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Wünnewil-Flamatt und Überstorf spannen bei Katastrophen zusammen

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Mit Glück wird es nie im Ernstfall gebraucht: das neue interkommunale Führungsorgan Untere Sense. Auf das neue Jahr haben Wünnewil-Flamatt und Überstorf ihre Gemeindeführungsorgane zusammengelegt. Diese kommen bei schlimmen Ereignissen, bei Katastrophen zum Einsatz: In Wünnewil-Flamatt war dies beispielsweise im Jahr 2007 der Fall, als es in Flamatt grosse Überschwemmungen gab. Sollte es zu Tierseuchen, Pandemien oder auch zu einem atomaren Unfall kommen, kann das Gemeindeführungsorgan aufgeboten werden. Die Mitarbeiter koordinieren dann beispielsweise die Einsätze von Feuerwehr und Sanitätern und sind für den Überblick der Lage verantwortlich.

Personal und Kosten sparen

 «Solche Ereignisse sind nie auf eine Gemeinde beschränkt», sagt Andreas Freiburghaus, Gemeinderat in Wünnewil-Flamatt. Deshalb sei eine Fusion sinnvoll. Die Gemeinden könnten zudem Personal und Kosten sparen: «Wir müssen weniger Leute ausbilden lassen und schaffen das Material gemeinsam an.» Die Fusion habe sich zudem aufgedrängt, da die beiden jetzigen Leiter, Franz Gnos und Walter Guggisberg, ihr Amt abgeben möchten.

Das neue Führungsorgan haben die Gemeinden ge- mäss Freiburghaus möglichst schlank gehalten: Sieben Personen sind Teil davon, darunter die Gemeindeschreiber der beiden Gemeinden, zwei Gemeinderäte, ein Werkhof-Verantwortlicher und ein Feuerwehr-Verantwortlicher. Leiter des interkommunalen Führungsorgans wird Ivo Hayoz, der in Wünnewil-Flamatt lange für den Zivilschutz verantwortlich war und Mitglied der Feuerwehr ist. «Er ist ein Mann der Basis. Genau das, was wir brauchen», sagt Freiburghaus. Denn bei Katastrophen müsse jemand vor Ort sein, der Handeln und Führen könne und die örtlichen Gegebenheiten kenne. «Ein Theoretiker bringt da nicht viel», so Freiburghaus. Bei einem Ernstfall könne das Führungsorgan Spezialisten hinzuziehen. Der Zivilschutz habe dazu eigens eine Unterstützungsgruppe.

In ruhigen Zeiten planen

Im Gebiet Wünnewil-Flamatt und Überstorf ist gemäss Andreas Freiburg Hochwasser das wahrscheinlichste Ereignis, bei dem das Organ zum Einsatz komme. «Mit Eisen- und Autobahn ist natürlich auch der Verkehr ein Thema. Aber würde es dort einen schweren Unfall geben, würde wohl der Kanton übernehmen. Bei Überschwemmungen sind die Gemeinden jedoch meist auf sich gestellt.» In ruhigen Zeiten ist die Aufgabe des Organs, zu planen und mögliche Gefahren zu erkennen. «Wir müssen sehen, was passieren könnte.» Andreas Freiburghaus sieht in der Fusion viele Vorteile. «Ich denke, dass die Beteiligten die Sache auch ernster und professioneller angehen. Es macht einen Unterschied, ob man für 8000 Leute oder nur für 2000 verantwortlich ist.»

Dass Gemeinden im Bevölkerungsschutz zusammenspannen, ist kein Einzelfall. Die 120 Gemeinden im Kanton Freiburg haben sich zu 31 Gemeindeführungsorganen zusammengeschlossen. «Es ist eher die Ausnahme, dass Gemeinden alleine ein solches Organ haben», sagt Philippe Knechtle, Chef des kantonalen Bevölkerungsschutzes. Dies komme vor allem im Sensebezirk vor. «Weshalb, weiss ich auch nicht», sagt er. Eine Zusammenarbeit erachte er dann als sinnvoll, wenn es in einem gewissen Rahmen bleibe. «Zu gross darf das Gebiet auch nicht sein, sonst wird es unübersichtlich.»

Beispiele für andere Fusionen, also für Gemeinden, die bestehende Führungsorgane zusammenlegen, gibt es im Kanton keine. Gemäss Knechtle haben die meisten Gemeinden erst seit zwei, drei Jahren ein Gemeindeführungsorgan. «Und bei den allermeisten ist es noch nie zum Einsatz gekommen. Glücklicherweise.»

Feuerwehr: Eine frühere Fusion ist möglich

W ünnewil-Flamatt und Überstorf wollen neben dem Gemeindeführungsorgan auch ihre Feuerwehrkorps zusammenlegen. Im vergangenen März kommunizierten die Gemeinden dafür den 1. Januar 2018 als Datum.

Nun ist eine frühere Fusion aber wahrscheinlich, denn Anton Schmutz, der jetzige Kommandant in Überstorf, hat auf Ende 2015 seine Demission eingereicht. «Es würde wenig Sinn machen, einen neuen Kommandanten auszubilden», sagt Andreas Freiburghaus, Gemeinderat in Wünnewil-Flamatt. Deshalb diskutierten die beiden Gemeinden nun einen frühe- ren Zusammenschluss. Dies würde zwar kurzfristig mehr Arbeit bedeuten, wie Freiburghaus sagt. «Aber möglich ist es auf jeden Fall, die gesamte Materialbeschaffung haben wir beispielsweise schon seit längerem abgesprochen.» Geplant ist, nach der Fusion ein gemeinsames Feuerwehrlokal in Flamatt zu bauen. mir

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