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Wo die Badesaison schon an Ostern eröffnet wird

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Wo die Badesaison schon an Ostern eröffnet wird

Traditionelles Osterschwimmen in Flamatt fand bereits zum 14. Mal statt

Wagemutig stürzen sich jedes Jahr am Ostermontag einige abgehärtete Schwimmerinnen und Schwimmer in die kühlen Fluten der Sense. Was vor 14 Jahren aus einer Bierlaune heraus entstand, hat sich inzwischen zu einem richtigen Volksfest entwickelt.

Von IMELDA RUFFIEUX

Die Brücke über die Sense zwischen Flamatt und Neuenegg war gestern Nachmittag voll besetzt und auch am Ufer des Flusses tummelten sich grüppchenweise eine ganze Menge Leute. Was war los? Ein verspätetes Ostereiersuchen vielleicht? Ein privates Grillfest? – Nein, etwas ganz anderes: das traditionelle Ostermontag-Schwimmen stand auf dem Programm.

Wassertemperatur bei zehn Grad

«Eigentlich ist es schon fast langweilig in diesem Jahr, das Wetter ist viel zu gut», meinte einer der Teilnehmer locker, bevor er sich mit den anderen in die Fluten der Sense stürzt. Dieses Jahr sind es rund 20 Personen – vom Kleinkind bis zur älteren Dame samt Hund – die das Wagnis eingehen. Angesichts der Temperaturen von knapp zehn Grad schnappt dann doch der eine oder andere beim Kontakt mit dem kühlen Nass nach Luft. Langsam reinwaten und sich akklimatisieren nützen da wenig. Besser ist die Devise «Augen zu und hopp!»

Natürlich geht es dann nicht darum, stundenlang im Wasser zu plantschen. Ein paar schnelle Schwimmübungen flussabwärts, ein paar Spritzer zum Anfeuern von zögerlichen Badegenossen, dann noch schnell ein Gruppenfoto fürs Album und schon gehts wieder raus, wo Kollegen, Partnerinnen und Freunde mit wärmenden Badetüchern warten.

Aus einer Bieridee
wird eine Tradition

Das Ostermontag-Schwimmen fand in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. Seinen Anfang genommen hat es im Restaurant «Tele» in Flamatt, wo eine kleine Clique sich am Ostermontagmorgen zu einem Bierchen traf und einer angesichts des damals recht warmen Wetters plötzlich die Idee einbrachte, man könnte doch die Bade-Saison eröffnen.

Einmal gesagt, wollten sie sich nicht lumpen lassen und so wurde die Idee noch am gleichen Nachmittag in die Tat umgesetzt. Da die Gruppe auch sonst recht fasnächtlich angehaucht war, entschied sie sich, den Sprung in die Sense um genau 15.03 Uhr anzusetzen.

Urs Lehmann, der damals zusammen mit Christian Langenegger und Markus Beer einer der drei ersten Mutigen war, hat seither kein einziges Ostermontag-Schwimmen ausgelassen. Anfangs wars ein kleines Grüppchen, mit der Zeit kamen immer mehr Freunde und Bekannte zusammen. Ab dem fünften Jahr wurde ein kleines Zelt aufgestellt und eine Festwirtschaft organisiert.

Anekdoten und Geschichten

Wenn das Wetter mitspielt wie gestern Nachmittag, übersteigt die Besucherzahl bald einmal die 100er-Marke. Dazu kommen noch viele Schaulustige, die nur für ein paar Minuten um 15 Uhr vorbeikommen, um sich davon zu überzeugen, dass es wirklich genug Verrückte gibt, die sich bei diesem Wetter ins Wasser wagen.

Man hat aber auch schon anderes erlebt und die Anektdoden und kleinen Geschichten werden jeweils gerne und oft wieder erzählt. Zum Beispiel, dass die Schwimmer einmal bei knapp vier Grad und Schneefall ins Wasser gingen oder dass die Gruppe das zehnte Ostermontag-Schwimmen mit allem Drum und Dran gebührend feierte und später merkte, dass das Jubiläum eigentlich ein Jahr später gewesen wäre …

Bis zum nächsten Ostermontag

Mit der Zeit wurde die Runde immer grösser. Kinder kamen dazu, und der Anlass wurde zu einem heiteren Familienfest. Und mit Cervelat und Stangenbrot Braten, Eiertütschen und fröhlichem Zusammensein dauert das Fest für einige meist bis in die Nacht hinein.

Nach dem Aufräumen am nächsten Morgen bleibt nur noch Arbeit für die Archivarin Jacqueline: sie klebt die Fotos des diesjährigen Anlasses in das dicke Album, ergänzt sie mit passenden Kommentaren und lässt einige Seiten frei: Platz für die Erinnerungen für das Ostermontag-Schwimmen 2004.

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