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«Wir sind der Motor und die Bremse»

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«Wir sind der Motor und die Bremse»

Öff Öff Productions mit einem Schauspiel voller Poesie und Präzision in Freiburg

Ein Tanz- und Akrobatikspektakel der besonderen Art zeigt die Berner Truppe Öff Öff Productions auf ihrer aktuellen Schweizer Tournee. Zurzeit ist sie mit ihrer mobilen Luftstation zu Gast in Freiburg.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Ein lauer Sommerabend, sanfte Musik, eine Bar, in Reih und Glied aufgestellte Liegestühle: Fast könnte man sich an irgendeinem Strand wähnen, wäre da nicht jenes 17 Meter hohe Stahlgebilde, das mit seinen beiden Flügeln hoch in den Himmel über dem Poya-Park ragt.

Das Gebilde heisst, in Anlehnung an ein Gemälde von Paul Klee, «Luftstation» und ist das neuste Arbeitsgerät der Berner Tanz- und Artistiktruppe Öff Öff Productions. Sechs Tänzerinnen und Tänzer haben sich damit unter der Regie von Öff-Öff-Gründerin Heidi Aemisegger ihren Traum vom Fliegen erfüllt.

Im Bann der Luftstation

Wenn sich die Künstler zu Beginn der Aufführung in der Abenddämmerung aus den Tiefen des Parks ihrer Luftstation nähern und an ihrem Fuss zu tanzen beginnen, dann wirken sie sehr klein und sehr verletzlich.

Irgendwann beginnen sich auch die riesigen Flügel der Luftstation zu bewegen, werden Teil des Tanzes und ziehen nicht nur das Publikum, sondern auch die Tänzer in ihren Bann. Während die Zuschauer gemütlich in ihren Liegestühlen sitzen bleiben können, zieht die Stahlkonstruktion die Tänzer magisch an.

Akrobatik unter dem Sternenhimmel

Gemeinsam beginnen sie, das Gerät zu erklimmen, höher und immer höher. Einer taucht plötzlich ganz oben auf, die anderen verteilen
sich auf der ganzen Luftstation. Dann geht alles Schlag auf Schlag: Unter dem klaren Sternenhimmel wechseln sich Akrobatik-Nummern von höchster Präzision und zu-
gleich voller Poesie ab mit Gesangseinlagen und Licht- und Schattenspielen.

Zwei Tänzerinnen verzaubern das Publikum mit eindrücklichen Figuren an von der Station hängenden Bändern. Einer der Tänzer lässt sich von einem rotierenden Flügel durch die Lüfte wirbeln, sitzt mal oben auf der Station und hängt dann wieder kopfüber auf der Unterseite, so dass einem schon vom blossen Zuschauen schwindlig wird. Zwei andere hängen an Seilen am Pfeiler, kommen sich nahe, entfernen sich wieder voneinander, in ständigem, gemeinsamem Spiel.

Geschichten des Lebens

Sitzend und liegend, stehend und fliegend zelebrieren die sechs Tänzer auf ihrer Luftstation die Balance und die Schwerelosigkeit. Sie erzählen kleine Geschichten des Lebens und harmonieren dabei nicht nur miteinander, sondern auch mit ihrem eigens kreierten Metallgerät, dessen Flügel sie allein mit ihrer Körperkraft in Bewegung bringen.

«Wir sind der Motor und die Bremse», sagt eine der Tänzerinnen zum Schluss. Und irgendwie fragt man sich, ob sie nur über die Luftstation spricht, oder ob es auch hier ein bisschen um das Leben jedes Einzelnen geht.

Weitere Aufführungen im Poya-Park Freiburg: Fr., 29. Juli, und Sa., 30. Juli, jeweils um 21.30 Uhr. Barbetrieb ab 19 Uhr. Auskunft bei unsicherer Witterung: 076 319 26 85. Weitere Informationen: www.oeffoeff.ch.

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