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Wohl ist im Alltag des Klosters einiges strikt ger

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Autor: Corinne Aeberhard (Bilder und Text)

Wohl ist im Alltag des Klosters einiges strikt geregelt – etwa die Gebete am Morgen und am Abend. Ansonsten aber unterscheidet sich der Alltag der sieben Männer, welche im Franziskanerkloster leben, nicht grundsätzlich vom Alltag anderer Menschen.

Jeder Pater hat sein «Spezialgebiet» und seine Aufgaben im Klosteralltag. Pater Hans etwa kocht Kaffee am Morgen und stellt für die Gemeinschaft das Frühstück bereit. Kurze Zeit später hört man im Kloster ein helles Glockengeläut. Bruder Emmanuel, zuständig für die Sakristei, läutet die 8-Uhr-Messe ein, welche an diesem Tag von Guardian Pater Maximilian, dem Klostervorsteher, gelesen wird.

Bald schon hört man Stimmen im Hof hallen. Die Brüder Gabriel und Daniel sind im Klostergarten am Jäten. Lauch und Zwiebeln, Kohl und Salat, aber auch Rhabarber, Bohnen und Blumen gedeihen in den langen Gartenbeeten. Und immer wieder Unkraut. Die Arbeit geht den beiden nie aus. Dieses Jahr will das Gemüse nicht so recht wachsen. «Die Kälte», sagt Bruder Gabriel. Der 82-Jährige blickt hinüber zum Schönberg-Quartier und erzählt von der Zeit, als dort noch kein einziger Wohnblock stand. Und nun sieht man die Bauarbeiten für die Poya-Brücke.

Viel Zeit zum Reden hat er nicht. Den Gehstock in der einen Hand und den Kessel fürs Unkraut in der anderen, macht er sich wieder an die Arbeit.

Kartoffeln mit der Seilbahn transportiert

Noch im letzten Jahrhundert haben 40 Brüder im Franziskanerkloster gelebt. Rund die Hälfte davon als Laienbrüder und viele von ihnen als Gärtner. Im angebauten Internat wohnten laut Pater Pascal nochmals mehrere Dutzend Buben. Diese wollten auch verköstigt werden. Das Kloster besitzt Land unten an der Saane im Grabensaal. Wo heute Fussballfelder sind, wurde früher Gemüse angebaut. Bruder Gabriel erinnert sich: «Die Brüder mussten die Kartoffeln zu Fuss hinauftragen.» Eine strenge Arbeit. Später gab es eine kleine «Seilbahn», ein eiserner Behälter, welcher an einem Drahtseil in den Grabensaal hinuntergelassen wurde, um die Ernte hinauf ins Kloster zu schaffen. Die mittlerweile verrostete Installation am Rande des Klostergartens ist noch vorhanden.

Nicht nur die Seilbahn ist verrostet. Auch viele andere Installationen im Haus sind veraltet und erschweren den Klosterbewohnern das alltägliche Leben. Viele Räume – etwa im Keller – werden schon gar nicht mehr benützt. Die Wände in der alten Küche sind wegen der Feuchtigkeit grau, und wie oft bei unbenützten Räumen wird sie als Abstellkammer benützt, in der sich im Laufe der Jahre so einiges angesammelt hat. Alte Möbel, Kochkellen oder Hunderte von Einmachgläsern würden das Herz jedes Trödlers höher schlagen lassen. Eine eiserne Falltüre im Boden lässt einen Abfluss erahnen.

Die grosse alte Waschmaschine in der Waschküche ist zweifelsfrei ein Museumsstück. Das Öffnen des Deckels ist mit einiger Anstrengung verbunden. Ein Stück Haushaltgeschichte dürfte auch im Bügelzimmer stehen. Es handelt sich dabei um alte Wäsche-Trockenschränke, eine Art Vorläufer heutiger Tumbler.

Im riesigen alten Gemüsekeller fällt Sonnenlicht durch die Bogenfenster und schafft eine Atmosphäre, die gleich einen Film im Kopf ablaufen lässt. Man sieht förmlich, wie hier früher Dutzende von Franziskanern unermüdlich Gemüse waschen, rüsten und einmachen. Man glaubt sogar das Dampfen von Töpfen zu sehen und Gerüche wahrzunehmen.

Ein Zimmer oder Geld

Das regelmässige Läuten an der Klosterpforte holt einen zurück in die Realität. Pater Hans springt, um zu öffnen. Eine Frau auf dem Jakobsweg sucht ein Zimmer, andere kommen für ein Gespräch oder möchten Geld. «Geld geben wir keines», so der Pater. Das Kloster gibt aber regelmässig Lebensmittel aus. Dann geht er wieder in sein Büro und bereitet eine Messe vor. Multitasking ist auch im Kloster kein Fremdwort. So ist es auch nicht verwunderlich, dass etwa Pater Pascal öfters – im Habit und mit umgehängter Freitag-Tasche – wie ein Manager von Termin zu Termin eilt.

Und dann muss man sich noch zurechtfinden im beeindruckend grossen Kloster. Man kann sich problemlos verlaufen. Mit den verschiedenen Treppenhäusern und den unendlich langen Gängen scheint es ein Labyrinth zu sein, und man benötigt ein paar Anläufe, um festzustellen, in welchem Stockwerk man sich gerade befindet und wie man zu einem anderen Teil des Klosters gelangt. Und die Mauern? «Da sind eigentlich nie Mauern gewesen», sagt Pater Pascal. Die Franziskaner sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und das Kloster ist somit offen für Gesprächsuchende. Dafür gibt es auch verschiedene Empfangsmöglichkeiten. Nur die Klausur – die Zellen im 1. und 2. Stock -, das sei schon der private Bereich der Gemeinschaft, so der Pater. «Grundsätzlich sind wir aber ein Haus, das offen ist für Freunde und Bedürftige.»

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