Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Wohnungskrise verschärft Armut: Jetzt schlägt Caritas Alarm

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Steigende Mieten und fehlende Wohnungen: Die Lage auf dem Wohnungsmarkt spitzt sich zu. Für ärmere Haushalte seien die Folgen dramatisch, warnt Caritas. In der Pflicht stehe nun die Politik.

Es sind harte Zeiten für Mieterinnen und Mieter in der Schweiz. Im letzten Jahr flatterten bei vielen gleich zwei Mietzinserhöhungen ins Haus. Und die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist ohnehin angespannt. In vielen Kantonen gibt es kaum mehr freie Wohnungen. Entsprechend knapp ist bezahlbarer Wohnraum. Besonders hart trifft das ärmere Haushalte.

Im Schnitt geben sie fast einen Drittel ihres Einkommens für die Miete aus, wie Zahlen des Nachfragemonitors Mietwohnungen belegen. Diese zeigen auch: Haushalte mit tiefem Einkommen bewerben sich auf zu teure Wohnungen, weil sie sonst keine finden würden. Dabei kommt es vor, dass die Miete das Einkommen bis zur Hälfte auffrisst.

Für die Caritas Schweiz ist deshalb klar, dass die Wohnungskrise die Armut verschärft. Die hohen Kosten fürs Wohnen seien für Menschen mit kleinem Einkommen nicht mehr tragbar, sagte Direktor Peter Lack am Dienstag vor den Medien. «Menschen kommen zu uns, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.»

Fairer Zugang zu bezahlbarem Wohnraum

Aus Erfahrung spricht auch Sophie Buchs. «Genf erlebt seit vielen Jahren das, was dem Rest der Schweiz erst jetzt blüht», sagte die Direktorin der regionalen Caritas-Organisation. Sie schildert den Fall eines getrennt lebenden Vaters, der eine Wohnung sucht, damit seine beiden Kinder sich auch bei ihm aufhalten können. Dafür müsste er im Schnitt 1900 Franken ausgeben, was fast die Hälfte seines Einkommens von monatlich 4000 Franken wäre.

Aus Sicht von Caritas Schweiz braucht es rasche Lösungen, um armutsbetroffenen Menschen einen fairen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum zu ermöglichen. Es sei «höchste Zeit», dass Bund, Kantone und Gemeinden ihre Verantwortung wahrnehmen und den «Ernst der Lage» erkennen würden, sagte Direktor Lack.

Ein Instrument sieht er in einkommensabhängigen Mieten, wie es die Kantone beider Basel, Waadt und Genf bereits kennen. Das System funktioniert ähnlich wie die Prämienverbilligung. Je nach Einkommen und Miete erhalten Haushalte einen bestimmten Betrag.

Daneben brauche es aber auch höhere Investitionen in die Förderung von bezahlbarem Wohnraum. Unumgänglich ist für Caritas-Direktor Lack eine gesamtschweizerische Armutsstrategie, deren Ziel verbindliche, messbare Ziele und konkrete Massnahmen sein müsse. Er bedauert es deshalb, dass der Bundesrat kürzlich entschieden hat, die nationale Plattform gegen Armut auf den Prüfstand zu stellen.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Meistgelesen

Mehr zum Thema