohl für den Nationalrat als auch für den Ständerat an. Der Betriebsökonom ist Verwaltungs- und Finanzdirektor sowie stellvertretender Generalsekretär der Ärztegesellschaft FMH. Er ist zudem Beirat der kantonalen Steuerexperten der Vereinigung der Privaten Aktiengesellschaften. Als Unihockey-Präsident, ehemaliger Pfarreipräsident und Oberstleutnant ist er Mitglied in verschiedenen kulturellen, sportlichen und gemeinnützigen Vereinen und Organisationen. Emanuel Waeber ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er fährt Ski und wandert gerne.njb/Bild zvg

Neu

Katharina Thalmann-Bolz

Die Murtner Gemeinderätin und Primarlehrerin Katharina Thalmann-Bolz kandidiert erstmals für den Nationalrat. Die Hauptanliegen der letztjährigen Grossratspräsidentin sind Neutralität, Bildung, Familie, Föderalismus und Unabhängigkeit. «Zusammen, mit Respekt und Toleranz, werden wir unsere Ziele erreichen», hatte sie an der Nominationsveranstaltung der SVP im Mai gesagt. Seit 1999 übt sie ihren Beruf als Lehrerin parallel zur Politik in einem Teilzeitpensum aus. Katharina Thalmann war von 1986 bis 2001 Generalrätin von Murten; sie präsidierte den Generalrat auch. Zudem war die Seebezirklerin Verfassungsrätin. Seit 2007 sitzt sie im Kantonsparlament. Die 58-Jährige ist in zweiter Ehe mit einem Berufsoffizier verheiratet und Mutter zweier erwachsener Töchter. Ihre Hobbys sind Skifahren, Kochen, die Gartenpflege und Lesen.njb/Bild zvg

Neu

Ruedi Schläfli

Ruedi Schläfli, der 41-jährige Landwirt und Schwinger aus Posieux, der auf Facebook als Lieblingsmusik DJ Ötzi angibt, sitzt seit vier Jahren im Grossen Rat. Bei seiner Nomination für die Nationalratsliste der SVP versprach er, sich für die Landwirtschaft, aber auch für das duale Bildungssystem, Kultur und Sport und die Sicherheit zu engagieren. Der zweifache Vater will sich in Bern für die Wirtschaft einsetzen, vor allem für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zudem möchte der Saanebezirkler, dass sich die Bevölkerung überall sicher fühlen kann. Als Hobbys nannte er die Imkerei, Reisen und Kochen – «was man sicher auf den ersten Blick sieht», wie er scherzend sagte. Schläfli engagiert sich in seiner Freizeit beim Eidgenössischen Schwingerverband; regelmässig organisiert er Schwingfeste auf dem elterlichen Hof in Posieux.njb/Bild zvg

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Pierre-André Page

Er stellt sich bereits zum vierten Mal als Nationalratskandidat zur Verfügung–bisher immer erfolglos: Der SVP-Grossrat Pierre-André Page aus Châtonnaye. Der 54-Jährige hatte 2006 und 2011 zudem vergeblich bei den Staatsratswahlen kandidiert. Page war von 1991 bis 2006 Gemeinderat von Châtonnaye, davon fünf Jahre lang Syndic. Er sitzt seit 1996 im Freiburger Grossen Rat, 2009 präsidierte er das Kantonsparlament. Von 2001 bis 2006 und von 2010 bis 2012 war er zudem Fraktionspräsident der SVP. Page will die Ausbildung in den Unternehmen fördern sowie die Sicherheit stärken. Zudem setzt er sich für die Landwirtschaft ein. Der Glanebezirkler hat drei erwachsene Kinder. Zu seinen Hobbys zählt er Lesen und Reisen. Er musiziert seit 1972 in der Dorfmusik von Châtonnaye und spielt im FC Grosser Rat mit. Zudem fährt er Ski und wandert.njb/Bild zvg

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Roland Mesot

Auch Kantonalpräsident Roland Mesot will in den Nationalrat. Bevor der 53-Jährige aus Châtel-St-Denis 2012 an die Spitze der Partei gewählt wurde, führte er die Bezirkssektion Vivisbach und amtete als Vizepräsident der Kantonalpartei. Mesot sitzt auch im Zentralvorstand der SVP Schweiz. Er ist Mitglied des Gemeindeparlaments von Châtel-St-Denis, das er 2009 präsidiert hat. Zudem sitzt er seit 2011 im Freiburger Grossen Rat und kandidierte bereits 2011 für den Nationalrat. Der Vertreter des Vivisbachbezirks referierte bei seiner Nominierung im Mai insbesondere gegen die EU. Diese sei bürokratisch, koste viel und bringe nichts. «Ich gehöre zu jenen, die an eine freie und unabhängige Schweiz glauben», sagte er. Zudem ärgert er sich immer wieder über ungenügende ÖV-Verbindungen in die Randregionen. Mesot ist verheiratet und hat zwei Kinder.njb/Bild zvg

Neu

Jean-Daniel Chardonnens

Der 50-jährige Jean-Daniel Chardonnens aus Fétigny ist der Kandidat der Broye. «Der Bezirk hat mich bestimmt, weil ich die Linie der Partei repräsentiere», sagte der 50-Jährige bei seiner Nominierung im Mai und spielte damit auf Michel Losey an, der auch kandidieren wollte, die Partei jedoch Ende 2014 verliess und jetzt für die FDP in den Wahlkampf steigt. Der gelernte Karossier hat nach der Lehre den Familienbetrieb übernommen. Er war während zehn Jahren Vize-Syndic in Fétigny und kandidierte 2011 erfolglos für den Grossen Rat. Der Präsident der SVP Broye will sich in Bern für die Landwirtschaft einsetzen. Er ist ein strammer Vertreter der SVP-Parteilinie: Er fordert, dass die Masseneinwanderungsinitiative umgesetzt wird, dass kriminelle Ausländer ausgeschafft werden und dass Schweizer Recht über internationalem Recht steht.njb/Bild zvg

 

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