Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir müssen kämpfen wie die Hunde»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es war ein Wochenende, an dem alles gegen Olympic lief. Durch die Niederlage im Direktduell haben die Freiburger Basketballer in der Tabelle den Anschluss an die zweitklassierten Genfer definitiv verloren. Ausser Reichweite ist fürs Erste auch Neuenburg. Der Tabellendritte besiegte Leader Lugano und weist ebenfalls bereits drei Punkte Vorsprung auf Olympic auf. Und als wäre dies alles nicht bereits schwer genug zu verdauen, gewann auch noch Freiburgs Verfolger Basel gegen Monthey und rückte damit bis auf einen Punkt an Olympic heran, das den vierten und letzten Playoff-Platz belegt. «Wir spüren Basels Atem im Nacken», sagte Olympics Arnaud Cotture nach dem Spiel vom Samstag. «Es wird nicht leicht, uns für die Playoffs zu qualifizieren, zumal wir noch zum Direktduell in Basel antreten müssen, wo es sehr schwierig ist, zu gewinnen.»

Immerhin aber hat Freiburg noch ein Spiel weniger absolviert. Somit muss Olympic letztlich schlicht in seinen verbleibenden fünf Spielen gleich viele Punkte holen wie Basel in seinen vier Partien. «Was wollen Sie von mir hören? Dass wir die Playoffs nicht erreichen?», sagte Trainer Petar Aleksic auf die Frage, wie er die Situation einschätzt. «Uns wird nichts geschenkt werden. Wir müssen kämpfen wie die Hunde. Dennoch bleibe ich zuversichtlich, dass wir es schaffen werden. Meine Mannschaft hat es verdient. »

Freiburger Rebound-Schwächen

Dass sich Aleksic überhaupt mit solchen Fragen herumschlagen musste, hatte sein Team am Samstag dadurch zu verantworten, dass es dem körperlich überlegenen Genf insgesamt zu wenig entgegenzusetzen hatte. «Genf war unter den Körben stärker. Mit einer Rebound-Statistik von 31:41 ist es schwer, zu gewinnen», so Cotture. Oft kann Freiburg seine Unterlegenheit unter den Körben mit seinen starken Distanzwürfen wettmachen. Nicht so am Samstag. «Jeder weiss, dass ein Olympic, bei dem die Schützen auf Touren kommen, ein völlig anderes Team ist, als ein Olympic, das bei den Würfen Mühe hat», sagte Genfs Trainer Ivan Rudez. Also liess er sein Team aggressiv auf Freiburgs Werfer verteidigen. Genf gestand Olympic kaum offene Würfe zu. Die Folge: Freiburgs Shooter hatten grösste Mühe. Robbie Sihota und Slobodan Miljanic trafen nur drei ihrer neun Würfe, Marko Mladjan gar nur einen seiner neun Versuche.

Aufholjagd nicht belohnt

Zu wenig gegen ein Genf, das auch ohne den verletzten Nationalspieler Dusan Mladjan zeigte, dass es bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitzureden haben wird. Olympic führte am Samstag nur gerade 19 Sekunden lang – beim Stand von 2:0. Dennoch wurde es in den letzten knapp drei Minuten der Partie quasi aus dem Nichts noch einmal spannend. Denn nachdem Genf zuvor stets alles im Griff zu haben schien und der Vorsprung der Gäste zu Beginn des Schlussviertels satte 14 Punkte betrug, fiel die Mannschaft von Ivan Rudez plötzlich in ein Konzentrationsloch. «Irgendwie habe ich das Gefühl, dass uns das gegen Olympic immer passiert. Die Freiburger geben nie auf, lassen nie nach, so dass sich jedes Loch sofort bemerkbar macht», sagte Genfs Steeve Louissaint. Tatsächlich glichen die Freiburger mit einem 11:0-Zwischenspurt in der 38. Minute zum 66:66 aus – konnten aber die Gunst der Stunde anschliessend nicht nutzen. Weil Genfs Andrej Stimac gleich im nächsten Angriff einen äusserst schwierigen Dreipunktewurf versenkte und die Freiburger bei ihren eigenen Würfen in den Schlussminuten wieder dieselben Schwächen offenbarten wie über weite Strecken der Partie. Nach der fünften Niederlage gegen Genf in Folge beginnt für Olympic nun das Zittern. Für die junge Equipe, die in den vergangenen zwei Jahren in entscheidenden Momenten nicht immer das beste Nervenkostüm bewiesen hat, werden die nächsten Wochen so zum Charaktertest. Der erste steht am Samstag in Monthey an.

 

Telegramm

Olympic – Genf 68:75 (33:35)

St. Leonhard.–1650 Zuschauer.–SR: Clivaz/Novakovic/Stojcev.

Freiburg Olympic:Smith (15 Punkte), Sihota (11), Kovac (10), Calasan (13), Miljanic (8); Cotture (7), M. Mladjan (4).

Genf:James (16), Stimac (16), Stanback (15), Barker (14), Maruotto (2); Jaunin (2), Louissaint (2), Ramseier (8).

Bemerkungen:Olympic ohne Kazadi (verletzt). Genf ohne D. Mladjan. 5 Fouls: James (35.), Ramseier (38.), Barker (40.), Kovac (40.) und Sihota (40.).–Viertelsresultate: 14:22, 19:13, 15:26, 20:14.

Mehr zum Thema