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«Wir lieben unseren Beruf und wir kämpfen für das Wohl unserer Patienten»

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Autor: arthur zurkidnen

Anlass für die gestrige Kundgebung gab die für den 1. Juli 2009 angekündigte Senkung der Labortarife. 200 Mio. Franken will Gesundheitsminister Pascal Couchepin so sparen. Diese Sparübung hat aber nach Ansicht der Hausärzte dramatische Auswirkungen.

So bedauert Jean-Daniel Schumacher, Präsident der Freiburger Ärztegesellschaft, dass die Kundgebung den Eindruck hinterlasse, die Ärzte würden ihre Gehälter verteidigen. «Die ersten Betroffenen der Politik von Couchepin sind die Patienten», hält er gegenüber den FN fest und freut sich, dass auch sehr viele Patienten an der Demonstration teilgenommen haben. «Wir brauchen die Unterstützung der Patienten.»

Labor als wichtiges Werkzeug

Jean-Daniel Schumacher machte in seiner Rede auf dem Python-Platz vor allem klar, dass es um die Zukunft der Hausärzte geht. «Die meisten Ärzte haben ihre Labors bereits abgeschrieben. Sie können die Tarifsenkung wohl verkraften. Aber mit den neuen Tarifen können es sich die jungen Ärzte nicht mehr leisten, ein eigenes Labor zu eröffnen», hält er fest und befürchtet, dass diese überhaupt kein Interesse mehr bekunden, eine Praxis zu eröffnen, und dass die Hausärzte langsam verschwinden. So erinnerte er daran, dass in fünf Jahren 40 der heute 160 Freiburger Hausärzte pensioniert sein werden.

Nach Schumachers Worten können die heutigen Hausärzte oft nach einer raschen Laboranalyse entscheiden, ob sie die Patienten selber behandeln oder an einen Spezialisten weiterleiten wollen. Er sieht die Gefahr, dass künftig weniger gut ausgebildete Hausärzte wie in Nachbarländern nur noch beurteilen, welcher Spezialist die Behandlung vornehmen soll. «Muss ein Patient für eine Laboranalyse erst in ein Labor oder in ein Spital geschickt werden, bevor er vom Arzt behandelt werden kann, so bedeutet dies eine zusätzliche Konsultation», hält er fest und gibt so zu verstehen, dass die Senkung der Labortarife alles andere als eine Einsparung bewirke. Vielmehr werde so den Hausärzten ein wichtiges Arbeitsinstrument weggenommen. «Wir lieben aber unseren Beruf», betonte er.

Auch der Beruf der Praxisassistentin in Gefahr

Die verschiedenen Redner auf dem Python-Platz zeigten sich nicht nur besorgt um die Zukunft der Hausärzte, sondern auch um jene der medizinischen Praxisassistentinnen. Ihre Vertreterin Maryline Romanens hielt fest, dass sie täglich Laboranalysen durchführe und ihre Kompetenz nach einer 500-stündigen Ausbildung erworben habe. «Ohne eigene Labors werden die Hausärzte nicht mehr qualifiziertes Personal anstellen», gab sie zu bedenken, «sondern Empfangsdamen, die nur noch administrative Aufgaben erledigen.» Nach ihrer Ansicht bedeutet die Massnahme Couchepins einen grossen Schritt rückwärts und bloss schockierende Ein-sparungen auf dem Buckel der Patienten.

Besorgte Patienten

Im Namen der Patienten unterstützte Michel Studer, Präsident der Freiburger Rentner, die Anliegen. Er befürchtete, dass künftig noch mehr Patienten direkt die Notfallstation der Spitäler aufsuchen werden, wenn die Hausärzte wegen fehlender Labors nicht sofort behandeln können.

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