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Wo die Weihnachtsbäume wachsen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Beat Reidy steht im Schneematsch am Rand eines eingezäunten Felds beim Weiler Staffels in Wünnewil. Zu seinen Füssen: lange Reihen kleiner, zarter Tannenbäume. Sie sind vielleicht zwanzig oder dreissig Zentimeter hoch, haben wenig Äste und noch ziemlich hellgrüne Nadeln. «Diese 2000 Bäumchen haben wir letztes Jahr gepflanzt», erklärt Beat Reidy, Inhaber von Reidys Weihnachtsbäume. Die Pflanzen kommen von Baumschulen zu ihm, wenn sie zwei- oder dreijährig sind, dann setzt er sie ein, und sie müssen von dem Moment an Wind und Wetter trotzen. Bis sie stattliche Nordmanntannen sind und mit Christbaumschmuck behängt werden können, werden noch acht bis zwölf Jahre vergehen.

Weniger Pestizide

«Bei der diesjährigen Neupflanzung wollen wir keine Herbizide einsetzen, sondern natürliche Mittel nutzen, um den Tannen beim Aufwachsen zu helfen», sagt Beat Reidy. Die Bäumchen hatten einen harzigen Start: Im vergangenen Sommer war es zu trocken für sie, und es gab zu wenig Wasser zum Bewässern. Beat Reidy zeigt auf ein Tännchen, dessen Nadeln rötlich sind: «Einige sind vertrocknet.» Nächstes Jahr sollte es aber besser gehen: Dann reichen die Wurzeln tiefer in den Boden hinein und die Bäume dürften genug Wasser finden.

Reidy, sein Betriebsleiter Dario Decorvet und die drei oder vier temporären Mitarbeiter müssen zudem darauf achten, dass die kleinen Tannen nicht von Unkraut zugewuchert werden. «Wir setzen auf eine spezielle Untersaat aus Gras und Klee, die wir regelmässig mähen», sagt Reidy. So werde verhindert, dass grössere Pflanzen wachsen könnten. Zudem wird das Feld regelmässig gemulcht – das heisst, der Boden wird mit unverrottetem organischem Material bedeckt und so auch gedüngt. Sobald die Bäume grösser sind, sind sie robuster. Zudem werfen sie dann so viel Schatten, dass andere Pflanzen weniger gut wachsen. Die grösseren Tannen sind auch nicht mehr eingezäunt, denn die ­Rehe können bei ihnen keinen so grossen Schaden mehr anrichten.

Deckäste für Rosen

Beat Reidy zeigt auf den Wald hinter dem Feld mit den jungen Pflanzen. Erst auf den zweiten Blick wird klar: Das ist gar kein Wald, sondern eine weitere Tannenbaumpflanzung. Zunächst einige Reihen mit Bäumen mittlerer Grösse, dahinter grössere Tannen. «Die grossen Tannen benutzen wir für Deckäste», erklärt Beat Reidy. Die Äste werden im Herbst als Schutz auf Rosenstauden oder Gräber gelegt. Der Verkauf der Deckäste sei eine ideale Ergänzung zu den Weihnachtsbäumen. «Wir liefern ab Oktober Deckäste an Grosskunden wie etwa Stadtgärtnereien», erklärt Reidy. Im November verkaufe man vor allem Äste für Dekorationszwecke.

Anfang Dezember beginnt das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen. «Die ersten Kunden sind jeweils Firmen, die am ersten Advent Weihnachtsbäume im oder vor dem Betrieb aufstellen.» Private kämen meist in den drei Wochen vor Weihnachten vorbei, um ihren Baum auszuwählen.

Ein Drittel Eigenproduktion

Reidys bauen vor allem Nordmanntannen an. «Das sind momentan die beliebtesten Bäume», sagt Beat Reidy. Es sind volle Tannen mit dicken, weichen Nadeln, die nicht so schnell abfallen, ist der Baum einmal aufgestellt. Im Angebot sind auch Rot-, Weiss- und Blautannen sowie die Sorte Nobilis. «Blautannen sind vor allem für Katzenhalter geeignet, denn ihre spitzen Nadeln halten die Katzen davon ab, hinaufzuklettern», verrät Reidy.

Rund 1000 Weihnachtsbäume verkaufen Reidys pro Saison. Davon stammt rund ein Drittel aus Eigenproduktion, der Rest kommt von Partnerbetrieben in Süddeutschland oder Dänemark. «Wir haben im Moment nicht die Kapa­zität, die Nachfrage selbst zu decken», sagt Beat Reidy. Die Situation ist schweizweit ­ähnlich: Nur rund 40 Prozent aller verkauften Christbäume kommen aus Schweizer Produktion.

«Auch wenn wir jetzt 2000 Bäume gepflanzt haben – von denen werden nicht alle gross werden», erklärt Reidy. Es drohten Hagelschäden sowie Frostschäden im Frühjahr. Zudem wüchsen nicht alle Bäume so schön, dass sie sich als Weihnachtsbäume eigneten.

Zahlen und Fakten

Rund 9000 Bäume auf drei bis vier Hektaren

Die Familie Reidy betreibt in Staffels bei Wünnewil einen Landwirtschaftsbetrieb mit Weidemast, Schweinemast und Saatgutproduktion auf rund 25 Hektaren Nutzfläche. In den 1980er-Jahren begann der Vater des heutigen Inhabers Beat Reidy, Weihnachtsbäume zu produzieren – als Nebenverdienst in den Wintermonaten, in denen weniger andere Arbeit anfällt. Heute sind auf dem Hof ein Betriebsleiter sowie drei oder vier saisonale Mitarbeiter beschäftigt. Auf drei bis vier Hektaren Land wachsen rund 9000 Tannen. 2000 davon wurden dieses Jahr neu gepflanzt. Der grössere Teil der Kunden für Deckäste und Bäume sind Wiederverkäufer in der Region und schweizweit (Gartencenter, Landi und andere), der Rest sind Privat­kunden.

 

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