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Wohin geht die Entwicklung des Standorts Seebezirk drei Jahre nach Amgen?

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Autor: Marc Kipfer

Der Name Amgen ist der Bevölkerung des Seebezirks noch immer in unguter Erinnerung. Der amerikanische Pharmakonzern hatte in den Jahren 2004 und 2005 für Aufregung gesorgt, als er – zuerst unter dem Decknamen «Redwood» – Verhandlungen für eine Biotechnologie-Fabrik im Grossen Moos aufnahm. Über 1100 Arbeitsplätze hatte das Unternehmen bis 2010 in Aussicht gestellt, vorgesehen waren Investitionen von über einer Milliarde Franken. Zu diesem Zweck wurden im Gebiet Bellechasse 55 Hektaren Land auf Boden des Kantons und der Gemeinde Galmiz umgezont.

Gegen die Überbauung des von der Landwirtschaft dominierten Gebiets regte sich allerdings heftiger Widerstand. Nicht nur Landschaftsschützer schalteten sich ein, auch Wirtschafts- und Raumplanungsexperten diskutierten heftig über die Rahmenbedingungen bei der Neuansiedlung grosser Unternehmen. Demonstranten marschierten durch die Gemüsefelder, und der Fall «Galmiz» wurde zum nationalen Politikum. Nach mehrfacher Vertagung des Entscheids zog Amgen letztlich einen Standort in Irland vor. In der Folge wurde das Projekt dort jedoch ebenfalls nicht realisiert.

Kein Nachtrauern

Der Fall Amgen muss für den Seebezirk rückblickend als eine Ausnahme betrachtet werden. Unternehmen mit einem Flächenbedarf in diesem Ausmass (55 Hektaren entsprechen etwa 80 Fussballfeldern) und einem vergleichbar grossen Personalbestand sind äusserst selten.

Mit mittlerweile drei Jahren Abstand trauern selbst Interessenverbände, die das Projekt tatkräftig unterstützt hatten, dem Fernbleiben von Amgen nicht mehr nach. «Noch mehr Aufwand für die Ansiedlung zu betreiben und insbesondere eine weitere Konfrontation mit den Gegnern wären enttäuschend gewesen, wenn der Konzern am Schluss dennoch anders entschieden hätte», sagt Pio Brönnimann, Präsident des Groupement des Industriels Morat et Environs (GIME). Für Brönnimann gehört Amgen dennoch in die Kategorie Unternehmen, die er gerne im Seebezirk sehen würde.

Anders lautet Brönnimanns Einschätzung im Fall der abgelehnten Grosssägerei in Müntschemier, in unmittelbarer Nähe des Seebezirks. «Das Unternehmen hätte viel Verkehr und Emissionen produziert. Zudem wären nur wenige Arbeitsplätze für qualifiziertes Personal geschaffen worden. Genau diese braucht es aber», so Brönnimann.

Gewissenhafter Umgang

«Die Gegner hatten ein einfaches Spiel», sagt Silvan Jampen, Präsident der FDP des Seebezirks, sowohl bezüglich Amgen als auch bei der Grosssägerei in Müntschemier. In letzterem Fall habe eine vertiefte Auseinandersetzung über die Entwicklungsziele gefehlt, urteilt Jampen. «Eine Gesellschaft, die weiter erfolgreich sein will, sollte gewissenhafter umgehen mit der Frage, wie Arbeitsplätze geschaffen werden können», so Jampen.

Schnelles Handeln gefragt

Laut Elisabeth Ruegsegger, Direktorin des Regionalverbands See, ist der Seebezirk grundsätzlich offen für jede Neuansiedlung. Wichtig sei es, schnell zu handeln: «Wenn eine Anfrage kommt, muss man sehr rasch konkrete Vorchläge bieten und nicht erst noch ganz viele Zonenanpassungen anpacken müssen.» Der Fall Amgen zeige auf, wie wichtig es sei, jederzeit vorbereitet zu sein, so Ruegsegger.

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