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Wühlmäuse – wohl oder übel

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Ich dachte, es läge an meinem Unvermögen, als die Tulpen immer weniger wurden. Schliesslich hatte ich extra widerstandsfähige und vermehrungswillige ausgewählt. Auch als alteingesessene Gehölze dahinstarben, die gemeinhin als robust gelten, hegte ich, nebst apokalyptischen Ängsten, nur Zweifel an mir. Zig Funkien-Spezialisten fragte ich nach einer Erklärung dafür, warum meine Klodeckel-grosse

Hosta sieboldiana

Elegans und drei andere rückwärts wuchsen, bekam aber keine schlüssige Antwort. Als Letztes dann verabschiedete sich mein im vorigen Jahr gepflanzter Augapfel, die Felsenbirne Prince William, von diesem Erdenrund. Als ich den Strauch ausgraben wollte, um etwas anderes an seine Stelle zu setzen, musste ich nur daran züpfeln: Wurzellos, aber mit unübersehbaren Spuren nagender Schneidezähne kam er aus dem Boden. Ich hatte … tief atmete ich ein … Wühlmäuse.

Wühlmäuse sind so wühl- wie mühsam. Man kriegt sie am besten in den Griff, wenn man eine Katze hat, die sie zu fangen beliebt. Aber anscheinend – so erzählte man mir – bleibt das meist ein frommer Wunsch. Mein Hund ist auch keine Alternative. Er buddelt zwar pflichtbewusst die Wühlgänge frei, und dafür wäre ich ihm ja auch dankbar. Leider geht das nie ohne schmerzliche Kollateralschäden vonstatten, und wirklich nützen wollte es bisher auch nicht. Auf den Hühnern ruhte meine letzte Hoffnung. Immerhin konnte ich zusehen, wie eine der Hennen mit einem Mausjungen im Schnabel davonrannte, als wäre es eine vergoldete Trophäe. Wiederholen wollte sich das aber nicht.

Der Schluss liegt nahe, dass ich letztlich zum einzig wirksamen Mittel griff, der bekannten Schweizer Top-Wühlmausfalle. Ich tat es nicht. Aus Bequemlichkeit und Mordunlust, aber auch dank der Beobachtung, die ich dem Buddelhund zu verdanken habe. Tatsächlich verlaufen die Wühlmausgänge in meinem Garten seit Jahren denselben Linien entlang. Unverändert. Wohlan, solange dies so bleibt, kann ich damit leben. Und leben lassen.

Nicole Häfliger arbeitet im Bereich Gartenberatung/-planung und ist Verfasserin des Buchs «Grüntöne». haefliger@gartenhaende.ch

Ratgeber Garten

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«Wühlmäuse sind so wühl- wie mühsam. Man kriegt sie am besten in den Griff, wenn man eine Katze hat, die sie zu fangen beliebt.»

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