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«Wir wollen ein Fest und keine Festung»

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Polizei, Behörden und Organisatoren der Euro 08 informieren über den Grossanlass vom nächsten Juni

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

Die Freiburger Polizei unterstützt als Mitglied des Westschweizer Konkordates die Beamten im Austragungsort Genf bei der Bewältigung der Euro 08. Gallus Risse, Delegierter der Kantonspolizei Freiburg für diesen Grossanlass, gab einen Überblick über die Aufgaben, die Freiburger Beamte in diesem Zusammenhang wahrnehmen: Neben der Überwachung von Hauptverkehrsachsen und Bahnhöfen sowie der Kontrolle der Fan-Busse geht es vor allem darum, Störefriede im Auge zu behalten. Es soll verhindert werden, dass Hooligans in die Nähe der Spielorte kommen.

Training in Châtel-St-Denis?

Auch die Eskorte von Fussballteams, ihrer Begleittrupps, von Schiedsrichtern sowie (politischen) Vertretern der teilnehmenden Länder gehört zu den Aufgaben. «Noch ist nicht klar, ob und welches dieser Fussballteams in den Kanton Freiburg kommt», sagte Gallus Risse. Châtel-St-Denis habe sich als Trainingsplatz beworben, und das Hotel Cailler in Charmey komme als Übernachtungsort in Frage.Gallus Risse wies darauf hin, dass neben all diesen Aufgaben die übliche Arbeit weitergehen müsse. Gewisse Bereiche – etwa die Radarkontrollen – würden allenfalls etwas reduziert, liess er durchblicken.Ein Einsatzgebiet sind die öffentlichen Fan-Anlässe. «Wir wollen die Besucher als Gäste behandeln», hielt der Polizeibeamte fest. Was die Sicherheit betreffe, handelt man nach der Drei-D-Philosophie: Dialog, Deseskalation und Durchgreifen. Bei Grossanlässen, wie zum Beispiel einer im Espace Gruyère geplant sei, werden technische Massnahmen verlangt (Regelung des Alkoholausschanks, Verbot von Gläsern, Glasflaschen usw.).«Unser Grundsatz ist: Wir wollen ein Fest und keine Festung», hielt Gallus Risse fest. Die Euro 08 sei eine Chance, die Schweiz gut zu verkaufen. «Deshalb wollen wir auch nicht kleinlich sein.» Bei Fan-Umzügen durch die Stadt, etwa nach einem gewonnenen Spiel, werde man ein gewisses Mass an Toleranz an den Tag legen. «Wir werden aber Präsenz markieren.»

Logistischer Grosseinsatz

Das drittgrösste Sportereignis der Welt setzt einen logistischen Grosseinsatz voraus. Davon kann Marcel Brülhart, Euro-08-Delegierter der Stadt und des Kantons Bern, ein Lied singen. Der gebürtige Düdinger brachte seine Ausführungen zwar auf lockere Art, doch wurde angesichts der Zahlen und Fakten rasch die Bedeutung einer guten Planung klar. In Bern werden drei Spiele mit top gesetzten Mannschaften ausgetragen. Je nach dem Ausgang der Gruppenspiele werden in der Stadt zwischen 40 000 und 100 000 Besuchern erwartet.Wenn beispielsweise eine Mannschaft wie Deutschland im Einsatz wäre, erwartet Brülhart, dass sich die Anzahl der anreisenden Fans vervielfacht. «Das wird auch die Region Freiburg zu spüren bekommen. Die Fans müssen ja irgendwo übernachten.»Bei der Euro 08 werden Kosten von 180 Millionen Franken erwartet. Wenig im Vergleich zur WM, die vier Milliarden kostete. «Wir wollen die Teams und Fans freundlich empfangen und hoffen, dass es nachhaltig wirkt.» Seiner Meinung nach hat man eine Chance verpasst, den Grossanlass touristisch besser zu vermarkten.Trotz guter Planung gibt es ein paar Risikofaktoren, wie etwa Unfälle oder das frühe Ausscheiden der eigenen Mannschaft: «Wir hoffen auf schönes Wetter und dass der Köbi die richtige Mannschaft aufstellt», meinte Marcel Brülhart zum Schluss.

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