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Wünnewil rätselt weiter

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«Als wir den Boden öffneten, war die Glaswolleschicht tropfnass», sagt Judith Fasel. Die Gemeinderätin von Wünnewil-Flamatt steht in der Halle Eins der Dreifachturnhalle der OS Wünnewil. Doch der Boden unter ihren Füssen ist nicht der übliche, von bunten Linien durchzogene Turnhallenboden.

Der sogenannte Schwingboden wurde in den letzten Wochen komplett entfernt. Dazu zählt nicht nur die Kunststoff-Oberschicht, sondern auch der Unterbau aus Holzlatten und eben die Glaswolleschicht, die an einigen Stellen total durchnässt war.

Zu gefährlich zum Turnen

Diese Nässe bereitet der Gemeinde seit Monaten Sorgen und führte sogar dazu, dass sich im Sporthallenboden ein Pilz breitmachte (die FN berichteten). Im Dezember gab es durch das Einbrechen des angegriffenen Holzgerüsts so viele Dellen in der Halle Eins, dass es zu gefährlich gewesen wäre, darin weiterhin zu turnen. Die Halle wurde geschlossen, der Boden geöffnet. «Wir beobachten den Boden jetzt ganz genau, um herauszufinden, ob und wo Wasser eintreten könnte», erklärt Judith Fasel, die als Gemeinderätin für Verwaltungsliegenschaften und Sportplätze zuständig ist.

Man habe eine Kernbohrung in der Halle gemacht, und im Aussenbereich hydrogeologische Untersuchungen, um festzustellen, ob Grundwasser von unten in den Boden drückt. «Das ergab aber keine aussergewöhnlichen Erkenntnisse.» Auch in der Bodenabdichtung wurden keine Leckstellen gefunden.

Trotz all dieser Massnahmen ist aber noch immer unklar, woher und wie das Wasser in den Boden kommt. Fasel sagt, die momentan wahrscheinlichste Theorie sei, dass es sich beim Wasser um Kondenswasser handelt, das durch den Temperaturunterschied des Bodens und der Halle entstanden sei.

Das alles könnte auf Pfusch beim Bau der Halle im Jahr 2000 zurückzuführen sein. In den Plänen sei eine Betonschicht von 25 Zentimetern und darunter eine Dämmschicht vorgesehen gewesen, sagt die Gemeinderätin. Doch bei den Kernbohrungen kam heraus: Der Beton ist nur 18 Zentimeter dick und die Dämmschicht fehlt komplett. «Dadurch könnte es zu einem grösseren Temperaturunterschied kommen, der das Kondenswasser entstehen liesse», sagt Fasel. Doch restlos geklärt sei das nicht. Die Gemeinde wolle nicht gegen die damaligen Verantwortlichen vorgehen. «Das bringt nicht viel, und der Mangel ist sowieso verjährt.» Zwei weitere Sondierungen sollen nun nochmals klären, wie der Boden genau aufgebaut ist.

Sanierung im Sommer

Der Gemeinde rennt derweil die Zeit davon. Denn Ziel ist es, die gesamte Dreifachturnhalle in den Sommer­ferien zu sanieren; der Generalrat der Gemeinde und der Gemeindeverband OS Sense haben bereits einen Kredit von 500 000 Franken gesprochen. «So wie es aussieht, werden wir den Kreditrahmen einhalten können. Es hängt allerdings vom nötigen Bodenaufbau ab.»

Die Gemeinde hat mit Fachpersonen bereits eine favorisierte Lösung für den neuen Boden gefunden: Eine Schicht Schaumglasdämmung und Gussasphalt soll zwischen Beton und neuem Sporthallenboden gelegt werden. Sie soll dämmen und komplett abdichten. «Mit dieser Dämmung würde die Kondenswasserbildung verhindert», erklärt Judith Fasel. Sie ist überzeugt, dass diese Lösung den Boden langfristig trocken halten wird.

«Wir beobachten den Boden jetzt ganz genau, um herauszufinden, ob und wo Wasser eintreten könnte.»

Judith Fasel

Gemeinderätin

Chronologie

Schon 2004 gab es Dellen im Boden

Im Jahr 2000 wurde die Dreifach-Turnhalle in Wünnewil eingeweiht. 2004 senkte sich der Boden in der Halle Drei wegen Feuchtigkeit. Diese Halle wurde grossflächig saniert und ist bis heute stabil. «Wir versuchen herauszufinden, was damals genau gemacht wurde», sagt Gemeinderätin Judith Fasel. Im Februar 2018 senkte sich der Boden in der Halle Eins erstmals, weitere Dellen folgten, auch in Halle Zwei. Im Januar 2019 musste Halle Eins wegen der vielen Dellen geschlossen werden.

nas

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