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«Wir müssen zu diesem Juwel Sorge tragen»

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Es war eine Handvoll Idealisten, die im September 1937 einen Verein gründeten, um eine Infrastruktur zum Wohle der Gäste am Schwarzsee aufzubauen. Sie nannten sich «Freunde des Schwarzsees» und hatten viele Ideen, unter anderem, mehr Fusswege, Ruhebänke und einen Seerundgang zu errichten. Später wurde daraus der «Verkehrsverein Schwarzsee, Plaffeien und Umgebung», heute heisst er Schwarzsee Tourismus. Zum 75-jährigen Bestehen hat der Verein 2012 einige Spezialanlässe organisiert und eine Broschüre herausgegeben. Mit der Jubiläums-Generalversammlung vom Samstag wurden die Feierlichkeiten abgeschlossen.

Aus dem Gründungsprotokoll geht hervor, dass das Zustandekommen des Vereins keine einfache Angelegenheit war. Und doch zählte der Verein bereits 85 Mitglieder, wie Manfred Riedo, Präsident von Schwarzsee Tourismus, ausführte. Schon vorher war Fremdenverkehr im Tal ein Thema: So gab es bereits 1784 ein Badehaus und schon um 1900 das Hotel Gypsera. «Die Entwicklung, die damals in Bewegung gesetzt wurde, dauert heute an», sagte er. Zum Glück habe man alle Projekte im Einklang mit der Umgebung und der Natur realisiert. «Das ist heute unser grösster Trumpf», so Manfred Riedo. «Der Schwarzsee ist ein Juwel, zu dem wir Sorge tragen müssen.» Das heisse nicht, sich der Zukunft zu verschliessen, sondern sich ihr anzupassen.

Immer professioneller

Mit 144 732 Übernachtungen pro Jahr steht die Tourismusregion heute sehr gut da. Es gibt sechs Hotels und Pensionen, etwas 20 Ferienheime und Massenlager, ebenso viele Ferienwohnungen und Chalets. Allein auf dem Campingplatz haben letztes Jahr 22 435 Personen übernachtet. Für die Vermarktung ist ein Team verantwortlich. Das war früher nicht so. Gemäss Manfred Riedo hat am Anfang das Vorstandsmitglied Peter Dietrich, seines Zeichens Posthalter in Schwarzsee, die Aufgaben eines Tourismusbüros wahrgenommen.

Otto Lötscher erinnerte in seiner Grussbotschaft daran, dass der Tourismus lange Stief- und Sorgenkind der Gemeinde gewesen ist. «Es war schwer, die Bürger zu überzeugen, dass es Investitionen braucht. Jeder Rappen wurde hinterfragt», sagte der Ammann von Plaffeien. Heute habe die Region einiges zu bieten, und der Tourismus sei ein wichtiger Wirtschaftszweig. Sorgen bereiten Otto Lötscher unter anderem die Situation der Ferienwohnungen nach der Zweitwohnungsinitiative.

Gute Partnerschaften

«Weiter so, Ihr macht einen hervorragenden Job», hob Oberamtmann Nicolas Bürgisser in seiner Rede hervor. Idealismus reiche aber nicht, auch das Finanzielle müsse stimmen. Deshalb unterstützten die 19 Sensler Gemeinden sowie Jaun, Cerniat und Charmey den Tourismus jährlich mit 120 000 Franken. Thomas Steiner, Direktor von Freiburg Tourismus, zeigte mit ein paar Zahlen auf, wie viel Wertschöpfung der Tourismus in die Region bringt (siehe auch FN vom 11. April).

«Der Schwarzsee ist für die Sensler, ja für alle Freiburger nicht nur ein Ausflugsziel, sondern ein Mythos», sagt zum Schluss Staatsrat Beat Vonlanthen. Visionen, Strategien und Initiativen hätten zum Erfolg geführt. Ein wichtiger Aspekt für den Erfolg sei die gute Zusammenarbeit zwischen Privaten und der öffentlichen Hand gewesen. Es sei gut, dass der Staat mithelfe, Infrastrukturen zu schaffen. «Den Betrieb muss dann aber eine private Gesellschaft tragen», sagte er, dies auch mit Blick auf die Schwierigkeiten von Bahnunternehmen «ennet dem Berg» und der Forderung, der Kanton solle sich am Betrieb beteiligen. Schwarzsee Tourismus habe in den 75 Jahren ein solides Fundament geschaffen. Dies solle dazu beitragen, «Schwarzsee als touristischen Leuchtturm zum Leuchten zu bringen», sagte Beat Vonlanthen.

Rückblick und Ausblick: Verlandung des Sees nimmt zu

S chwarzsee Tourismus hat ein gutes 2012 hinter sich. Direktor Adolf Käser bezeichnete in seinem Rückblick das Westschweizer Jodlerfest als «Paradebeispiel für gutes Marketing». Neu ist die Zusammenarbeit mit dem Kulturverein «Wier Seisler». Sie ermöglicht Gästen, sich an den «Seisler Tüsch» zu setzen und den Dialekt kennenzulernen. Für Familien gibt es neu die Möglichkeit, den Ziegenhof der Familie Raemy zu besuchen. Solche Angebote seien wertvoll, wenn der Verein das Label «Familien willkommen» behalten wolle, sagte Adolf Käser. Weil die Anforderungen sehr hoch sind – verlangt wird etwa ein kostenloser und professionell betreuter Kinderhort –, nimmt sich Schwarzsee Tourismus zwei Jahre Zeit, um mit dem Schweizer Tourismusverband neu zu verhandeln. Eine weitere Baustelle ist die Verlandung des Bootsstegs: Der Schwybergbach hat in den letzten Jahren so viel Geschiebe in den See gebracht, dass der Steg nicht mehr voll gebraucht werden kann. Der Ball liege beim Kanton, sagte Käser. im

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