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Würde des Menschen steht im Zentrum

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«Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern dort, wo man verstanden wird.» Mit diesem Zitat des deutschen Schriftstellers Christian Morgenstern erläuterte Peter Portmann (CVP), Präsident des Gesundheitsnetzes Sense, den Zweck der Demenzstation in Tafers: Menschen mit Demenz sollen hier einen ruhigen und geschützten Ort vorfinden, sich wohlfühlen und in Würde und in ihrem Rhythmus leben können. Der Sensler Oberamtmann Manfred Raemy (parteilos) betonte in seiner Ansprache, dass dieser Bau ohne den Zusammenhalt der 17 Sensler Gemeinden und deren Bevölkerung nicht zustande gekommen wäre. «Die Sensler wissen, dass sie zusammenstehen müssen, um ein solch grosses Infrastrukturprojekt realisieren zu können», sagte er und erinnerte an andere Errungenschaften dieser Art wie die Sesselbahn in Schwarzsee. Raemy gratulierte den Verantwortlichen des Gesundheitsnetzes für deren Mut und Weitsicht. Staatsrat Jean-François Steiert (SP) tat es ihm gleich und lobte das neue Bauwerk, bei dem es primär um den Menschen gehe. «Der Mensch im Mittelpunkt heisst auch, die Würde des Menschen im Mittelpunkt», sagte Steiert. Dies sei besonders gut umgesetzt worden.

Viel Freiwilligenarbeit

Es lohne sich, in die Forschung, in die Früherkennung der Krankheit und in die Pflege zu investieren, betonte Jean-François Steiert. Die Zahl der in der Schweiz an Demenz erkrankten Personen steige stetig an. Ein grosser Teil der Pflege erfolge aber nicht durch Berufsleute, sondern durch die Familie. Das sei eine grosse Herausforderung. Im Anfangsstadium der Krankheit gehe dies gut, nach einiger Zeit werde es schwierig. «Wir müssen froh sein, wenn wir all die Freiwilligenarbeit, die heute für demenzkranke Menschen geleistet wird, aufrechterhalten können. Damit es das System aushält, und wir mit den Demenzpatienten in Würde umgehen können», betonte er.

Nach den Reden begaben sich die Gäste auf einen Rundgang durch die beiden Stockwerke des Neubaus und den Demenzgarten. Die sieben Personen, die bereits dort wohnen, verbringen den heutigen Tag in einem der Stockwerke, während das andere für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Tag der offenen Tür: Maggenberg 1, Tafers. Sa., 4. November, 10 bis 16 Uhr. Shuttle-Bus ab Horner-Areal mit Stopps.

Zahlen und Fakten

Alle Sensler Gemeinden sagten Ja zum Kredit

Dem An- und Umbau des Pflegeheims Maggenberg in Tafers mit Kosten von 14,5 Millionen Franken haben am 28. September 2014 alle Gemeinden des Sensebezirks zugestimmt. Bei einer Stimmbeteiligung von 44 Prozent sagten 84 Prozent der Stimmbürger Ja zum Umbau inklusive neuer Demenzstation (die FN berichteten). Der Baustart erfolgte am 1. Juli 2015. Bauherr ist das Gesundheitsnetz Sense, ein Verband, dem alle Gemeinden des Sensebezirks angehören. Die Demenzstation zählt 24 Betten; auf zwei Stockwerken werden je 12 Personen betreut. Zum Bau gehört auch ein 1600 Quadratmeter grosser Demenzgarten, der ebenfalls ganz auf die Bedürfnisse demenzkranker Personen ausgerichtet ist. Der Neubau steht parallel zum Pflegeheim Maggenberg beim Spital Tafers und ist mit einem neuerstellten Durchgang direkt mit dem Heim verbunden. Die Demenzstation in Tafers ist die erste deutschsprachige Demenzstation im Kanton Freiburg. Es bestehen bereits anerkannte Demenzstationen in verschiedenen Bezirken: Die Résidence des Chênes in Freiburg etwa – sie war die erste ihrer Art –, Bouleyres in Bulle, Les Camélias in Marsens sowie Stationen in Gletterens und Attalens. Bei weiteren läuft der Prozess für die Anerkennung, etwa im Heim Les Martinets in Villars-sur-Glâne.

ak

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