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Wünnewil hat sein eigenes «Ally Pally»

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Heute beginnt im Ale­xandra Palace in London die auch im deutschen Sprachraum immer mehr beachtete Darts-WM. Szene-Stars wie Michael van Gerwen, Rob Cross oder Gary Anderson werden das ebenso trinkfeste wie lautstarke «Ally Pally» in ein Tollhaus verwandeln.

Im grossen Stil aufgezogen

Passend zum Start des Gross­events werden sich am Wochenende ein paar Dutzend Deutschfreiburger Darts-Begeisterte ebenfalls ein bisschen fühlen wie ihre Vorbilder. In der Aula von Wünnewil findet morgen das Darts Open statt – und das wird im grossen Stil aufgezogen. Auf der Bühne wird ein grosses Fernseh-Board stehen, damit die Zuschauer das Geschehen besser mitverfolgen können. Mehr noch: Das Turnier wird auf Rega-TV live übertragen. «Es ist das zweite Mal, dass es eine Liveübertragung gibt. Nach dem ersten Mal war letztes Jahr das Echo sehr gross. Ehrlich gesagt war ich davon selbst ein bisschen überrascht», sagt Silvio Stritt, der zusammen mit dem Sensler Oberamtmann Manfred Raemy das Turnier organisiert.

Das Turnier findet im Rahmen der FKB Darts League statt, in der Stritt und Raemy seit 2007 Steeldarts-Turniere für nicht lizenzierte Spielerinnen und Spieler organisieren. Ein halbes Dutzend Turniere pro Jahr, das letzte etwa fand im November in Schwarzsee statt. «Aber das Turnier am Wochenende in Wünnewil ist sicher das Highlight. Es ist auch das einzige, das im Open-Format ausgetragen wird.» Werden bei den anderen Turnieren die Spieler in fünf Stärkeklassen eingeteilt, wird am Wochenende alles ausgelost, jeder kann ab der ersten Runde auf jeden treffen. Die Top 40 der Liga-Gesamtwertung sind für das Hauptturnier gesetzt. Die restlichen acht Plätze machen 32 weitere Spielerinnen und Spieler am Morgen in der Qualifikation aus.

50. Turnier für Peter Burri

Wer Darts League sagt, sagt früher oder später Peter Burri. Der Ueberstorfer absolviert am Samstag sein 50. Turnier, seit den Anfängen gehört er zu den Topspielern. Wie meistens in den letzten Jahren führt er die Gesamtrangliste, in der immer die letzten acht Turniere gewertet werden, auch aktuell an. «Er ist der König. Im entscheidenden Moment ist er immer bereit», so Stritt.

«Ich war schon immer ein Spielertyp», sagt Peter Burri, der früher als Aktivfussballer jahrelang das Tor des FC ­Ueberstorf hütete. «Damals habe ich mit meinen Teamkollegen nach den Trainings noch ‹töggelet›, gejasst und eben Darts gespielt.» Da es ihm gut gefiel, ging er auch an Turniere, allerdings wurde da in Bars auf die elektronischen Scheiben geworfen. Zum Steeldarts fand er später durch Freunde, zu Steeldarts-Wettkämpfen durch die Darts League. «Drei Pfeile und du kannst anfangen. Die Scheibe kannst du ja praktisch überall aufstellen. Diese Einfachheit hat mich immer fasziniert», sagt Peter Burri.

Das Niveau in der Liga ist nicht zu unterschätzen. Die beiden Finalisten des letzten Open-Turniers 2018 in Bösingen etwa, Simon Waeber und Adrian Holzer, haben mittlerweile eine Lizenz gelöst und spielen mit dem DC Bern in der Nationalliga A. «Eine Lizenz ist für mich kein Thema», sagt Burri, der letztes Jahr den dritten Platz belegte. Es solle eine reine Freude bleiben, nie ein Müssen sein. Er wolle sich nicht zu viele Fixtermine aufbürden. «Meine Kinder sind in einem logistisch anspruchsvollen Alter. Silvios und Manfreds Liga ist mit ihren paar Turnieren deshalb genau das richtige für mich.» Er spiele und trainiere auch unregelmässig, mal zu Hause, mal bei Freunden in einer Garage.

Nervosität wegen Live-TV

So gehört Burri auch morgen wieder zu den Mitfavoriten, auch wenn die letzten drei Turniere allesamt der aufstrebende Taferser Martin Jenkins gewann. Burris Erfolgsrezept? «Dass ich schon seit fast 30 Jahren spiele, ehrgeizig bin und eine gute Konzentrationsfähigkeit habe.» Ihm helfe sicher die Vergangenheit als Fussballgoalie. «Wer schon als Junior immer wieder Wettkämpfe hat, lernt, das Adrenalin besser zu kontrollieren.» Zu wissen, dass das Turnier im TV übertragen wird, geht aber auch an dem alten Fuchs nicht spurlos vorbei. «Im Fussball war es mir egal, ob ich vor zwei oder vor 1000 Zuschauern spielte, aber ich muss zugeben, dass ich zu meiner eigenen Überraschung letztes Jahr ein bisschen nervöser war, als das Turnier erstmals übertragen wurde.»

Wie alle Spieler in der Liga, hat auch Burri einen Spitznamen: The Kid. «Alle Neuen erhielten damals von Silvio und Manfred einen Spitznamen. Nur wer nicht damit einverstanden war, konnte sich freikaufen und selbst einen wählen», sagt Burri. Er hat seinen Namen deshalb behalten. «Sie gaben ihn mir, weil sie fanden, ich sehe noch jung aus. Aber das ist auch schon wieder über zehn Jahre her», sagt Burri und lacht. Spätestens mit der 50. Turnierteilnahme dürfte das Kind morgen Samstag definitiv erwachsen werden.

Darts Open. Aula Wünnewil. Morgen Samstag: Qualifikationsturnier ab 9 Uhr, Hauptturnier ab 13 Uhr. Festwirtschaft und Bar vorhanden.

«Dass ich schon seit 30 Jahren spiele, ehrgeizig bin und eine gute Konzentrationsfähigkeit habe.»

Dartsspieler Peter Burri über sein Erfolgsrezept.

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