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«Wir lieben, was wir noch nicht kennen»

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«Zwei schwierige Jahre und eine Rekordausgabe liegen hinter uns», sagte Mathieu Fleury, Präsident des Internationalen Filmfestivals Freiburg, gestern vor den Medienvertretern, die sich zur Präsentation des Programms der diesjährigen Ausgabe zusammengefunden hatten. Das Festival hat eine Umstrukturierung hinter sich und steht nun mit neuem Organigramm und neuen Kräften im Team und im Vorstand wieder auf stabilen Füssen (die FN berichteten). Dem Erfolg tat die laufende Umstrukturierung keinen Abbruch: 2018 zählte das Festival 44 000 Besucherinnen und Besucher, so viele wie noch nie. Dieser Erfolg sei auch der Schlüssel, um das Ver­trauen von öffentlichen und privaten Geldgebern zu gewinnen, so Mathieu Fleury, der sein Präsidentenamt im vergangenen Oktober angetreten hat. Neue Sponsoren seien dazugekommen, manche hätten ihre Beiträge erhöht oder Mehrjahresverträge abgeschlossen. «Das gibt uns Sicherheit für die Zukunft.»

Zwölf Filme im Wettbewerb

Das Festival sei auf dem richtigen Weg, sagte auch der künstlerische Leiter Thierry Jobin. «Wir machen ein Programm, das ein breites Publikum berührt, und ermöglichen dabei immer wieder Entdeckungen. Das Filmfestival Freiburg liebt das, was es noch nicht kennt.» Diesem Credo bleibt das Festival auch an seiner 33. Ausgabe treu, die vom 15. bis zum 23. März stattfindet. 105 Filme aus 58 Ländern werden dann zu sehen sein. Rund ein Drittel der Produktionen stammt aus Asien und etwa ein Fünftel aus Afrika. Die Sektion «Neues Territo­rium» wird sich, wie schon früher angekündigt, dem karibischen Filmschaffen widmen und überraschende Einblicke in das bei uns kaum bekannte Kino der Dominikanischen Republik, Puerto Ricos und Haitis ermöglichen.

Zwölf Filme aus elf Ländern haben Thierry Jobin und sein Team für den Internationalen Wettbewerb selektioniert. Zwei davon werden als europäische Premieren und in Anwesenheit der Regisseure gezeigt: «The Red Phallus», das Erstlingswerk von Tashi Gyeltshen über die geheimnisvolle Welt der Masken in Bhutan, und «Swing Kids» von Kang Hyeong-cheol, der die Gräuel des Koreakriegs in eine Stepptanz-Show im Gefangenenlager überträgt. Vier der fünf Plätze in der internationalen Jury, welche die Preise vergeben wird, sind bereits besetzt: mit der nigerianischen Filmemacherin Rahmatou ­Keïta, der dominikanischen Regisseurin Natalia Cabral, dem syrisch-palästinensischen Cartoonisten Hani Abbas und der indonesischen Regisseurin Kamila Andini. Den Namen des fünften Jury-Mitglieds wird das Festival in den nächsten Tagen bekannt geben.

Im Internationalen Kurzfilmwettbewerb sind fünfzehn Kurzfilme in drei Programmen zu sehen. Auffallend sei dieses Jahr die Qualität der Bewerbungen aus Lateinamerika gewesen, sagte Co-Kuratorin ­Julia Schubiger. Sechs lateinamerikanische Beiträge haben es schliesslich in die Auswahl geschafft, davon vier aus ­Mexiko.

Blick nach Südkorea

Die Sektion Genrekino widmet sich dieses Jahr der romantischen Komödie. Die Auswahl reicht von Klassikern wie «Break­fast at Tiffany’s» (1961) bis zu aktuellen Filmen wie dem argentinischen Kassenschlager «El Fútbol O Yo» (2017). Der südkoreanische Film «My Love, My Bride» (2014) stehe stellvertretend für Asien, das verrückt sei nach romantischen Komödien, sagte Thierry Jobin.

Südkorea bildet am Festival einen eigenen Schwerpunkt: Starregisseur Bong Joon-ho («The Host») wird eine Carte blanche mit seinen Lieblingsfilmen präsentieren, und die jurassische Schriftstellerin Elisa Shua Dusapin wird mit ihrer Auswahl in der Sektion «Dia­spora» zu ihren südkoreanischen Wurzeln reisen.

Die Sektion «Entschlüsselt» schliesslich ist dieses Jahr mit vierzehn Filmen besonders umfangreich. Die Auswahl hat eine Gruppe französischer Schauspielerinnen mit afrikanischen Wurzeln getroffen, die im vergangenen Mai mit dem Buch «Noire n’est pas mon métier» auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Details: www.fiff.ch

Zahlen und Fakten

Weniger Filme, mehr Besucher

Die Besucherzahlen des Filmfestivals Freiburg sind in den vergangenen Jahren konstant gestiegen und haben 2018 mit 44 000 Eintritten einen neuen Rekord erreicht. Das Ziel sei jetzt eine Stabilisierung, so der künstlerische Leiter Thierry Jobin. Stabil bleibt auch das Budget, das sich auf rund 2,1  Millionen Franken beläuft. Hingegen haben die Verantwortlichen im vergangenen Jahr die Anzahl der gezeigten Filme reduziert, um eine bessere Übersicht zu bieten und die Säle besser zu füllen. Das habe sich bewährt und werde darum beibehalten, so Jobin.

cs

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