Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Wir wollen keine Notlösung»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Erst sollte das neue Schwimmbad mit olympischem Becken auf dem Boxal-Gelände mitten in der Stadt Freiburg entstehen. Dann wurde der Schlachthof im St.-Leonhard-Quartier als idealer Standort genannt. Und nun ist auch diese Idee vom Tisch.

Zu schlechte Ausnützung

«Die Ausnützung der bestehenden Grundfläche wäre mit einem Schwimmbad im Untergeschoss viel zu schlecht», sagt Gemeinderat Thierry Steiert (SP). «Das Schwimmbad würde zu viel Fläche wegfressen.» Und dies würde auf die Rendite drücken. Damit entsteht an Stelle des Schlachthauses, gleich neben den Bahngleisen, nun ein Büro- und Wohnhaus. «Wir wollen die gesamte verfügbare Fläche an diesem Standort für die Administration und das Wohnen ausnutzen», sagt Steiert. Geplant ist auch, auf dem Gelände ein Parkhaus zu bauen. Der Kanton Freiburg wird die Bürofläche kaufen. «Das ist ein Grundpfeiler des Projekts; das Schwimmbad hätte diesen Pfeiler geschwächt.»

Ständige Entwicklung

Pascal Kuenlin, Präsident der Stiftung Sportstätten St. Leonhard, Promotor des Schwimmbeckens und FDP-Grossrat, sagt: «Das Projekt entwickelt sich ständig weiter, einige Dinge werden dabei verschoben.» Das Schwimmbad werde aber auf jeden Fall im St. Leonhard, in der Nähe der anderen Sportstätten, gebaut. Doch müsse das Projekt «technisch und finanziell funktionieren».

Auch für Steiert ist klar: «Wir möchten das Schwimmbad im Perimeter St. Leonhard bauen.» Noch gibt es aber keinen definitiven neuen Standort oder gar ein neues Projekt. «Wir klären zurzeit ab, wie wir auf effiziente Art und Weise ein Schwimmbad in die Sportstätten integrieren könnten.»

Enge Platzverhältnisse

Das Quartier sei auf den ersten Blick «extrem klein» für die Realisierung eines Hallenbades, sagt Steiert. Doch er zähle auf die Kreativität der Ingenieure und Architekten, die sich mit dieser Frage beschäftigten. Sie erarbeiten eine Machbarkeitsstudie. «Bald haben wir die definitiven Antworten», sagt Steiert.

Je nach Antwort «braucht es dann einen Plan B», sagt Steiert. Der Gemeinderat habe sich schon einige Gedanken gemacht und habe «gewisse Ideen» zu Alternativ-Standorten. Die verrate er aber nicht.

Bad mit Aussenfläche?

Klar ist: «Wir wollen keine Notlösung», wie Sportdirektor Steiert sagt. Ihm habe die Vorstellung eines unterirdischen Schwimmbads noch nie wirklich zugesagt. «Ich habe immer bezweifelt, dass ein Schwimmbad im Untergeschoss meinen Qualitätsansprüchen genügt.» Am liebsten wäre ihm ein Bad mit einer Aussenfläche.

«Das Schwimmbad würde zu viel der bestehenden Grundfläche wegfressen.»

Thierry Steiert

Gemeinderat Stadt Freiburg

Pro Piscine: «Ich bin sehr enttäuscht von den Politikern»

I m September 2007 wurde der Verein «Pro Piscine Fribourg» gegründet. In einer Petition verlangte der Verein den Bau eines gedeckten 50-Meter-Schwimmbeckens für Grossfreiburg. Das Hallenbad solle den Normen eines Wettkampfbeckens entsprechen und durch ein Lernschwimmbecken ergänzt werden. Das einzige öffentlich zugängliche Hallenbad Levant in der Stadt Freiburg genüge den Bedürfnissen von 70 000 Einwohnern nicht, zumal das Bad die meiste Zeit von Schulklassen belegt sei, argumentierte Pro Piscine. Über 12 000 Unterschriften brachten die Petitionäre vor fünf Jahren zusammen.

Und nun gibt es immer noch kein konkretes Bauprojekt. «Ich bin sehr enttäuscht von den Politikern», sagt Christian Seydoux, Präsident von Pro Piscine. «Niemand ist vom Schwimmbad begeistert.» Weder Kanton noch Gemeinden setzten sich wirklich dafür ein. «Und nun fehlt dem Kanton auch noch das Geld.» Seydoux befürchtet, dass «wir auch in zwanzig Jahren noch kein Schwimmbad haben werden». Aber er verspricht: «Ich kämpfe weiter.» njb

Mehr zum Thema