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Wohl abgerundeter Streicherklang

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Untertitel: Erstes Abonnementskonzert der 91. Saison

Autor: Von JUTTA LAMPART

Als Arvo Pärt kurz nach Benjamin Brittens Tod den bewegenden «Cantus in memoriam Benjamin Britten» komponierte, gab er dem Glockenschlag eine wegweisende Rolle. Sein reduzierter, entrückter Stil bekam eine suggestive Markierung ganz eigener Art. Dreimal ertönte ein Hauch von Glocke, dann setzte hohes, fernes Streicherweben ein. Einfach erschien die ständig wiederholte Phrase, unwirklich und eindringlich. Der Trauergesang verdichtete sich zu einem dunklen Strom. Nicht lastend, sondern in stiller Feierlichkeit schloss dieses einprägsame Werk.

Bezaubernder Strauss –
innig und burlesk

Ein kleines, leuchtendes Juwel hat der betagte Richard Strauss mit seinem Doppelkonzert für Klarinette und Fagott geschaffen. Eine Liebesgeschichte wird erzählt, die Prinzessin und der verwunschene Bär. Chardonnens und Venturieri spielten ihren Part auf bezaubernde Weise. Innig oder burlesk gingen sie aufeinander ein, schäkerten im typischen Klang des Komponisten und fanden zu einem wunderschönen weiten Atem.

Auch Bela Bartoks «Divertimento für Streichorchester» erzählte von heiteren Gefühlen. Freilich wichen sie auch nachdenklicher Melancholie. Dieses meistgespielte Werk des dünnhäutigen Komponisten entstand 1939 in zwei glücklichen Wochen auf Anregung Paul Sachers. Siffert vermochte seine Musiker zu einer spannenden Vielseitigkeit zu motivieren. Lebensfroh und drängend stampfte der erste Satz daher. Eine Brücke zur Versunkenheit Arvo Pärts schlug das «Molto adagio», das freilich durch peinigende Schreie unterbrochen wurde. Das «Finale» wurde eine Liebeserklärung an die ungarische Heimat mit wildem Tanz und schluchzenden Geigen.
Mit einer unendlich schönen Melodie als Zugabe, dem für Orchester gesetzten «Andante cantabile» aus dem ersten Streichquartett von Peter Tschaikowsky, schloss das anspruchsvolle erste Konzert der neuen Saison.

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