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«Wir sind fast wie eine Familie»

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Es ist Freitagabend, kurz vor halb acht. Die ersten Mitglieder der English Speaking Group treffen im Restaurant des Campings Les Trois Lacs am Broyekanal ein. Sie begrüssen sich und rücken mehrere Tische zusammen. Eine Frau ist zum ersten Mal dabei. «Ich bin hier zum ‹Inelose›», sagt Andrea Künzi. Sie möge die Sprache, kommuniziere beruflich häufig in Englisch und reise gerne. «In der Gruppe könnte ich die Umgangsprache etwas aufpolieren», sagt die Chemielaborantin. Auf die Treffen sei sie durch die Kolumne English Corner in der Gratiszeitung Le Lac aufmerksam geworden, wo Mary Brunisholz jeweils auf die aktuelle Veranstaltung der Gruppe hinweise.

«A drink and a walk»

Das Motto des heutigenTreffens ist «A drink and a walk». Etwas trinken undeinen Spaziergang unternehmen–wer Lust dazu hat. Ein typisches Programm der Gruppe. «Am besten kommen unkomplizierte Vorschläge an, die in der Murtenseeregion stattfinden», so Organisatorin Anna Galvani aus Courlevon. Die Londonerin mit italienischen Wurzeln lebt seit 1991 in der Schweiz. Immer wieder stossen Neuankömmlinge zur geselligen Runde, mittlerweile sind über 20 Personen anwesend. «Das Programm wird von allen Mitgliedern gemeinsam gestaltet», so Galvani. Derjenige, der etwas vorschlägt, sei auch für die Organisation verantwortlich. Besonders beliebt sei jeweils dietraditionelle Halloweenfeier.«Wir schnitzen Kürbisse und essen Kürbissuppe», so die Britin Valerie Skinner. Genau wie ihre Landsfrau Brenda Pete und die Fremdsprachenkorrespondentin Susanne Kauer aus Murten war sie beim ersten Treffen der Gruppe 1995 dabei. Sie gehören wie die Engländer Sandra Etter, Alan Weedon und Anna Galvani zum «harten Kern» der Gruppe. Manche von ihnen wohnen schon seit über 40 Jahren in der Region und sind auch privat befreundet. «Wir sind wie eine Familie», so Skinner. «Und wir treffen uns nicht zuletzt wegen des britischen Humors!»

Ohne Statuten glücklich

Mit Ausnahme dieses Kerns wechseln die Mitglieder oft, weil sie aus der Region wegziehen. Seit kurzem ist Tom Murphy aus Kalifornien dabei. Er schätzt es, hin und wieder Englisch zu sprechen. Doch es gibt nicht nur Muttersprachler unter den Mitgliedern: Die Ischis aus Merlach gehören mittlerweile zum Kern der Gruppe. Der Liebistorfer Peter Breitenmoser möchte genauso wie Francine Liard die Sprache pflegen und ausserdem interessante Leute kennenlernen. Claudia Ionascu und ihr Partner stammen aus Rumänien und kennen die Runde seit drei Jahren. «Die Mitglieder sind sympathisch, deswegen bin ich hier!», sagt der Romand Jean Hummel.

Die Gruppe sieht sich nicht als Verein und funktioniert ohne Ämter und Statuten. «Wir sind ein organisiertes Chaos», lacht eine Britin aus Romont. Ein familiärer Abend geht um 23 Uhr zu Ende. «Au revoir!», ruft Alan Weedon mit britischem Akzent, bevor er auf seinem Roller in die Nacht entschwindet.

«We speak English»: Mit einem Inserat nahm die Gruppe ihren Anfang

D ie English Speaking Group entstand 1995 auf Initiative von Englischschülern der ehemaligen Lehrerin Mary Brunisholz. 75 Interessierte folgten ihrem Inserat in der Regionalpresse. Sie beschlossen, an einem Treffen eine Gruppe zu grün den, in der Nicht-Muttersprachler ihr Englisch mit Muttersprachlern in entspannter Atmosphäre üben können. Die Organisation übernahm Susanne Kauer, aktuell ist Anna Galvani verantwortlich. 86 Personen erhalten das Programm, rund 40 davon sind Aktivmitglieder. Die meisten stammen aus der Murtenseeregion. Alle zwei Wochen findet ein Treffen statt. Drei Gründungsmitglieder sind noch dabei. ea

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