Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wohlige Wärme aus der Kläranlage

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Freiburger Abwasser steckt ein grosses energetisches Potenzial. Denn die Wärme des Abwassers kann zurückgewonnen werden. Dies bestätigt eine Studie, welche einem Bericht des Staatsrates zugrunde liegt. Er hatte den Bericht aufgrund eines Vorstosses der Grossrätin Christa Mutter (Grüne, Freiburg) aus dem Jahr 2009 in Auftrag gegeben. Die Studie zeigt namentlich auf, dass die Regionen Freiburg, Murten, Villars-sur-Glâne und Estavayer-le-Lac besonders geeignet sind für die Wärmerückgewinnung. Dies, weil ihr Potenzial über das ganze Jahr hinweg benutzt werden kann und weil sie gross genug sind für eine effektive Nutzung der Abwärme.

Allerdings gebe es auch bei diesen Anlagen Perioden mit nur schwacher Bilanz. Dann müsste eine Zusatzheizung eingeschaltet werden, um den höheren Bedarf an Heizenergie während des Winters auszugleichen. Die restlichen elf bedeutenderen Abwassernetze von 27 auf dem gesamten Kantonsgebiet sind nicht effektiv genug. Vor allem, weil sie bis zu sieben Monate im Jahr nicht genug Wärmeenergie für eine effektive Rückgewinnung zu Heizungszwecken liefern. Die Produktion von Warmwasser wäre während dieser Zeit allerdings möglich.

Bis zu 160 Gigawattstunden

Die Grundüberlegung: Zwischen 10 und 20 Grad Celsius hat Abwasser das höchste Verwertungspotenzial. Das weiss man aufgrund verschiedener praktischer Beispiele, wie etwa des Systems im SBB-Ausbildungszentrum Löwenberg in Murten. Hier wird die Wärme aus dem Abwasser seit 30 Jahren für Heizen, Warmwasser und zum Kühlen gebraucht. Rund die Hälfte der benötigten Wärme kommt aus der Abwasserreinigung, was der Einsparung von 42 000 Kubikmetern Gas entspricht.

Die Resultate der Studie geben zudem Hinweise darauf, dass das grösste energetische Potenzial nach der Abwasserreinigung zu finden ist und nicht schon zuvor in den Sammelkanälen. Allerdings sei eine detaillierte Berechnung noch nicht möglich.

Das gesamte berechnete Potenzial für die Fernwärmegewinnung aus Abwassern liegt, abhängig von der Platzierung einer Zusatzheizung, zwischen 66 und 160 Gigawattstunden pro Jahr. Von besonderem Interesse ist laut dem Bericht ein Netz, in welchem sich ein hohes Wärmepotenzial, ein Fernheizungsnetz und hoher Energiebedarf in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Dies betreffe die Regionen Grossfreiburg, Estavayer und Murten sowie Bulle.

Priorität der Politik

Klar sei, so die Studie, dass die Wärmerückgewinnung aus Abwasser in der Energiepolitik vordringlich behandelt werden müsse. Aus diesen Gründen empfehlen die Autoren der Studie, dass der Kanton die betroffenen Gemeinden unterstützt, damit sie die Energiegewinnung aus Abwasser fördern. Ausserdem stösst die Studie an, dass eingehende Analysen des Potenzials der Abwärme aus der Industrie aufgestellt werden. Eine Schätzung geht von einem Potenzial von 198 Gigawattstunden aus, was der Einsparung von rund 20 000 Tonnen Heizöl im Jahr entspricht.

Mehr zum Thema