Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir wollen ein starker Partner sein»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit Otto Lötscher wird der amtsälteste Syndic des Sensebezirks das Gemeindepräsidium der neuen Gemeinde Plaffeien übernehmen, zu der Plaffeien, Oberschrot und Zumholz fusionieren und die ab morgen offiziell existiert. Dies hat der neunköpfige Gemeinderat des neuen Plaffeien gestern in seiner konstituierenden Sitzung beschlossen. «Der Entscheid fiel einstimmig aus», sagte die ebenfalls einstimmig gewählte Gemeindeschreiberin Margrit Mäder den FN. Otto Lötscher, Mitglied der Talschaft Schwarzsee, ist seit 20 Jahren Ammann von Plaffeien, seit 34 Jahren Mitglied des Gemeinderats. Zum Vize-Ammann hat der neue Gemeinderat – ebenfalls einstimmig – den bisherigen Ammann von Oberschrot gewählt, Armin Jungo (CVP). Die Stimmung nach der kurzen Sitzung in der Gemeindeverwaltung von Plaffeien war entsprechend gelöst.

Glückwunsch Otto Lötscher, Sie sind soeben zum Ammann der neuen Gemeinde Plaffeien gewählt worden. Wie fühlen Sie sich?

Ich bin glücklich und sehr zufrieden, dass es so herausgekommen ist und ich dieses Amt ausüben darf. Ich war bereits Präsident der Arbeitsgruppe Fusion und habe mich dafür eingesetzt, dass bei einer Fusion alle Partner ernst genommen werden. Dies scheint nun Früchte getragen zu haben. Ich danke dem Gemeinderat für das Vertrauen, das er mir schenkt, und auch dem Syndic von Oberschrot, dass er meine Wahl unterstützt hat, das ist nicht selbstverständlich. Dass das Abstimmungsergebnis einstimmig ausfiel, freut mich besonders.

Gab es denn keinen anderen Anwärter für dieses Amt?

Wir hatten im Vorfeld bereits drei informelle Sitzungen, an denen wir gemeinsam diskutiert haben, wie die Konstellation sein könnte. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich alleiniger Kandidat bin für das Amt des Ammanns. Es muss auch beruflich kompatibel sein, da der Syndic zu 50 Prozent von der Gemeinde Plaffeien angestellt ist. Ich hatte mich lange vor den Wahlen dazu entschieden, mein Geschäft per 1. Januar 2017 an einen meiner Mitarbeiter zu übergeben. Voll im Berufsleben zu bleiben, wäre unmöglich. Es war für mich schon bisher ein Spagat.

Sie setzen sich seit vielen Jahren für diese Fusion ein und hatten im Vorfeld klar signalisiert, dass Sie Ammann werden und damit ihr bisheriges Amt auch nach der Fusion weiterführen möchten. Ist damit ein grosser Wunsch in Erfüllung gegangen?

Zum einen ist damit sicher ein Wunsch in Erfüllung gegangen, zum anderen musste ich mir die Kandidatur auch gut überlegen. Denn mit dem Gemeindepräsidium ist gewaltig viel Arbeit verbunden, und es gehören auch Stolpersteine dazu. Ich bringe aber die nötige Erfahrung mit und habe bisher auch in schwierigen Dossiers stets versucht, dran zu bleiben und nicht den Kopf hängen zu lassen. Das wird mir bei meiner Arbeit bestimmt auch in Zukunft helfen.

Was reizt Sie denn an diesem Amt?

Mir liegen das Sense-Oberland und Plaffeien sehr am Herzen und ich sehe viel Potenzial für die Weiterentwicklung dieser Region. Wir wollen ein regionales Zentrum sein und auch den Tourismus weiterentwickeln. Ich konnte diese Arbeit nun 20 Jahre lang machen, und sie reizt mich immer noch.

Sie sprechen von einem regionalen Zentrum. Wie sehen Sie diese Rolle innerhalb des Bezirks konkret?

Die neue Gemeinde Plaffeien soll im Bezirk als starker Partner wahrgenommen werden. Wir wollen uns einbringen für die Entwicklung des gesamten Sensebezirks, das ist uns wichtig.

Und wie wollen Sie dafür sorgen, dass Plaffeien nicht nur auf dem Papier eine geeinte Gemeinde ist?

In erster Linie geht es nun darum, dass der Gesamtgemeinderat die drei Gemeinden Zumholz, Oberschrot und Plaffeien als eine Einheit betrachtet, und wir gegen aussen auch so auftreten. Die Bevölkerung muss dies genau so wahrnehmen. Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger spüren, dass wir nun eine Gemeinde sind. Dabei ist es auch mein Wunsch, dass die drei Gemeinden in den Kommissionen anteilsmässig gut vertreten sind und dass sich die Bevölkerung auch einbringt und an den Gemeindeversammlungen teilnimmt.

Wird es schwierig, die Bevölkerung zu einen?

Nein, das sollte nicht schwierig werden. Denn die drei Gemeinden waren ja bisher schon miteinander verbunden: Die Schule ist dieselbe, die meisten Vereine ebenfalls. Man kennt sich also von der Schulzeit oder trifft sich immer noch regelmässig bei Vereinstätigkeiten.

Welche sind die ersten Geschäfte, die der Gemeinderat anpacken muss?

Er muss die Kommissionen bestellen und das Budget erstellen. Am 3. Januar haben wir bereits die erste Sitzung, es geht Schlag auf Schlag.

Welcher ist Ihr Wunsch fürs erste Jahr in der Geschichte des fusionierten Plaffeiens?

Mein Wunsch ist, dass wir in der Behörde wie auch in der Verwaltung eine gute Zusammenarbeit haben und dass das Volk spürt, dass es ein guter Entscheid war, diese drei Gemeinden zusammenzuschlies­sen. Eine Fusion soll keine Beerdigung von Gemeinden sein, sondern ein Aufbruch in eine gute Zukunft.

Zahlen und Fakten

3600 Einwohner und 66 Quadratkilometer

Die neue Gemeinde Plaffeien setzt sich aus den bisherigen politischen Gemeinden Zumholz, Oberschrot und Plaffeien zusammen und zählt rund 3600 Einwohner. Die Fläche der Gemeinde beträgt 66,3 Quadratkilometer, der Steuerfuss liegt bei 98 Rappen pro Franken Kantonssteuer für natürliche Personen und bei 93 Rappen für juristische Personen. Die Bürger der Gemeinden Plaffeien, Oberschrot und Zumholz hatten sich am 27. September 2015 mit 87,6 Prozent Ja-Stimmen-Anteil klar für eine gemeinsame Zukunft ausgesprochen. Dem Ja zur Fusion war ein längerer Prozess vorausgegangen: Der Versuch, fünf Gemeinden im Sense-Oberland zu fusionieren, ist am 8. März 2015 an der Urne gescheitert, weil Plasselb und Brünisried sich dagegen ausgesprochen hatten (die FN berichteten).

ak

Mehr zum Thema