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«Wir streben kein grösseres Angebot an»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Der Platz ist knapp in der Murtner Stadtbibliothek. Jeder freie Quadratmeter wird genutzt, selbst im Gang werden Bücher präsentiert. Die vielen Regale sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein Teil der Bücher ist sogar auf Rollregalen eingereiht, damit bei Bedarf Platz geschaffen werden kann. «Es ist eng, aber wir versuchen das Beste herauszuholen», sagt Edith Egger, Leiterin der Stadtbibliothek.

Betrieb ist beeinträchtigt

An Platz fehle es in erster Linie nicht für die Nutzer, sondern für die Medien. «Die Kunden verteilen sich auch zu Spitzenzeiten relativ gut», sagt Egger. Dennoch werde der Betrieb der Bibliothek durch die knappen Platzverhältnisse beeinträchtigt. «Eine themengerechte Ordnung der Bücher ist schwierig, eine benutzerfreundliche Präsentation fast unmöglich», sagt Egger. So könnten nur ganz wenige Bücher mit Cover ausgestellt werden. Weil die Regale praktisch voll sind, ist auch die Einordnung retournierter Bücher sehr aufwendig. «Um den nötigen Platz zu schaffen, müssen wir manchmal ganze Regale verschieben.»

Egger macht keinen Hehl daraus, dass sie und ihr Team sich über mehr Platz freuen würden. Es ist ihr aber wichtig, dass die Bibliothek damit nicht wachsen wolle. «Wir streben kein grösseres Angebot an, sondern wollen unseren Kunden mit dem heutigen Bestand ein bedürfnisgerechtes Angebot bieten.» Als einzige Erweiterung würde Egger neue Medien ins Angebot aufnehmen, die heute in Murten noch fehlen. «Die gehören heute zum Standardangebot, insbesondere DVD sind sehr gefragt.» In den meisten Bibliotheken sei dieser Bereich auch selbsttragend.

Neue Lösung finden

Gemeinderat Peter Huber erklärt auf Anfrage, gemäss Richtlinien wäre für eine Bibliothek mit dem Einzugsgebiet Murtens eine Fläche von rund 300 Quadratmetern angemessen. «In Murten stehen heute 100 Quadratmeter zur Verfügung.» Für ihn ist deshalb klar, dass etwas getan werden muss. «Realistisch ist eine Lösung mit gut 200 Quadratmetern», sagt er.

Das Projekt, das die Renovation des sanierungsbedürftigen Gebäudes an der Kirchgasse 31 inklusive Umbau und Vergrösserung der Räume für die Bibliothek vorsah, hat der Generalrat im Dezember abgelehnt (die FN berichteten). «Der Entscheid des Generalrats ist legitim und für mich kein Grund zur Panik, auch wenn ich ihn sehr bedaure», so Huber. Es müssten nun aber andere Lösungen gesucht werden. Dabei gelte es, zwei Probleme zu lösen: Einerseits die engen Platzverhältnisse von Bibliothek und Ludothek, andererseits den desolaten Zustand der Liegenschaft, die mit oder ohne Bibliothek saniert werden müsse. Wie dringend bauliche Massnahmen seien, werde derzeit abgeklärt, so Huber. «Fest steht, dass es bereits Schäden gab und die ehemalige Wohnung im obersten Stock aufgrund ihres Zustandes schon lange nicht mehr vermietet werden kann.»

Laut Huber seien auch ein Umzug der Bibliothek und ein Verkauf der Liegenschaft denkbar. «Dazu müssen wir aber zuerst einen neuen Standort für die Bibliothek in Altstadtnähe finden», so Huber. Und der sei momentan nicht in Sicht.

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