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Wofür ist die Logopädie da?

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Autor: IRMGARD LEHMANN

Logopädinnen bringen Kindern richtiges Sprechen bei. Das ist so die allgemeine Meinung. Stimmt das so?

Nein, denn Sprechen ist nur ein Teil der Sprache. Sprache ist Wahrnehmen, Verstehen und Mitteilen. In der Logopädie werden Grundlagen erarbeitet, damit sich die Sprache entwickeln kann.

Stottert ein Kind, so lernt es in einem ersten Schritt, dass es stottern darf, dass man stottern verändern kann, probiert aus, wie es am besten in das fliessende Sprechen kommt und wie man die verschiedenen Strategien in den Alltag nimmt.

Es ist wichtig, dass ein Kind möglichst früh erfasst wird, so kann seine Sprachentwicklung optimal gefördert werden. Ein Kind, das sich nicht mitteilen kann, Schwierigkeiten im mündlichen und/oder schriftlichen Spracherwerb hat, ist in seiner Kommunikationsfähigkeit beeinträchtigt und somit auch in der Persönlichkeitsentwicklung.

Die Logopädinnen arbeiten aber auch mit Erwachsenen. Mit welchen Leiden kommen sie?

Wir arbeiten z. B. mit Frauen und Männern, die nach einer Hirnverletzung die Sprache verloren haben. In eine solche Therapie ist auch die Familie miteinzubeziehen oder der Arbeitsplatz. Gerade kürzlich musste ich in einem Fall von Sprachstörung den Arbeitgeber aufsuchen und beraten.

Stimmstörungen kommen häufig vor. Vor allem bei Menschen, die viel sprechen müssen. Lehrer, Juristen, Pfarrer sind damit konfrontiert. Eine Therapie kann drei Monate bis ein Jahr dauern.

Vorschulkinder, Jugendliche und Erwachsene werden von freischaffenden Logopädinnen betreut, die von der IV bezahlt wurden. Wie sieht die Zukunft der Freischaffenden aus?

Die Freipraktizierenden haben eine ergänzende, wichtige Struktur aufgebaut. Und bei Wartelisten in den verschiedenen Gemeinden auch Schulkindern ermöglicht, schneller eine Therapie zu bekommen. Die Freipraktizierenden müssen in der neuen Struktur miteinbezogen werden.

Die Interkantonale Vereinbarung setzt den Akzent auf die Integration, was eher Richtung Förderung geht. Wird damit die Schonraum-Einzelbetreuung tendenziell wegfallen?

Die Frage, was das Beste für das Kind ist, ist nach wie vor zentral. Für das eine Kind kann es die Einzeltherapie sein, für das andere die Kleingruppe. Vielleicht aber müssen vorab die Eltern, die Lehrpersonen beraten werden.

Integration statt Separation lautet die Devise. Aber bereits jetzt klagen die Lehrpersonen über Mehrbelastung. Nimmt man das ernst?

Ich hoffe sehr, dass die neuen Aufgaben und Herausforderungen im Ausbildungskonzept der Lehrerinnen und Lehrer miteinbezogen werden.

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