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«Wir wollen uns weiterentwickeln»

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Erstmals haben die Kaisereggbahnen in der letzten Wintersaison mehr als 100 000 Gäste registriert und auch der Sommer lag mit rund 75 000 Besuchern weit über dem normalen Durchschnitt (siehe Kasten). «Wir haben ein hervorragendes Jahr hinter uns. Jetzt fangen wir neu an», sagte Verwaltungsratspräsident Felix Bürdel an der gestrigen Medienkonferenz. Er meinte damit nicht nur die angelaufene Sommersaison, sondern vor allem mittel- und langfristige Zukunftspläne des Bahnunternehmens.

Genau im Profil

In der kantonalen Studie «Voralpen Vision 2030», die der Kanton im März vorgestellt hat, ist definiert, welche Berg­bahnen künftig von Subventionen profitieren können: Sie müssen etwa einen positiven Cashflow haben, Mitglied eines touristischen Pools sein und mittel- bis langfristig einen beständigen Businessplan vorweisen. «Wir erfüllen diese Vorgaben voll und ganz», hielt Felix Bürdel fest.

Die Klimaveränderung und die damit verbundene Finanzierung von Beschneiungsanlagen, die in der kantonalen Studie zentral behandelt wurde, ist für die Kaisereggbahnen nicht erst jetzt ein Thema. Die erste Beschneiung hat das Unternehmen 1998 realisiert, heute stehen 46 Schneekanonen und -lanzen zur Verfügung. «Wir haben die bestausgebaute Schneeerzeugungsanlage im ganzen Kanton.» Gerade jetzt ist die Bahn in Gesprächen mit dem Kanton, um die Wassermenge für die Beschneiung künftig zu erhöhen.

Für das Bahnunternehmen ist deshalb klar: «Wir müssen und wollen uns weiterentwickeln.» Und zwar soll dies auf mehreren Ebenen geschehen: So plant das Unternehmen in dieser Saison, den Freizeitpark beim Berghaus Riggisalp auszubauen und die Sportaktivitäten für die Nutzer der Sport- und Freizeitanlage Campus Schwarzsee zu erweitern.

Zentrum auf dem Gypsera-Areal

Mittelfristig ist auf dem Gypsera-Areal der Bau eines touristischen Zentrums und eines Parkhauses geplant. Die Kosten werden auf 30 bis 40 Millionen Franken geschätzt. Dieses Dorfzentrum ist kein reines Projekt des Bahnunternehmens. Die Gemeinde Plaffeien hat ihren Zonennutzungsplan entsprechend angepasst und eine 32 500 Quadratmeter grosse Tourismuszone ausgeschieden. Zudem hat die Region Sense das touristische Zen­trum als Projektblatt für den kantonalen Richtplan eingereicht.

Das Zentrum soll dem Gast Möglichkeiten bieten, sich zu informieren und einzukaufen. Das Parkplatz-Areal soll besucherfreundlicher gestaltet werden, und es soll ein Platz für kulturelle Anlässe und touristisch genutzter Wohnraum entstehen. «Ein solches Angebot hat Auswirkungen auf alle Tourismusanbieter vor Ort», ist Felix Bürdel überzeugt. Dies unterstreicht auch Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien und Vizepräsident des Verwaltungsrates: «Das Zentrum ist für die Gemeinde und den Tourismus sehr wichtig. Wir wollen für Wanderer, Skifahrer und alle anderen Gäste wie etwa Familien oder Rentner attraktive Freizeitangebote schaffen.» Auf diese Weise könne der Aufenthaltstourismus gesteigert werden, wovon etwa die bestehenden Hotels profitierten. Um dies zu erreichen, sei eine gute Zusammenarbeit aller Akteure und eine Abstimmung mit allen Anbietern sehr wichtig. Dies sei auch wichtig, um den Wirtschaftszweig Tourismus zu stärken und die Arbeitsplätze in der Region zu halten.

Weil das Dorfzentrum eine regionale Ausstrahlung hat, sind in der Arbeitsgruppe, die das Projekt bis Ende Jahr konkretisiert, auch die Gemeinde, die Region Sense und Schwarzsee Tourismus vertreten. Die Machbarkeitsstudie wird über Gelder der Neuen Regionalpolitik vom Kanton mit 80 000 Franken unterstützt. Geklärt werden muss dabei auch die Trägerschaft der Investition. Felix Bürdel könnte sich eine Immobiliengesellschaft oder eine Pensionskasse als Investor vorstellen. Die Bahn selber wird es eher nicht sein, sie bleibt aber Besitzerin des Geländes.

Eine zweite Arbeitsgruppe klärt ab, welche zusätzlichen Erlebnisangebote sonst noch umgesetzt werden könnten, um das touristische Potenzial im Sommer und im Winter besser auszunützen.

Das sind aber nicht die einzigen Projekte, welche die Kaisereggbahnen im Köcher haben: 2025/2026 soll die heutige Sesselbahn Riggisalp ersetzt werden. Dies ist mit einer Investition von zehn bis zwölf Millionen Franken verbunden.

Rückblick

Erstmals über 100 000 Gäste in der Wintersaison

Die Kaisereggbahnen Schwarzsee haben das beste Betriebsjahr in ihrer 73-jährigen Geschichte hinter sich. Das Bahnunternehmen hat 4,5 Millionen Franken Umsatz erzielt und weist einen Cashflow von 1,3 Millionen Franken aus.

38 Prozent der Einnahmen stammen aus dem Sommer-, 62 Prozent aus dem Winterbetrieb. Zum guten Abschluss haben im Sommer 2018 das ausgebaute Berghaus, die Gäste mit dem Magic Pass und natürlich das gute Wetter beigetragen, wie Geschäftsführer Matthias Jungo an der Medienkonferenz ausführte. Die Bahn transportierte im Sommer 75 123 Gäste – «das haben wir vorher noch nie erreicht», sagte er. Sesselbahn und Berghaus waren 155 Tage in Betrieb, die Rodelbahn 143 Tage.

Auch im Winter hat es zur rechten Zeit geschneit oder war kalt genug zum Beschneien, wie er ausführte. Das hatte zur Folge, dass in den 102 Betriebstagen die 100 000er-Marke geknackt wurde: Die Bahn hat 100 729 Besucher transportiert und 800 000 Fahrten regis­triert. Das sind 30 Prozent mehr als im Durchschnitt der drei Jahre vorher. 35 Prozent kamen durch den Magic Pass.

Das Bahnunternehmen hat sein Aktienkapital um 550 000 Franken erhöht, um die finanzielle Basis zu stärken. Die Gemeinde Plaffeien trägt zwölf Prozent des Aktienkapitals. Ziel des Verwaltungsrats sei es, eine Million Franken Cashflow zu erzielen, um in der Lage zu sein, Abschreibungen vorzunehmen und Reserven für künftige Projekte zu schaffen, sagte Felix Bürdel. «Es war ein spezielles Jahr. Wir machen uns keine Illusionen, dass es immer so gut läuft.»

im

 

«Wir haben die bestausgebaute Schneeerzeugungsanlage im Kanton.»

Felix Bürdel

Verwaltungsratspräsident der Kaisereggbahnen AG

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