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«Wir sind eine besondere Baustelle»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Rund um die Orientierungsschule Tafers wird derzeit fleissig gebaut. Sowohl über der Turnhalle der OS als auch über dem gegenüberliegenden Pflegeheim St. Martin drehen sich gelbe Baukräne. Im Innern der Pflegeheim-Baustelle rufen sich Handwerker Anweisungen zu und versuchen damit, irgendwie den Lärm von schweren Baugeräten zu übertönen, die in einem benachbarten Raum vor sich hinsurren. Heimleiterin Cornelia Rappo schreitet in Richtung eines im Entstehen begriffenen Bewohnerzimmers mit Aussicht in Richtung St. Antoni. «Das ist das Lieblingszimmer des Heimvorstandes», erklärt Rappo mit einem Augenzwinkern und schmunzelt, «mehrere Mitglieder haben für ihre eigene Zeit im Pflegeheim bereits Anspruch auf dieses Zimmer erhoben.»

Keine böse Überraschung

Seit Mai werden die beiden Gebäude des Pflegeheims für insgesamt 6,3 Millionen Franken renoviert und vergrössert (die FN berichteten). Noch bis Ende des Jahres konzentrieren sich die Bauarbeiten auf das 1987 errichtete Haus B–das jüngere der beiden Gebäude–,ehe bis im Sommer 2016 Renovationsarbeiten im Haus A anstehen. «Das alte Dachgeschoss mitsamt Estrich ist bereits verschwunden», sagt die Heimleiterin über den Stand der Arbeiten, «an ihrer Stelle sind zwei neue Etagen entstanden.» Noch befinden sich diese zwar im Rohbau, einzelne Details lassen sich aber trotzdem bereits erahnen: etwa der neue grosse und helle Aktivierungsraum mit eigener Küche und grosser Fensterfront.

«Die Arbeiten am Pflegeheim schreiten gut voran», sagt die Heimleiterin. Beinahe instinktiv greift sie gleichzeitig nach einem Stück Holz und tätschelt es behutsam: «Glücklicherweise hatten wir bisher keine bösen Überraschungen.» Sie sei auch froh darüber, dass die Arbeiter auf die Wünsche der Heimbewohner Rücksicht nehmen. Vor acht Uhr morgens und über den Mittag sei kein Lärm zu hören, versichert Rappo: «Die Handwerker haben schnell gemerkt, dass wir eine besondere Baustelle sind.»

Mit Flexibilität zum Ziel

Um den Normalbetrieb trotz Baustelle garantieren zu können, sei das Heim auf die Flexibilität und das Verständnis aller Beteiligten–Bewohner, Pflegepersonal, Bauarbeiter und Hausdienst–angewiesen. «Und das klappt sehr gut. Bisher haben wir zusammen noch immer eine Lösung gefunden.» So teilten die Verantwortlichen der Baustelle etwa frühzeitig mit, wo und wann grosse Lärmemissionen zu erwarten seien, damit sich die Heimleitung und das Aktivierungsteam darauf einstellen und die Heimbewohner informieren können.

«Wir berichten unseren Bewohnern wöchentlich in einer Bauzeitung über den Stand der Arbeiten», erklärt Rappo, «auch die Familien sind immer auf dem Laufenden.» Stünden Arbeiten wie etwa die Renovation der Fenster in einem bewohnten Zimmer an, würde das Aktivierungsteam gemeinsam mit den Angehörigen eine Lösung suchen. Mal könnten die Bewohner ihre Familien besuchen und dort übernachten, mal sei ein Tagesausflug mit dem Aktivierungsteam die geeignete Lösung. «Die Bewohner akzeptieren dies», sagt die Heimleiterin: «Sie sehen, wie das neue Pflegeheim entsteht und wissen, dass es sich lohnt, dafür nun etwas flexibler zu sein.»

Kein Ausschaltknopf

Eine Flexibilität, die das Pflegepersonal und der Hausdienst täglich vorleben. Für den Sondereffort möchte sie dem Personal ein grosses Kränzchen winden, sagt Cornelia Rappo. «Wenn es den Heimbewohnern einmal zu laut wird, können viele ihr Hörgerät ausschalten.» Diese Option habe das Personal nicht. Sie selber freue sich jedenfalls schon sehr auf das neue Heim und eine ruhigere Zukunft, erklärt Rappo. «Denn so eine Baustelle im Haus kann dich schon mal an deine Grenzen bringen.»

Rückblick

Viel Rückhalt für das Umbauprojekt

Die Aufstockung und Renovation des Pflegeheims St.Martin hat eine reibungslose Bewilligung hinter sich. Sowohl von den Delegierten des Trägerverbandes als auch von der Bevölkerung der fünf Trägergemeinden Alterswil, Heitenried, St.Antoni, St.Ursen und Tafers erfuhr das Projekt viel Rückhalt. Am 28.September 2014 hatte die Bevölkerung den Umbau mit 90-prozentiger Zustimmung befürwortet. Am 4.Mai erfolgte dann der Spatenstich. Im Sommer 2016 sollten die Bauarbeiten abgeschlossen werden.mz

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