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Wochenmarkt sucht Biobauern

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Etwas verzweifelt sucht der Verein Standortentwicklung Murtenseeregion Bauern, die biologisch produzieren und ihre Erzeugnisse auf dem Wochenmarkt beim Berntor verkaufen wollen. Dieses Jahr wird der Markt ohne Bioprodukte starten (siehe Kasten). Diesem Mangel wollen die Organisatoren abhelfen. Bis 2013 war ein Demeter-Biobauer auf dem Markt. Seither wird ein Nachfolger gesucht.

Die Suche dauere schon eine Weile, sagt Ueli Haldimann, der für die Akquirierung zuständig ist. «Leider blieb sie bisher ohne Erfolg.» Aus Sicht der Organisatoren sei es wünschenswert für die Breite des Angebots, wenn die Konsumenten auch biologisch produzierte Ware auf dem Markt kaufen könnten. Zwar komme vereinzelt auch Biogemüse auf den Markt, aber dies geschehe zufällig und nicht wie gewünscht regelmässig, so Haldimann.

Lange erfolglose Suche

 Er habe in den letzten Monaten viel getan, betont Haldimann: Anfragen bei den Verbänden der Biobauern im Kanton und in der Region, persönliches Nachfragen bei einem Biobauern in der Region–nichts habe gefruchtet. Die bisherigen Standhalter seien zufrieden mit dem Interesse der Kundschaft und dem Umsatz, räumt Haldimann ein. Die aktuellen Bauern auf dem Markt wünschten sich einen Biokollegen. «Er wäre keine Konkurrenz, die Angebote ergänzen sich. Wer konventionell einkauft, kauft nicht Bio. Und wer Bio kauft, geht in der Regel nicht zum konventionell produzierenden Bauern.»

Vor allem jüngere Konsumenten fragten nach Bioprodukten, weiss Haldimann. Das neue Angebot könnte den Markt beleben, denn die Kunden hätten einen Grund mehr, um auf den Markt zu kommen. «Denn Bio vom Märit von regionalen Produzenten ist immer besser als Bio von Coop und Migros.» Aber: Seit vor allem Coop auch Bioware aus der Region verkauft, drohe der Markt, ins Hintertreffen zu geraten. «Bio ist heute Mainstream. Wir müssen mit den Grossverteilern mithalten», ist Haldimann überzeugt. Ganz zu schweigen von den grossen Märkten in der Region.

Kein klarer Grund

Eine Erklärung für die geringere Attraktivität des Marktes in Murten kann laut Haldimann sein, dass die Biobauern die Grossverteiler vorziehen und lieber diese beliefern–trotz aller Nachteile, welche eine zu starke Anbindung an diese Grosskunden mit sich bringe. Vielleicht seien auch die grösseren Märkte von Bern, Freiburg oder Neuenburg angesichts des grossen Aufwands für die Marktfahrer vielversprechender. Zudem hätten diese nicht selten auch eigene Hofläden, welche auch einiges an Aufwand mit sich brächten. Sie wollten eine Präsenz in Murten nicht auch noch auf sich nehmen. Und die Organisatoren wünschen sich eine regelmässige und langfristige Präsenz auf dem Markt. «Denn die Konsumenten brauchen Gewissheit.»

Aufruf auf Facebook

Dabei hätten auch die Organisatoren des Murtner Wochenmarkts den Interessenten etwas zu bieten: So erhalten Bauern, welche gerade auf Bio umgestiegen sind, die in der Region noch nicht so bekannt sind, ein neues Zielpublikum erreichen wollen oder nicht an die Grossverteiler liefern können oder wollen, einen Absatzkanal. Die Verantwortlichen rufen auf ihrer Facebook-Seite nicht nur Biobauern zum Mitmachen auf, sondern auch Nicht-Bauern, die Interessenten vermitteln können.

Den Organisatoren schweben laut Haldimann weitere mögliche Ausbauschritte für den Markt vor. Haldimann wünscht sich zum Beispiel ein kleines Marktcafé, und er hat den Detaillisten im Stedtli vorgeschlagen, einen Stand mit einem Inhalt ihrer Wahl auf dem Markt zu unterhalten.

Zum Programm

In Murten endet am Samstag der Winter

Am Samstag, 28. März, stellen die Marktfahrer auf dem Berntorplatz in Murten wieder ihre Stände auf. Der Wochenmarkt findet bis in den Spätherbst jeden Samstagmorgen von 8 bis 12.30 Uhr. Die Palette umfasst Früchte und Gemüse, Blumen, Milchprodukte, Fisch sowie Backwaren oder saisonale Spezialitäten. Organisiert wird der Anlass vom Verein Standortentwicklung Murtenseeregion. Der Markt war das Ergebnis einer Umfrage des Vereins vor rund zehn Jahren und ein indirekter Nachfolger des früheren Marktes beim Berntor. Dieser wurde wegen der Expo02 unterbrochen. Erst am Ostersamstag 2008 wurde der Wochenmarkt wieder lanciert.fca

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