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Wo bleibt die Menschlichkeit?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als Seelsorger ist man ja so richtig an der Basis der Menschen. Man sieht, was ihnen Sorge bereitet und was sie bewegt, aber auch, wie sie von Wirtschaft, Politik und von den heutigen «Managern» manipuliert werden. Und am Ende, wenn man so in die Tiefe geht, wird klar, dass es vielfach nicht mehr um den Menschen, sondern nur noch um das Eine geht: «Wo kann ich meinen Profit machen!»

So jüngst, als ich in den Nachrichten hörte, dass der Nothilfekurs aus dem Programm der Fahrlehre gestrichen werden soll. Wahrscheinlich aus der Entdeckung heraus, dass die Verkehrsämter daran zu wenig verdienen können. Oder dass die Nothilfe am Mitmenschen nicht mehr notwendig ist; wir haben ja das Handy, über das man die 144 anrufen kann, und dann kann man dem Verletzten am Boden sagen: «Die Ambulanz kommt gleich, hör auf, zu bluten, ich gehe jetzt!» Nur weil es zum Glück weniger Unfälle gibt, kann man diese Hilfe am Mitmenschen abschaffen?

Schon seit einiger Zeit fällt mir auf, dass im Staat, in der Politik, in der Pflege, sogar auch in den Planungsebenen von Kirchen und anderen Organisationen immer mehr der Formalismus Einzug hält.

So ist in gewissen Schulen das Programmieren seines Computers viel wichtiger als das soziale Verhalten. In vielen Firmen ist der Anstieg des Profites wichtiger als eine soziale Gleichstellung des Lohnes von einfachen Angestellten. Es gibt mir zu denken, dass der Profit je länger je wichtiger ist als der Mensch. Die Bemerkung «Die Alten kosten zu viel», empfinde ich als eine Frechheit! Wer hat das, was wir heute haben, erarbeitet? Trotzdem hoffe ich, dass es mit der Zeit wieder einmal ein Umdenken gibt und der Mensch wichtiger wird als das Erfinden von Robotern. Noch etwas zum Nachdenken: die elektronische Selbsterfassung des Eingekauften. Die Preise sind damit ja nicht gesunken, soziale Begegnungen haben keinen Platz mehr, einfache Menschen, die diese Arbeit hatten, werden abserviert. Ich habe noch nie gehört, dass ein elektronisches Gerät Steuern, AHV einbezahlt hat. Das, was ich sehe, ist, dass beim einfachen Mensch die Ausgaben ansteigen, aber nicht der Lohn. Dies einige Gedanken von einem, der sich sehr grosse Sorgen macht um die soziale Gleichheit und Menschlichkeit. Jean-Marie Juriens, Pfarrer, Gurmels

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