Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wo die Sonne auch unter Tage scheint

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wer die Unterführung zum Poyakreisel betritt, sieht sofort die Fortschritte, die in den letzten Monaten erzielt wurden. Alles sieht fertig aus. Sogar die Beschilderungen, die künftig den Weg zur Poyabrücke oder in Richtung Autobahn signalisieren, sind schon angebracht.

Doch der erste Eindruck täuscht. «Es gibt noch viel zu tun, was auf den ersten Blick nicht zu sehen ist», sagt Projektmanager Christophe Bressoud den FN. So fehlen beispielsweise noch die Lärmschutzwände ausgangs der Unterführung, und auch was die vielen elektrischen Installationen angeht, steht noch vieles an. Ausserdem fehlen noch die letzte Schicht des Bodenbelags und die darauf platzierten Markierungen. «Es ist wie beim Bau eines Hauses. Da fragen sich die Nachbarn auch oft, warum die Eigentümer nicht längst eingezogen sind. Von aussen sieht man oft nicht, was noch alles gemacht werden muss», so Bressoud. Das Projekt habe nun aber definitiv die Endphase erreicht. Die grössten Arbeiten seien getan.

Sonnenlicht im Inneren

Was besonders auffällt, ist die gute Ausleuchtung der Unterführung und des Kreisels durch Sonnenlicht. Dieses dringt durch Lichtschächte, direkt über dem Kreisel oder bei der Unterführung, ins Innere ein. Dadurch wird der Einsatz von künstlichem Licht tagsüber auf ein Minimum beschränkt, wodurch Stromkosten eingespart werden können. Die leicht gebogenen Wände der Unterführung reflektieren das Licht zusätzlich.

Die Öffnungen haben aber auch noch eine zweite Funktion. Sie sorgen für die Ventilation. «Normalerweise kann man in Tunnels die Luft durch eine Öffnung ansaugen und durch die zweite ausstossen. Dieses Verfahren ist in einem Tunnel mit drei Ausgängen schwierig», so Bressoud. Durch die Öffnungen nach oben wurde dafür eine einfache Lösung gefunden.

Ausserdem wird die Unterführung durch LED-Lampen ausgeleuchtet. Auch die seien sehr sparsam und würden sich daher schnell amortisieren, so Bressoud. Am Eingang der Unterführung kann die Beleuchtung so eingestellt werden, dass die hinein- oder hinausfahrenden Automobilisten nicht mit einem zu starken Lichtkontrast konfrontiert werden.

Eine seltene Konstruktion

Die Schweiz ist für unterirdische Bauvorhaben wie beispielsweise Tunnelgrabungen bekannt. Unterirdische Kreisel sind hier jedoch eine Seltenheit. Der 1999 gebaute Kreisel in Frauenfeld war lange der einzige seiner Art und übernahm deshalb eine Vorreiterrolle. 2012 folgte der Kreisel in Bern Wankdorf, der ebenfalls unterirdisch angelegt wurde. Er ist mit 45 Metern Durchmesser und 10 Metern Tiefe der bisher grösste Kreisel unter der Oberfläche in der Schweiz. Mit einem Durchmesser von 32 Metern und einer Tiefe von sieben Metern ist der Freiburger Kreisel etwas kleiner.

Die bestehenden Projekte hätten die Planung des Poyakreisels nicht allzu stark beeinflusst, so Bressoud. Schliesslich sei für das Freiburger Projekt eine ganz eigene Lösung ausgearbeitet worden.

Lange Testphase

Im Juli werden schliesslich fast alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dann beginnt die Testphase, die unter anderem in Zusammenarbeit mit der Polizei erfolgt. Dafür müsse viel Zeit eingerechnet werden. «Es ist wie bei Computerproblemen. Manchmal sucht man tagelang nach einem kleinen Fehler», sagt Bressoud. Doch man habe diese Phase bereits gut vorbereitet, betont er. Die Eröffnung am zehnten Oktober sollte wie geplant stattfinden können. Und wenn am zwölften Oktober die Brücke für den Verkehr freigegeben wird, kann schliesslich auch der unterirdische Kreisel befahren werden.

 

Durch grosse Schächte wird der unterirdische Kreisel mit Sonnenlicht versorgt. Bilder Corinne Aeberhard

Erinnerungsbuch

Die Poyabrücke in Text und Bild

Anlässlich des Einweihungsfestes der Poyabrücke veröffentlicht der Kanton ein Erinnerungsbuch zu den Bauarbeiten für das gesamte Poyaprojekt. Auf 180 Seiten sind Texte und exklusive Fotos zum Bauvorhaben, das zu den bedeutendsten des Kantons Freiburg gehört, zu finden. Das Buch wird vollständig zweisprachig sein. Bis Ende Juni kann das Erinnerungsbuch noch vorbestellt und dadurch zum Vorzugspreis von 39 Franken erstanden werden.lr

Umleitung: Ab dieser Woche wieder über die Murtenstrasse

S eit dem 21. Mai 2012 wurde der Verkehr im St.-Leonhard-Quartier an der Oberfläche wegen den Bauarbeiten für die Poya-Unterführung über die Friedhofsallee und den St.-Leonhard-Weg umgeleitet. Seit dieser Woche ist es nun wieder möglich, die direkte Route über die Murtenstrasse zu befahren – zumindest von Granges-Paccot aus Richtung Stadt. Ab nächster Woche wird die Murtenstrasse an der Oberfläche dann wieder in beiden Richtungen befahrbar sein. Eigentlich war die Rückkehr zur ursprünglichen Verkehrsführung erst für den 28. April vorgesehen. Nun seien die Arbeiten aber etwas schneller als geplant vorangeschritten und hätten die frühere Öffnung der Strasse begünstigt, so Corinne Rebetez, Sprecherin der kantonalen Raumplanungsdirektion, gestern auf Anfrage. Die Unterführung und der Kreisel werden aber wie die Poyabrücke erst ab dem zwölften Oktober offen sein.

In Zukunft wird schliesslich ein Grossteil des Transitverkehrs durch die Unterführung und den unterirdischen Kreisel geführt. Dadurch soll der Verkehr an der Oberfläche beruhigt und das Durchkommen für die TPF-Busse erleichtert werden. lr

Mehr zum Thema