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Yakin als Offensivcoach, Shaqiri als gereifter Captain – fünf Schweizer Geschichten zum Sieg gegen Nordirland

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Dank dem hochverdienten 2:0 in Genf gegen Nordirland bleibt die Schweiz in der WM-Qualifikation auf Kurs. Das einseitige Spiel ging 90 Minuten lang nur in eine Richtung, facettenreich war es trotzdem. Fünf Schweizer Protagonisten, die den Abend prägten.

Murat Yakin: Auch ein Offensivtrainer

Irgendwann während der Pressekonferenz drang er wieder durch: Murat Yakin, der Defensivcoach. «Wir haben drei Mal in Folge zu null gespielt. Ich weiss nicht, wann es das zum letzten Mal gegeben hat.» Trotz einem Spiel, «in dem zu 80 Prozent die Offensive gefragt war», strich Yakin auch das «fokussierte und konzentrierte Arbeiten nach hinten» heraus.

Aber vor allem war Yakin stolz auf die Leistung seines Teams in der gegnerischen Platzhälfte. «Wir haben die richtigen Lehren aus dem Hinspiel (0:0) gezogen.» Er sei froh, dass aufgefallen sei, dass er auch offensiv spielen lassen könne, so Yakin. 25 Mal kam sein Team gegen Nordirland zum Abschluss. Auch dazu hätte Yakin sagen können: «Ich weiss nicht, wann es das zum letzten Mal gegeben hat.»

Xherdan Shaqiri: Gereifter Captain

«Ich bin älter und reifer geworden», sagte Shaqiri letzte Woche. Es war seine Antwort auf die Frage, weshalb er mit 30 Jahren weniger schnell Auto fahre als früher. Am Steuer sass Shaqiri auch gegen Nordirland: als Captain und zentraler Stratege in der Offensive. Und irgendwie füllte Shaqiri auch diese Rolle mit mehr Reife aus.

Nach dem Spiel sagte er in die TV-Mikrofone: «Ich bin stolz auf die Mannschaft, ich muss ihr ein Kompliment machen.» Es hatte schon fast etwas «Staatstragendes», wie Shaqiri redete. In seinen Gedanken gibt es mehr «wir» und weniger «ich». Und so hatte Shaqiri auch gespielt. Er verteilte die Bälle und suchte nicht primär allein den Abschluss. Er hat kein Tor erzielt und keinen Assist realisiert – und war doch einer der Besten. Vielleicht beweist dies am meisten, wie sehr Shaqiri tatsächlich gereift ist.

Denis Zakaria: Frühes Pech, später Ärger

Viel war vor dem Spiel von ihm gesprochen worden. Weil er wieder in Form und Rhythmus ist. Weil primär er den verletzten Granit Xhaka im Zentrum des Mittelfelds ersetzen sollte. Weil er in Genf zu seinem ganz persönlichen Heimspiel kam. Und dann dies: Schon in der 4. Minute erzielte Denis Zakaria mit einem Flachschuss aus 25 Metern die Schweizer Führung. Der Jubel wollte nicht mehr aufhören. Zakaria warf Kusshände auf die Tribüne, dorthin, wo seine Familie sass. Er formte seine Finger zu einem Herz.

Doch das Glück war flüchtig. Das Tor wurde vom VAR annulliert, weil Kevin Mbabu am Ursprung der Aktion gefühlt einen halben Millimeter im Offside gestanden hatte. Eine Spitzfindigkeit der VAR-Regularien. Und so spielte Zakaria als «Xhaka-Double» zwar ordentlich, es wurde aber doch nicht sein Abend. Spätestens nach 89 Minuten war die Freude über den Sieg bei ihm getrübt. Zakaria holte sich nach einem Gerangel mit einem Nordiren eine Verwarnung ab. Jetzt ist er am Dienstag gegen Litauen gesperrt.

Breel Embolo: Ohne Krönung

Nach diesem Spiel muss man die Frage stellen: Wo wären die Grenzen von Breel Embolo, wenn er auch noch Tore schiessen würde? Er bringt so vieles mit: Dynamik, Schnelligkeit, Technik, Kraft, Furchtlosigkeit, Spielintelligenz. Und das hat er gegen Nordirland alles gezeigt. Er stiess in die Räume vor, band mehrere Gegenspieler, provozierte Fouls und Verwarnungen, leistete zwei Assists. «Breel war überragend», urteilte Yakin. «Er war präsent und hat viel für die Mannschaft gearbeitet. Schade, dass er sich nicht mit einem Tor belohnt hat.»

Ja, dieses Tor. Embolo hätte es in zwei, drei Aktionen erzielen müssen. «Ich bin der Erste, der sich über die vergebenen Chancen ärgert», so der Basler Stürmer. Und so bleibt seine Quote in der Nationalmannschaft unterdurchschnittlich. 49 Spiele, 6 Tore. Zu wenig für einen Spieler mit seinem Potenzial und auf seiner Position.

Steven Zuber: Cool vor dem Tor

Er ist im Nationalteam der «Mister 50 Prozent». Oder sogar der «Mister 75 Prozent»? Zwei von vier Treffern unter Murat Yakin hat Steven Zuber erzielt. Weil gegen Griechenland noch ein Assist hinzukam, war er an drei Vierteln der Treffer beteiligt. An der EM hatte Zuber vier von acht Toren vorbereitet. Er war der beste Assistgeber des gesamten Turniers.

Zum Nationalteam ist er mit viel Selbstvertrauen gereist. Für seinen neuen Club AEK Athen hat Zuber in fünf Meisterschaftsspielen schon drei Mal getroffen. «Ich bleibe vor dem Tor immer ruhig und cool», sagte er nach dem Spiel gegen Nordirland. Den Weg zum Sieg hat er mit seinem Treffer zum 1:0 unmittelbar vor der Pause geebnet. Es war sein zehntes Tor im Nationalteam. Damit ist Zuber nach Shaqiri, Haris Seferovic, Mario Gavranovic und Granit Xhaka der fünfte Spieler der aktuellen Generation, der in den zweistelligen Bereich vorgestossen ist.

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