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«Wir stehen im Dienst der Gemeinde»

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Die Wasserversorgung ist in Düdingen in der Verantwortung einer Aktiengesellschaft – und das seit 103 Jahren. An der Generalversammlung vom Freitag haben die 55 anwesenden Aktionäre zugestimmt, auf den Jahresgewinn von rund 11 800 Franken eine Bruttorendite von 3,75 Prozent auszuschütten. Der Beschluss wurde einstimmig und diskussionslos gefasst.

Einstimmig wohl vor allem deshalb, weil Aktionär Daniel Piller nicht an der Versammlung teilgenommen hat. Der frühere Gemeinderat hatte nämlich vor drei Wochen in Form eines Leserbriefs in den FN und eines offenen Briefs an den Gemeinderat von Düdingen die geplante Gewinnausschüttung als «nicht zeitgemäss» kritisiert. Er forderte die Gemeinde als Hauptaktionärin auf, gegen den Antrag des Verwaltungsrates zu stimmen und sich stattdessen dafür einzusetzen, dass der Wasserpreis um zehn Rappen gesenkt wird. Er fand es schlecht, dass eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft alleine über «ein Menschenrechtsgut», nämlich Trinkwasser, herrsche und warf den Verantwortlichen der Wasserversorgung vor, dass die Dividende «unmoralisch und massiv überrissen» sein.

Von Privaten gegründet

Paul Riedo, Präsident der Wasserversorgung Düdingen AG, hat die Intervention Daniel Pillers sehr gestört. «Dass die Wasserversorgung in Düdingen als Aktiengesellschaft organisiert ist, ist historisch gewachsen», erklärt er den FN. Als die Gemeinde vor über 100 Jahren aus finanziellen Gründen keine eigene Wasserversorgung auf die Beine stellen konnte, hätten ein paar Privatpersonen die Initiative ergriffen. Dass dies in Form einer Aktiengesellschaft war und nicht – wie anderswo – als Genossenschaft – sei damals entschieden worden. Riedo hält fest, dass die Gemeinde von Anfang an die grösste Aktionärin war; heute hält sie rund 47 Prozent der Aktien. «Wir haben einen klaren Leistungsauftrag der Gemeinde, an den wir uns ebenso halten wie an die gesetzlichen Bestimmungen, was zum Beispiel Rückstellungen und Abschreibungen betrifft.»

Der Vorwurf, mit Trinkwasser Geld verdienen zu wollen und unmoralisch zu handeln, habe ihn und seine Kollegen im Verwaltungsrat getroffen. «Neben Honorar und Sitzungsgeldern wird auch viel unentgeltliche Arbeit geleistet und vor zwei Jahren haben wir gar die Sitzungsgelder gekürzt.» Er wehrt sich auch dagegen, dass die Wasserversorgung mit «Menschenrechtsgut» handle, da nur ein kleiner Teil des gelieferten Wassers, nämlich unter zwei Prozent, Trinkwasser sei. «Der Rest ist Industrie- und sogenanntes Brauchwasser» – Wasser, von dem auch Daniel Piller als Unternehmer und Betreiber einer Waschanlage profitiere, wie er betont. Die von Piller ebenfalls geforderte Preisreduktion von zehn Rappen hätte der AG nächstes Jahr Mindereinnahmen von 50 000 Franken gebracht. Geld, das dem Betrieb fehlen würde, um Schulden und den Baukredit für den Neubau des Wasserreservoirs abzuzahlen, hält er fest.

Gut vertreten

Die Gemeinde Düdingen stärkt der Wasserversorgung voll und ganz den Rücken. Die Dividende für die Hauptaktionärin betrug dieses Jahr rund 5000 Franken. «Drei Verwaltungsräte kommen aus den Reihen des Gemeinderates. Wir sind also sehr gut vertreten», sagt Ammann Kuno Philipona auf Anfrage. «Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Wasserversorgung. Das hat über 100 Jahre gut funktioniert. Deshalb haben wir nicht vor, in nächster Zeit etwas am Leistungsvertrag zu ändern.»

Die Organisation in der Form einer Aktiengesellschaft habe für die Gemeinde viele Vorteile, denn sie sei viel flexibler und könne rascher reagieren, als wenn die Wasserversorgung durch die Gemeinde selbst organisiert werde. So habe die Wasserversorgung Düdingen das anstehende Wachstum der Gemeinde und den zunehmenden Wasserbedarf bereits bedacht und in die Zukunft investiert. «Wir wissen, dass sie sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiter investieren.»

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